Donnerstag, 30. Juli 2026

Die Sonnenuhr am Fröbelturm bei Oberweißbach

Bereits vor mehr als 3.000 Jahren nutzten die alten Ägypter und Babylonier Sonnenuhren, um den Tag einzuteilen. Sie halfen den Tagesablauf zu ordnen. Bauern konnten Arbeitszeiten besser planen. Kirchen und Klöster nutzten sie, um Gebetszeiten einzuhalten.

Wie funktioniert eine Sonnenuhr? 
Das Prinzip ist erstaunlich einfach: Ein Stab wirft einen Schatten auf eine Skala und da die Sonne im Laufe des Tages scheinbar über den Himmel wandert, bewegt sich auch der Schatten. Die Markierung auf der Sonnenuhr zeigt an, welche Stunden es ungefähr ist.
Allerdings zeigen Sonnenuhren nicht immer die selbe Zeit wie eine Armbanduhr. Moderne Uhren richten sich nach der Mitteleuropäischen Zeit und Sommerzeit, während Sonnenuhren die "wahre Ortszeit" anzeigen.

Bild: Parkanlage Altenstein (bei Bad Liebenstein). Hier ließ Herzog Georg I 1799 diese Sonnenuhr errichten.


Auch am Fröbelturm bei Oberweißbach im Thüringer Schiefergebirge gibt es eine sehr schöne Sonnenuhr, die allerdings erst angebracht wurde. Der Turm selbst wurde zwischen 1888 und 1890 zu Ehren des Pädagogen Friedrich Fröbel erbaut und ist heute Wahrzeichen der Region.
Die Sonnenuhr am Fröbel-turm wurde im August 1974 auf Initiative des Oberweiß-bacher Zahnarztes Doktor Krauß an der Fassade des Turmes angebracht.

Damit erhielt der Turm ein zusätzliches Schmuck-stück, das hervorragend zum historischen Charakter des Bauwerkes passt.
Auf rund 785 Meter Höhe kann man bei Sonnenschein nicht nur die Uhrzeit an der Sonnenuhr am Fröbelturm ablesen, sondern zugleich den Blick weit über den Thüringer Wald und das Schwarzatal schweifen lassen. So verbindet sie Technikgeschichte, Handwerkskunst und Naturerlebnis auf eindrucksvolle Weise.

In Thüringen sollen nach Expertenaussage 276 historische und mathematische Sonnenuhren die Zeit anzeigen.
Die größte Sonnenuhr der Welt steht im indischen Jaipur. Sie heißt "Britta Samrat Yantan" und ist Teil eines Observatoriums. Ihr Zeiger ist 27 Meter hoch und die Uhr soll auf etwa zwei Sekunden genau ablesbar sein.
Die größte moderne Sonnenuhr steht in Italien in San Giovanni. Hier dient der Glockenturm der Kirche als Zeiger, während der Marktplatz das Zifferblatt bildet, so steht es im Guinness-Buch von 2022.

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Die Stadtkirche prägt Meiningen seit über 1000 Jahren

Wer über den Marktplatz blickt, kommt an ihr nicht vorbei: Die Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" gehört seit mehr als einem Jahrtausend zum Stadtbild von Meiningen und ist das älteste erhaltene Bauwerk der Kreisstadt. 
Bereits im Jahre 1008 wurde die Kirche erstmals ur-kundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte über-stand sie zahlreiche Brände, Kriegszeiten und einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg. Nach jeder Zer-störung wurde sie wieder aufgebaut und entwickelte so ihr heutiges, einzigartiges Erscheinungsbild.

Besucher schätzen vor allem die imposanten Türme, die weithin sichtbar über die Dächer der Stadt ragen.
Ein besonderes Highlight ist die berühmte Reger-Orgel, auf welcher der Komponist Max Reger während seiner Meininger Zeit musizierte.
Auch die farbigen Dachziegeln und der historische Innenraum machen die Stadtkirche zu einem beliebten Ziel für Gäste aus nah und fern.

Heute ist die evangelisch-lutherische Stadtkirche weit mehr als ein Gotteshaus: Mit Konzerten, Führungen und kulturellen Veranstaltungen bleibt sie lebendiger Mittel-punkt des städtischen Lebens - und ein eindrucksvolles Zeugnis der langen Geschichte Meiningens.
Die Kirche ist für Besichtigungen vom 1. Mai bis 31. Oktober jeweils dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 14 Uhr und sonntags ab 11:30 Uhr geöffnet.
Die Türme (rund 50 Meter hoch) der Stadtkirche können von Mai bis Ende September jeweils mittwochs von 14 Uhr bis 17 Uhr bestiegen werden. Wer ganz nach oben will, muss 142 Stufen steigen. Dafür wird man mit einem beeindruckenden Blick über Meiningen, das Werratal und die umliegenden Berge belohnt.

Hier noch ein schöner Tipp: Mittwochnachmittags gibt es im Kirchenschiff Kaffee und selbstgebackenen Kuchen - die Einnahmen kommen der Sanierung der Stadtkirche zugute.

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Samstag, 25. Juli 2026

Am Weimarer Poetenweg reift ein guter Jahrgang

Wein aus Weimar? So manchen plagen da wohl Zweifel. Doch alte Schriften belegen, dass Thüringen und auch Weimar eine Tradition im Weinbau haben. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert gab es hier Weingärten und der Weinbau florierte. Goethe und Schiller haben mit Sicherheit lokale Weine verkostet. Allerdings ist der Weinbau später wohl zugunsten anderer Nutzung gewichen. Erst in jüngster Zeit kommen wieder mehr Weine auch aus Thüringen. Dabei spielt auch Weimar eine Rolle.

Der lehm- und tonreiche Muschelkalkboden am Hang des Weimarer Poeten-weges gleicht einer klimatischen Wärmeinsel mit vielen Sonnentagen und geringer Luftfeuchtigkeit. Ein idealer Platz für eine Wiederbelebung des Weimarer Weinbaus.
2008 begann Prinz zu Lippe vom Weingut Broschwitz in Meißen mit der Auf-rebung einer Fläche, die heute von der Winzervereinigung Freiburg-Unstrut bewirtschaftet wird. Bitte klicken Sie!

Ein paar Jahre später entstand nur einen Steinwurf entfernt der Weingarten der Familie Freyer, die hier seit gut 15 Jahren Weißweine wie Grauburgunder, Chardonnay und Frühburgunder produzieren.
Und wenn das Jahr gut ist, dann ernten die Freyers so viele Trauben, dass sie fast 3000 Flaschen damit füllen.  Doch bis es soweit ist, bis die guten Tropfen in den Flaschen sind, lassen auch die Nebenerwerbswinzer viele Schweißtropfen, denn das, was uns so gut schmeckt, verlangt sehr, sehr viel Handarbeit. Und die Weimarer Weine schmecken, haben mittlerweile viele Freunde und einen guten Ruf bei Kennern.
Wer die Freyers auf ihrem Weinberg erlebt hat, der spürt: Wein, Weinanbau, das ist ihr Leben. Sie brennen für ihr Hobby, das wohl schon lange mehr ist. Agnes und Andreas wollen all die schönen Freuden und das viele Wissen rund um den Wein Besuchern und Kunden nahe bringen. So arrangieren sie individuelle Picknicks in ihrem Weinberg, der wie ein Labyrinth angelegt ist, bieten Verkostungen, Weinbergs- und Kellerführungen an und vieles mehr. Wer es wissen will, der klickt hier!

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Dienstag, 21. Juli 2026

Gotha: Jugendstil-Bad und Saunawelt

Das Stadtbad in Gotha ist ein echtes Juwel: Das Jugendstilbad aus dem Jahr 1909 präsentiert sich liebevoll restauriert und modernisiert. Wie einst schweift das Auge an Bögen, Kachelwänden, Buntglasfenstern und Holznischen entlang. 
Klicken Sie auf die Bilder, um diese zu vergrößern! 
Das Ensemble wurde um eine moderne Saunaanlage mit kleinem Innenhof, 25m-Schwimmbecken, Sprungtürmen und Kinderpool ergänzt. Highlight ist das originale Jugendstilbad, das mit angenehmen 32 Grad Celsius und Sprudelnischen lockt.
Klicken Sie auf das Logo der Gothaer Badeeinrichtung und lesen Sie die Internetseite des Stadtbades.
Text & Foto: kahbox.medien
Ursprünglich hatten übrigens die Gothaer Bürger die Baukosten zum größten Teil gespendet. Und das Wasser kam damals aus der Talsperre Tambach-Dietharz. Besonders gut angenommen wurden die im Stadtbad offerierten medizinischen Bäder. Das Stadtbad befindet sich mitten in der Stadt und der Parkplatz ist für Badgäste kostenlos.


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Freitag, 17. Juli 2026

Erfurt - ein historisches Filmdokument von 1911 bis 1987

Ein Film, der aus historischem Material montiert wurde, gibt Einblicke in die Stadt Erfurt in den Jahren von 1911 bis 1987. Wir zeigen einen kurzen Ausschnitt aus dem Film "Erfurt wiederentdeckt".

Der eigentliche Film ist 113 Minuten lang und entstand aus zehn historischen Filmen. Unter anderem wurde der älteste über Erfurt noch existierende Film "Fronleichnam Prozession in Erfurt" von 1911 dafür verwendet.



Die DVD ist zweifelsohne ein wunderbares Geschenk. Klicken Sie hier! Erfurt Wiederentdeckt: Historische Filmschätze von 1911 - 1987  

Sie erhalten auch Filme über München, Frankfurt, Aachen, Potsdam, Leipzig, Halle, Chemnitz, Lübeck, Rostock ......

Dies ist ein wunderbares Geschenk!

Bitte Klicken!!!
Hergestellt wurde der Film von der "filmwerte GmbH" in Potsdam. Neben diesen Film über Erfurt gibt es noch weitere Filme über andere Städte. Welche Städte das sind finden Sie auf dieser Internetseite heraus. Klicken   
Viel Spaß beim anschauen.


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Sonntag, 12. Juli 2026

Da sind sie wieder, die Störche von Wasungen. Mit der Storchen-Webcam können Sie im Nest dabei sein.

Am Gräfenthaler Weg in Wasungen recken sich wieder viele Köpfe in die Höhe. Denn auf gleich zwei ausgedienten Schloten haben Störche ihr Thüringer Quartier bezogen.
Ihr Schnäbelklappern ist weithin zu hören. In das Nest des Paares auf dem weißen Schornstein der Wäscherei kann jeder sogar live schauen.
Denn der BUND hat dort seit einigen Jahren eine Storchen-Webcam  installiert. Aktuell liegen auch schon Eier im Nest und werden von den Zugvögeln bebrütet. In den nächsten vier Wochen wird Storchen-Nachwuchs erwartet. 
Seit 2009 hat das treue Paar bereits viele Baby-Störche in Wasungen auf die Welt gebracht.

Fotos: www.kahbox.de


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Freitag, 10. Juli 2026

Schmalkalden - eine Perle im Südwesten Thüringens

Mit dem "Deutschland-Ticket" kann man ganz Deutschland entdecken für wenig Geld oder aber seine nähere Umgebung erkunden, sein Bundesland besser kennenlernen. Wir machen letzteres, machen Urlaub vor der Haustür. Wir sind sehr überrascht über das, was wir noch nie sahen oder wussten und was doch so nah ist.
Gestern waren wir in Schmalkalden. Die rund  20 000 Einwohner zählende Stadt im Südwesten Thüringens ist eine wahre Perle: Fachwerk-häuser vom Feinsten,  ein bemerkenswertes Schloss, eine sehenswerte geschichtsträch-tige Stadtkirche, das Zinnfiguren-Museum, die zahlreichen Parks und Gärten, eine Fach-hochschule  für 2500 Studierende mit eige-nem "Bahnhof", eine Nougat-Fabrik mit gros-sem Erlebnis- und Mitmach-Bereich für Besu-cher und, und, und ... 
Schmalkalden ist eine Reise wert!
Das Stadtzentrum Schmalkaldens verzaubert die Besucher der Stadt mit seinen vielen bunten, liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern.
In einem der historischen Fachwerkhäuser befindet sich auch das berühmte Zinnfiguren-Museum Historicum. Gezeigt werden dort Bilder der Menschheitsgeschichte mit über 20 000 Zinnfiguren. Das ist ein Erlebnis für jung und alt.
Auf dem Marktplatz St.Georg, die spätgotische Hallenkirche, die 1413 errichtet wurde und in der 1537 Martin Luther predigte. Anzumerken: Hier im Turm schwingt die zweitgrößte freischwingende Glocke Thüringens.
Schloss Wilhelmsburg: eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen in Mitteldeutschland, die bis heute kaum bauliche Veränderungen erfahren hat und nahezu im Originalzustand erhalten ist. Entstand ab 1585 unter den hessischen Landgrafen. Sehr sehenswerte Wandmalereien und in der Schlosskirche u.a eine Holzpfeiffenorgel .

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Freitag, 3. Juli 2026

Thüringens höchster Wasserfall ist eine Attraktion

Jährlich kommen 80 000 Touristen nach Brotterode-Trusetal, um Thüringens höchsten Wasserfall zu sehen. Die künstlich angelegte Attraktion entstand 1865.  Ein einheimischer Unternehmer finanzierte damals das Projekt.

Von April bis Oktober stürzt sich ein Teil des Trusewassers mit tösendem Geräusch über drei Kaskaden 58 Meter in die Tiefe, um sich dann wieder mit dem Rest des kleinen Flüsschens Truse zu vereinen.
Im Winter stellen die Thüringer ihren Wasserfall ab, um Frostschäden zu vermeiden.
Wer sich die Anlage des Wasserfalls genauer ansehen möchte, dem sei ein kleiner Rundweg empfohlen, der mit 228 Stufen beginnt und insgesamt 3,8 Kilometer lang ist.




Foto & Video: Edward Santoso Muchlis
Jährlich  gibt es am Trusetaler Wasserfall das Wasserfallfest.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Meiningen erleben - was sonst!

Meiningen ist eine Stadt, die man nicht einfach nur besichtigt, sondern erlebt. Ein Spaziergang durch die Altstadt, ein Besuch im Schloss, ein Abstecher zum Theater und ein gemütlicher Ausklang in einem Café zeigen die vielen Facetten der Stadt. Ob Kulturinteressierte, Naturfreunde oder Familie - Meiningen bietet überraschend viele Erlebnisse und ist ein lohnendes Ziel für einen Ausflug oder ein entspanntes Wochenende in Thüringen.
Meiningen besitzt eine Reihe besonders wertvoller, denkmalgeschützter Fachwerkhäuser, die sich vor allem in der historischen Altstadt konzentrieren. Sie entstanden zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert. Es sind reichverzierte Bürgerhäuser in fränkischer bzw. henneberg-fränkischer Fachwerkbauweise. Typisch für das Meininger Fachwerk: vorragende Obergeschosse, kunstvoll geschnitzte Balken, geschnitzte Fächerrosetten, kräftige Farben.
Kaum eine andere Kleinstadt ist so eng mit dem Theater verbunden wie Meiningen. Das Staatstheater Meiningen machte die Stadt im 19. Jahrhundert weit über die Region hinaus bekannt. Hier können heute Besu-cher Oper, Schauspiel und Konzerte erleben oder bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen. 
Im Theatermuseum wird die faszinierende Welt der Bühne lebendig. Historische Büh-nenbilder, Kostüme und Exponate zeigen, warum Meiningen einst ein Mittelpunkt der europäischen Theaterlandschaft war.
Das Herzstück Meiningens ist das beeindruckende Schloss Elisabethenburg. Die barocke Residenz erzählt die Geschichte der herzoglichen Vergangenheit und beherbergt heute die Meininger Museen. Besucher können prunk-volle Räume, historische Sammlungen und spannende Ausstellungen entdecken sowie im schönsten Barockcafé Europas fürstlich genießen.
Direkt an der Werra liegt der wun-derschöne Schlosspark: alte Bäu-me, historische Bauwerke, roman-tische Spazierwege. Besonders schön der Blick über Meiningen vom Aussichtspunkt Diezhäuschen.

Vier große historische Parkanlagen und zahlreiche Grünanlagen prägen das Stadtbild. Mit 46 % Waldanteil im  Stadtgebiet und in den Parks gilt Meiningen als eine der grünsten Städte Thüringens.
Ein außergewöhnliches Erlebnis wartet unter der Stadt: Die Goetz-Höhle gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Europas. Sie ist die einzige begehbare Kluft- und Spaltenhöhle Europas. Sie wurde zufällig 1915 entdeckt. 420 Meter lang ist der Höhlenspaziergang, der 45 Minuten dauert und einen Höhenunterschied von 33 Metern überwindet.
Auch Eisenbahnfans kommen in Meiningen auf ihre Kosten. Das Dampflokwerk Meiningen bietet faszinierende Einblicke in die Restau-rierung und Instandhaltung von historischen Dampflokomotiven. Hier trifft technische Tra-dition auf echte Handwerkskunst.

Wer einmal in Meiningen gewesen ist, kommt aus dem Schwärmen  nicht mehr heraus.
Oder, um es mit den Worten Richard Wagners zu sagen, der 1877 über die Stadt schrieb: "Es gibt viele Meinungen, aber nur ein Meiningen". Ein Satz, der bis heute treffend beschreibt, was diese besondere Stadt im Herzen Südthüringens so einzigartig macht.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Henningshof - ein Geheimtipp als Ausflugsziel

Der historische Henningshof mitten in Wandersleben ist fast noch ein Geheimtipp als Ausflugsziel. Erst vor kurzem hat das Team von FlowerArt das Kulturdenkmal erworben und lässt es neu erblühen. Gerade zeigen die Floristen, die lange einen Blumenladen im Erfurter Hauptbahnhof betrieben, ihre Frühlingsausstellung in der Scheune und geben so Inspiration für manch eigene Gestaltung.
Außerdem lässt sich im Hof ganz wunderbar bei Kaffee und Kuchen entspannen. Geöffnet ist immer dienstags bis samstags von 12 - 17 Uhr. 
In Zukunft sollen noch Caféräume in einem der Gebäude eingerichtet werden. Das Haupthaus mit seinen Fachwerkwänden ist ganz der Präsentation von Blumen, Gestecken, Keramik, Pflanzpötten und Dekoartikeln gewidmet. 
Die Verkaufsschau muss man gesehen haben, sie ist in zahlreichen historischen Räumen - teils mit aufwendigen Stuckdecken- und urigen Gewölben untergebracht und gleicht selbst einer Ausstellung. 
Jeder Raum ist ganz unterschiedlich eingerichtet und gestaltet. Perspektivisch soll der Henningshof  auch zur Eventlocation für Feiern und Hochzeiten werden. Ideen hat das Team viele.
Text & Fotos: kahbox.de


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Dienstag, 16. Juni 2026

Das teuerste Gewürz der Welt wächst auch in Thüringen

Auf rund 2.000 Quadratmetern werden in Altenburg die violettfarbenen Krokusse, aus denen das exotische sehr teure Gewürz Safran gewonnen wird, angebaut. Der Anbau und die Gewinnung von Safrangewürz ist in Deutschland noch eine Seltenheit.
Foto: Cornelia Müller
Aber immerhin befindet sich in Thüringen ein Viertel der gegenwärtigen deutschen Safran-Produktion.

Weltweit gesehen spielt die Thüringer Ernte keine bedeutende Rolle, der Hauptproduzent von Safran ist mit 180 Tonnen pro Jahr (das sind 90 Prozent der Welt-produktion) der Iran.

Die Gewinnung von Safran ist mühevoll und aufwändig.

Etwa 200 Blüten müssen von Hand geerntet werden, um ein Gramm des Luxus-Gewürzes zu gewinnen. 
Denn Safran ist ein Bestandteil der Blüten. Das eigentliche Gewürz befindet sich nämlich in den orange-roten Blütenfäden, die ebenfalls von Hand aus jeder geernteten Blüte herausgezogen und getrocknet  werden. 

Bei soviel Handarbeit wundert man sich sicherlich nicht, dass ein Kilo Safran je nach Qualität zwischen 3.000 bis 14.000 Euro kostet.

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Montag, 15. Juni 2026

Die Mühlburg - älteste Burg der Drei Gleichen

 Hoch über dem Ort Mühlberg zwischen Erfurt und Arnstadt liegt die Mühlburg, eine der drei Burgen des Thüringer Burgenensembles "Drei Gleichen".  Zusammen mit der Burg Gleichen und der Veste Wachsenburg prägt sie seit Jahrhunderten das Landschaftsbild der Region.

Der Turm hat eine Höhe von 22 Meter. Zur Burg gehört auch ein 56 m tiefer Brunnen.  +++++  Foto: Eckhard Griebel, Suhl
Die Mühlburg gilt als die älteste der drei Burgen. Ihre Ursprünge reichen in das frühe Mittelalter zurück, erstmals urkund-lich erwähnt wurde sie im Jahr 704 als "Castello Muhlenberge".

Durch ihre erhöhte Lage hatte sie eine wichtige strategische Bedeutung und diente der Kontrolle der Handelswege zwischen Erfurt und dem Thüringer Raum.

Im Mittelalter wurde die Anlage mehrfach erweitert. Ais einer frühen Befestigung entstand eine wehrhafte Höhenburg mit Ringmauer, Vorburg, Wirtschaftsgebäuden und einem mächtigen Bergfried.
Innerhalb der Burg befanden sich Wohnbereiche, eine Kapelle und Gebäude für die Versorgung der Bewohner.
Die Verbindung zu den "Drei Gleichen" entstand durch eine bekannte Sage:
Im Jahr 1231 sollen nach einem gewaltigen Gewitter alle drei Burgen gleichzeitig von Blitzen getroffen worden sein und wie brennende Fackeln geleuchtet haben. Historisch belegt ist diese Ereignis nicht, doch die Geschichte machte die drei Burgen weithin bekannt.

Ihre Bedeutung verlor die Mühlburg nach dem Mittelalter. Besonders der Dreißigjährige Krieg und die veränderten militärischen Bedingungen führten dazu, dass die Burg nicht mehr Dauerhalt genutzt wurde. Sie verfiel nach und nach und wurde zur Ruine.

Im 20. Jahrhundert begannen Sicherungen der Anlage. Der Bergfried wurde restauriert und als Aussichtsturm zugänglich gemacht. Heute ist die Mühlburg ein bedeutendes Denkmal Rhüringens und ein beliebtes Ausflugsziel.



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