Wie funktioniert eine Sonnenuhr? Das Prinzip ist erstaunlich einfach: Ein Stab wirft einen Schatten auf eine Skala und da die Sonne im Laufe des Tages scheinbar über den Himmel wandert, bewegt sich auch der Schatten. Die Markierung auf der Sonnenuhr zeigt an, welche Stunden es ungefähr ist. Allerdings zeigen Sonnenuhren nicht immer die selbe Zeit wie eine Armbanduhr. Moderne Uhren richten sich nach der Mitteleuropäischen Zeit und Sommerzeit, während Sonnenuhren die "wahre Ortszeit" anzeigen. Bild: Parkanlage Altenstein (bei Bad Liebenstein). Hier ließ Herzog Georg I 1799 diese Sonnenuhr errichten. |
Auch am Fröbelturm bei Oberweißbach im Thüringer Schiefergebirge gibt es eine sehr schöne Sonnenuhr, die allerdings erst angebracht wurde. Der Turm selbst wurde zwischen 1888 und 1890 zu Ehren des Pädagogen Friedrich Fröbel erbaut und ist heute Wahrzeichen der Region.
| Die Sonnenuhr am Fröbel-turm wurde im August 1974 auf Initiative des Oberweiß-bacher Zahnarztes Doktor Krauß an der Fassade des Turmes angebracht. Damit erhielt der Turm ein zusätzliches Schmuck-stück, das hervorragend zum historischen Charakter des Bauwerkes passt. |
Auf rund 785 Meter Höhe kann man bei Sonnenschein nicht nur die Uhrzeit an der Sonnenuhr am Fröbelturm ablesen, sondern zugleich den Blick weit über den Thüringer Wald und das Schwarzatal schweifen lassen. So verbindet sie Technikgeschichte, Handwerkskunst und Naturerlebnis auf eindrucksvolle Weise.
In Thüringen sollen nach Expertenaussage 276 historische und mathematische Sonnenuhren die Zeit anzeigen.
Die größte Sonnenuhr der Welt steht im indischen Jaipur. Sie heißt "Britta Samrat Yantan" und ist Teil eines Observatoriums. Ihr Zeiger ist 27 Meter hoch und die Uhr soll auf etwa zwei Sekunden genau ablesbar sein.
Die größte moderne Sonnenuhr steht in Italien in San Giovanni. Hier dient der Glockenturm der Kirche als Zeiger, während der Marktplatz das Zifferblatt bildet, so steht es im Guinness-Buch von 2022.
































