Sonntag, 3. Mai 2015

Deutschlands größtes Wildvogel-Quartier für Gebäudebrüter entstand in Ost-Thüringen

Im thüringischen Dörtendorf bei Zeulenroda-Triebes ist Deutschlands wohl größtes Wildvogel-Quartier für Gebäudebrüter entstanden. Eine ehemalige Trinkwasser-Aufbereitunganlage wurde nicht abgerissen, sondern in acht Monaten zur Artenschutzstation umgebaut.
Bis zu 100 Wild- vögelpaare finden nun in den Mau- ern  artgerechte Nistkästen. Wan- derfalken, Turm- falken, Sperlinge, Mauersegler, Schleiereulen, Bachstelzen und Mehlschwalben können es sich
in der Tier-Pension gemütlich machen. 16 Dohlen-Paare wurden bereits erfolgreich in die neue Artenschutzstation umgesiedelt und haben Eier gelegt. Für Fledermäuse wurden Höhlen in die Mauern eingefügt.   
Künftig können Schulklassen und Kindergartengruppen die Station der Stiftung Pro Artenvielfalt auf Anmeldung besuchen und bekommen alles fachkundig erklärt. Beispielsweise erfahren die Kinder, wie sich die unterschiedlichen Nistkästenunter- scheiden und welche Vögel in welcher Etage wohnen möchten. 

Herrlich realistische Fassadenmalereien illustrieren zudem, welche Vögel dort unterschlüpfen und wie sie leben. 

Einmal jährlich im Juni, zum Ende der Brutzeit, will die Stiftung Pro Artenvielfalt auch zu einem "Tag der offenen Tür" einladen. Die Stiftung aus Bielefeld ist seit langem in Ostthüringen aktiv und hat unter anderem alte Trafotürme zu Wildvögel-Quartieren umgebaut.
Das 1,6 Hektar große Gelände um die neue Artenschutzstation wurde ebenfalls als Naturlebensraum umgestaltet. Die Thüringer Fernwasserversorgung hat das Areal samt Grundstück der Stiftung günstig überlassen. Damit die Vögel dort Futter finden, sollen sich auch Insekten dort wohl fühlen. rund eintausend Laubbäume und Wildsträucher sowie Wildgräser wurden angepflanzt. Geröll und ein Tümpel bieten Bergeidechsen und Schlingnattern Unterschlupf.
Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von www.schulfuchs.de  ,dem größten Thüringer Bildungstreffpunkt. Weitere Infos finden Sie auch HIER!

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