Donnerstag, 27. August 2020

Oscar hat die Schnauze den ganzen Tag über voll

Kürzlich beim Smalltalk am Gartenzaun erzählte mir mein Gartennachbar, dass sein Kater Oscar den ganzen Tag über auf Mäusejagd in seinem Garten ist. Die toten kleinen Nager legt er ihm dann vor die Eingangstür. Ein bisschen neidisch machte mich das schon, denn in meinem Garten flanieren die Feldmäuse ungeniert durch den Garten und fressen alles an oder gar auf, was sie erwischen können: Möhren, Rote Bete, Bohnen, Kartoffeln, Erdbeeren, Zucchini, Gurken und, und, und ....

Fünfzig Prozent meiner diesjährigen Kartoffelernte wurden von Mäusen ange- fressen!
Warum es soviel Feldmäuse gegenwärtig u.a. in Mittelthüringen gibt, berichtete mir ein Landwirt: Die letzten Winter waren zu mild und so konnten zu viele der kleinen grauen Gesellen  lustvoll ins Frühjahr starten.
Eine Maus gebärt bis zu achtmal im Jahr, pro Wurf ca. 12 bis 16 Junge, die ihrerseits nach sechs bis acht Wochen selber für Nachwuchs sorgen. Das heißt, ein einziges Mäusepärchen produziert pro Jahr etwa 2000 Nachkommen.
Das war in der Vergangenheit kein Problem, denn war die Plage zu groß, ackerten die Landwirte ihre Felder tiefer um und dezimierten so die Mäuseschar um 50 Prozent.
Doch heute geht das nicht mehr. "Kein tiefes Ackern, keine Giftköder! Solches schadet dem unter Schutz stehenden Feldhamster", sagte ein Naturschützer. 
Und weiter erfuhr ich, dass es bereits Aufzuchtstationen für Feldhamster gibt. Bevor die Tiere ausgewildert werden, bohrt man ihnen Gangröhren, und die Areale sind mit Elektrozäunen gesichert, damit keine Füchse Dummheiten machen.
Nichts erfuhr ich darüber, was ich mit meinen Feldmäusen im Garten machen soll. Katze, so wie mein Nachbar,  ist in der Kleingartenanlage genauso verboten wie Mäusegift, zum Schutze der Singvögel, steht in meinen Gartenunterlagen. Und was nun?

Wer noch nachlesen möchte, kann das hier: Link1  und Link2!



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