Donnerstag, 19. Februar 2026

Wie wäre es mit einem Ferienausflug in den Thüringer Wald?

 



Der Thüringer Wald ist zu jeder Jahreszeit schön, aber im Winter, da ist er was ganz Besonderes. Viele kommen dann mit Skibrettern und Rodelschlitten, genießen den Schnee und die schöne Aussicht auf umliegende Dörfer und Erhebungen mit Türmen und Hütten. Auch so manches Tier sieht man im Winter durch den Wald huschen. Unsere Fotografen Veronika und Eckhard Griebel suchten sich ihre schönen Motive in den Wäldern nahe Suhl.

Dienstag, 17. Februar 2026

Bauden prägen den Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist reich an traditionsreichen Bauden - eine genaue Zahl gibt es zwar nicht, doch es sind mehrere Dutzend im gesamten Waldgebiet. Entlang bekannter Wege wie dem Rennsteig dienen sie Wanderern und Ausflüglern als beliebte Einkehr- und Rastorte.

Eine sehr schöne Baude befindet sich unweit von Suhl: Die Hütte am Rimbachbrunnen. Vom Bahnhof Suhl bis zur Hütte läuft man etwa 1,5 Stunden. Es erwartet den Wanderer ein nettes Plätzchen zum Rasten, es gibt einen schönen Ausblick von hier oben, und herzhafte Kleinigkeiten halten die Gastgeber auch bereit.  (Fotos: Veronika und Eckhard Griebel, Suhl)
Foto: kahbox.de
Auch eine wunderschöne vereinsgeführte Baude auf dem 866 Meter hohen Ruppberg bei Zella-Mehlis, aber lesen Sie selbst. Bitte klicken Sie! 

Viele Bauden bieten regionale Küche, manche auch einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Darüberhinaus sind sie Treffpuunkte für Einheimische und Gäste - und damit ein fester Bestandteil der lebendigen Kultur in Thüringen.


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Samstag, 14. Februar 2026

Karneval in Haarhausen - Gemeinschaft und Tradition

Wenn in Deutschland die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht, dann richten sich die Kameras auf die großen Bühnen des Frohsinns: Kölner Karneval, Mainzer Fastnacht oder Düsseldorfer Karneval.
Haarhäuser Carnevals Verein


Doch nur wenige Kilometer weiter, in vielen Dörfern des Landes, spielt sich Karneval ganz anders ab. Hier steht der Nachbar, die Lehrerin oder der Mann von der Freiwilligen Feuerwehr in der Bütt. Die Pointen treffen nicht die große Politik in Berlin oder Brüssel, sondern die Ereignisse im Dorf, die Schlaglöcher in den Dorfstraßen oder die Eigen-heiten der Dorfverwaltung.
Der Unterschied zeigt sich nicht nur in der Größe, sondern vor allem im Gefühl. Anonymität in der Großstadt, aber im Dorf kennt man sich, lacht miteinander, Insider-Witze zünden, weil jeder die Hintergründe kennt, und der Applaus gilt nicht nur der Darbietung, sondern auch der Person auf der Bühne. Der kleine Saalkarneval stiftet Identität, ist ein Fest, bei dem das Dorf sich selbst feiert.
Und vielleicht liegt genau darin der besondere Zauber, wenn am Abend alle gemeinsam schunkeln, lachen, singen und tanzen, dann ist Karneval nicht nur Tradition, sondern gelebter Zusammenhalt.
Genau das ist es, was mich seit 10 Jahren immer wieder nach Haarhausen zum Saalkarneval zieht. Seit mehr als 50 Jahren sprühen hier die närrischen Funken der fünften Jahreszeit. Der Karneval in Haarhausen zeichnet sich durch lokale Verbundenheit, kreative Mitwirkung und generatiosübergreifenden Frohsinn aus. Hier feiern die Menschen nicht nur ein Fest, sie pflegen eine Tradition, in die jede Familie und jeder Verein seine persönliche Note einbringt.
Über 200 Akteure sind an Büttenabenden, Seniorenveranstaltungen, Kinderfaschingstreffen und Weiberfastnacht beteiligt. Von super jung bis super erfahren engagieren sich Omas, Opas, Enkel, Söhne, Töchter, Väter und Mütter für "ihren Haarhäuser Carneval"! Man merkt es immer wieder, wieviel Spielspaß und Freude alle haben. Von dem wochenlangen Fleiß vor den Auftritten wissen nur die Wenigsten, aber alle sehen und hören, mit welcher Professionalität die zahlreichen Auftritte absolviert werden: Die Tanzgruppen begeistern und müssen immer wieder Zugaben geben, die Büttenauftritte mit Opa und Enkel oder Enkelin erzeugen oft Lacher in "Dauerschleife", und die Tänze und Sporteinlagen der Jungs und Männer werden bestaunt und bewundert.

Vier Stunden dauerte das spritzige, abwechslungsreiche Programm 2026. Wie im Flug verging die Zeit, und wenn ich ehrlich bin, ich hätte das Ganze auch gern gleich noch einmal gesehen. 
Die "Rossbachlerchen" mit ihren stimmungsvollen Liedern bildeten auch in diesem Jahr den krönenden Programmabschluss, und wenn dann der ganze Saal zum Lied "Wir fahren mit dem Fahrrad nach Röhrensee" singt, tanzt und klatscht, weiß man: Nun ist das wunderbare Programm des "Haarhäuser Carneval Vereins" (HCV) zu Ende. Und so mancher Akteur und Übungsleiter denkt vielleicht schon, wie man im kommenden Jahr das Publikum verzaubern kann.


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Freitag, 9. Januar 2026

Wer hier steht, der hat Thüringens höchsten Punkt erreicht


Der Schneekopf bei Gehlberg ist mit 978 Metern die zweithöchste Erhebung im Thüringer Wald. Der Schneekopf ist vulkanischen Ursprungs. Wanderer haben hier schon öfters eine der bekannten Schneekopfkugeln gefunden, die im Inneren Kristalle (Achate) ausbilden.

Der Aussichtsturm auf dem Schneekopf wurde 2008 erbaut. Wer die Aussichtsplattform besteigt, der hat mit 1001,11 Metern den höchsten Punkt Thüringens erreicht.
Der 25 Meter hohe Fernmeldeturn steht neben dem Aussichtsturm. In der DDR wurde er von der SED des Bezirkes Suhl als Richtfunkzentrale genutzt.
Der Schneekopf ist heute ein beliebtes Ausflugsziel der Thüringer. Wanderer kommen zu jeder Jahreszeit auf den Berg und genießen von der Aussichtsplattform den Blick weit ins Land.
(Fotos & Video: bahnhof-erfurt.de)
Von hier oben kann man bei guter Sicht die Rhön, das Thüringer Becken, den Ettersberg bei Weimar und Oberhof sehen. Ja, und bei superguten Sichtverhältnissen blickt man bis zum Brocken im Harz oder zum Schneeberg im Fichtelgebirge.
Doch im Winter sind es vor allem die Langläufer, die hier um und über den Berg ihre Runden drehen. Loipe um den Schneekopf.


In der DDR wurden der Berg und sein Umfeld zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Der 1852 erbaute achteckige Aussichtsturm auf dem Schneekopf wurde am 18. August 1970 gesprengt. 
Erst nach der Wende im Jahre 1989 durften die Menschen wieder die Aussicht von diesem Berg genießen. Der Schneekopf wurde wieder für jedermann frei zugänglich!
Jährlich am ersten Wochenende im Juli feiert man seit 1999 das Schneekopf-Gipfeltreffen. Dieses Volksfest beginnt mit einer Stern- wanderung zum Gipfel.





Die "Neue Gehlberger Hütte" auf dem Schneekopf wurde 2009 eröffnet. Sie ist  die höchstgelegene bewirtschaftete Hütte im Thüringer Wald.



Dienstag, 6. Januar 2026

Winter in Thüringen - Hier erfahren Sie alles über die Wintersportbedingungen im Thüringer Wald


24 Stunden am Tag erreichen Sie das Thüringer Schneetelefon. Kostenlos können Sie dort die Wintersportbedingungen in den Orten des Thüringer Waldes erfahren. 
0800 7236488

Die Thüringer Wintersportorte mit ihren Abfahrtshängen, Rodelbahnen, Eisbahnen, Langlaufloipen sind auch in diesem Jahr über gut gebucht. Jetzt wo in vielen Orten auch genügend Schnee liegt bekommt man kaum noch ein Bett. 

Über die Schneehöhen können Sie sich natürlich auch im Internet informieren: Hier klicken!


Dieses schöne Winterfoto machte  Eckhard Griebel in seiner Heimat Suhl-Heidersbach.
Klicken Sie auf die Bilder und sehen Sie alles groß!

Montag, 5. Januar 2026

Schönes Thüringen: Schneekopf, Wielandgut, Schloss Kromsdorf, Veste Wachsenburg

Thüringens höchster Berg im Thüringer Wald war zu DDR-Zeiten nicht zugänglich.
Militärisches Sperrgebiet!
Dank des Turmes misst der Schneekopf im Thüringer Wald 1001 Meter und ist somit Thüringens einziger Tausender.
In dem Ort Oßmann-stedt bei Weimar be-findet sich das einst von Christoph Martin Wiel-and (Dichter der deut-schen Aufklärung) von 1797 bis 1804 genutzte Gut.
Im angrenzenden Park sind die Gräber von Wie-land und seiner Ehefrau Sophie Brentano.
Vor Wieland (von 1762 bis 1775) nutzten die Herzogin Anna Amalia und ihre Söhne das Anwesen als Sommersitz.
Von Ende März bis Ende Oktober können die
Räumlichkeiten täglich außer dienstags von 10
bis 18 Uhr besichtigt werden.
Christoph Martin Wieland (1733 bis 1813) zählt zu den erfolg- reichsten Schriftstellern des 18. Jahrhunderts und erwarb sich bleibende Verdienste.
Steinbüsten von Herzögen, Königen und Kaisern vergangener Zeiten zieren viele Nischen der Schlossbegrenzung des Kromsdorfer Schlosses.

Die Veste Wachsenburg ist eine der Drei Gleichen. Die Burg, die seit 1966 ein Hotel beherbergt,  ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Burg hat man einen einzigartigen Rundblick über das Thüringer Becken. 1651 baute man für die Burg einen 93 Meter tiefen Brunnen.

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Dienstag, 25. November 2025

Rote Bank mahnt in Meiningen

Mancher blickt vielleicht verwundert: In der Meininger Georgstraße steht eine knallrote Sitzbank. Die Stadt beteilgt sich damit an der weltweiten UN-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
So steht auf der Bank auch „Hier ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen“. Ein QR-Code leitet zur Website der Gleichstellungsbeauftragten mit Hilfsangeboten.
Auch Altenburg, Heiligenstadt, Jena und viele Städte in ganz Europa haben bereits rote Bänke aufgestellt. Die Hingucker sollen das Thema häusliche Gewalt sichtbar machen.
Die erste rote Bank wurde 2016 in Italien aufgestellt. Von dort hat sich das Symbol weltweit verbreitet. Foto: kahbox.de


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Dienstag, 4. November 2025

DerThüringer war auf Reisen und entdeckte Deutschlands letzte regelmäßige Postkutschenlinie

Ja, es gibt sie noch,  die gute alte Postkutsche, die Reisende von einem Ort zum anderen bringt. In Bad Kissingen startet vier Mal wöchentlich solch eine große gelbe Kutsche, die von vier kräftigen Pferden gezogen wird,  auf der letzten regelmäßig befahrenen Postkutschenlinie der Deutschen Post.
Zwei Ziele werden angefahren:  Sonntags geht es nach Bad Bocklet und donnerstags, freitags und sonnabends steht das Schloss Aschach im Fahrplan. 

Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 25 Euro. 

Die romantische Fahrt durch das Tal der fränkischen Saale dauert immer eine Stunde. Mit dem Auto allerdings benötigt man gerade mal 15 Minuten. 

Aber der Reiz einer Postkutschenfahrt liegt wohl im gemächlichen Reisen durch Wälder, Wiesen, Auen und Dörfer. Und wenn dann auch noch der Postillion in sein Horn bläst, dann kehrt man in Gedanken ein bisschen in die Vergangenheit zurück.

Manch einer summte da auch schon mal "Hoch auf dem gelben Wagen", jenes Lied, das der Thüringer Rudolf Baumbach 1879 schrieb und das Deutschlands Bundespräsident Walter Scheel  so erfolgreich sang.


Neun Personen haben in der geräumigen Postkutsche Platz. 
Übrigens hatte diese Postkutschenlinie 1939 ihre Jungfernfahrt.

Der Krieg führte zur Einstellung des Linienverkehrs, bis 1950 die erste Kutsche wieder rollte.

Klar, die offizielle Postkutschenzeit ist mittlerweile längst vorbei, aber als touristische Attraktion ist der vierspännige gelbe Wagen mit Kutscher und Postillion unschlagbar.

Falls Sie mehr erfahren wollen oder auch mal eine Reise per Kutsche mögen, dann klicken Sie HIER.


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Montag, 3. November 2025

DerThüringer war auf Reisen und besuchte Mitteldeutschlands höchsten Berg

Der Volksmund nennt ihn Blocksberg und will wohl darauf anspielen, dass sich hier immer noch Hexen herumtreiben. Der Brocken (1141,2 m) im Hochharz im Nationalpark Harz gelegen, unweit von Wernigerode, ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Der Ort extremer Wetterbedingungen liegt oberhalb der natürlichen Waldgrenze. Sein Klima entspricht den alpinen Lagen in 1600 bis 2200 Meter Höhe. 
Klicken Sie auf das Panorama-Bild und erleben Sie alles viel größer!
Bei guten Sichtbedingungen kann man vom Brocken aus weit ins Land schauen.

Unter anderem sieht man den Petersberg bei Halle/Sa., den Großen Inselsberg im Thüringer Wald, das Rothaargebirge, die Rhön, das Weser- bergland und den Fichtelberg.

Aber wer das sehen will, der muss Glück haben, denn im Durchschnitt gibt es 306 Nebeltage auf dem Brocken. Der Brocken gilt als der nebelreichste Ort Europas. So ein Erlebnis muss wohl auch der Dichter Heinrich Heine gehabt haben, der angeblich 1824 ins Brocken-Gipfelbuch geschrieben haben soll: "Viele Steine, müde Beine, Aussichten keine, Heinrich Heine." Klingt lustig, aber belegt ist es nicht. Belegt ist allerdings, dass der Brocken mit jährlich zwei Millionen Besuchern Sachsen-Anhalts größter Touristenmagnet ist.
Als Student durchwanderte 1824 Heinrich Heine den Harz. Von Göttingen aus über den Brocken nach Isenburg führte sein Weg. Seine Eindrücke von dieser Tour schrieb er in seinem Buch "Die Harzreise".

Goethe besuchte erstmals am 10. Dezember 1777 den Brocken. Drei Mal war er insgesamt auf dem Berg, der auch sein Meisterwerk "Faust" (Walpurgisfeier auf dem Brocken) prägte.

Die mit Dampfloks betriebene Brockenbahn ist zweifelsfrei ein Highlight für die vielen Brockenbesucher. Am 23. März 1899 fuhr der erste Zug von Schierke aus zum Brocken. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde allerdings der Personenverkehr eingestellt. Im Brockenbahnhof wurden Grenzsoldaten untergebracht und die Bergkuppe, von einer 3-Meter-Betonmauer umgeben,  galt als Sperrgebiet.
Sowjetische Soldaten und Stasi-Leute betrieben auf dem Brocken riesige Abhöranlagen, die in den Westen gerichtet waren. Erst nach der Wende wurde der Brocken wieder für jedermann zugänglich und die beliebte Brockenbahn nahm nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten am 1. Juni 1992 wieder ihren Betrieb auf.
Klicken Sie auf das Foto um es zu vergrößern.
                                              


Wetterstation, Hotel, botanischer Garten, Gaststätte, den Bahnhof der Schalspurbahn, Sendeanlagen, ein Museum sowie eine riesige Sonnenuhr findet man heute auf dem höchsten Berg Mitteldeutschlands.

Webcam zum höchsten Punkt des Brockens.  +++++  Webcam zum Bahnhof Brocken.

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Sonntag, 2. November 2025

Wanderziel Salzquelle in Sülzenbrücken

Thüringen ist schön! Thüringen ist ideal zum Wandern und Radfahren. Im Thüringer Land gibt es steile Berge und sanfte Hügel, viel Wald, saftige blühende Wiesen, viele Burgen und Schlösser und natürlich viele Tiere von groß bis klein. Kurzum, wer nach Thüringen kommt, der kann was erleben und das egal, wie prall sein Geldbeutel gefüllt ist. 

Vor allem die Erfurter und jene, die noch näher dran sind, lieben das Drei-Gleichen-Gebiet mit seinen imposanten drei Burgen und dem gemütlichen Weg auf einem Höhenzug (Gustav-Freytag-Weg), der zwei der Burgen verbindet.
Neben den bekannten drei Burgen und ihrem ganzen sehenswerten Drum und Dran sind es wohl auch die "Kleinigkeiten", die so manchen Wanderer oder Rad- fahrer hierher locken.

Die bunten Wiesen mit zahl- reichen Orchideenarten, die Karstquelle Spring in Mühlberg oder die unweit von Sülzen- brücken plätschernde nun schon über 1500 Jahren alte Salz- quelle, die man hunderte von Jahren zur Salzgewinnung in der Region  nutzte.
Warum da salzhaltiges Wasser viele Jahre aus der Erde kam, ist auf einer Schautafel beschrieben. Grund- und Quellwasser haben wohl Salzlager ausgewaschen und es an die Oberfläche gebracht. Heute, so auf der Schautafel zu lesen, fördert die Quelle nur noch Süßwasser. Mögliche Ursachen werden für Wissbegierige erklärt.
2018 haben Heimatfreunde das Gebiet rund um die Quelle hübsch gemacht.

Pflanzen wie Seggen, Saugrasgewächse, Salzbinsen finden in den Salzwiesen günstige Lebensbedingungen.

Aber auch eine reichhaltige Fauna kann hier beobachtet werden:

131 Vogelarten, 41 Schneckenarten und 121 Laufkäferarten und viele Insekte
n wurden hier von Naturkundlern bereits entdeckt.
Vielleicht ist ja die Salzquelle in Sülzenbrücken Ihr nächstes Wanderziel? Nehmen Sie sich einen Picknick-Korb mit! An der Quelle ist es schattig und man findet einen bequemen Sitzplatz am rauschenden Wasser.


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Donnerstag, 30. Oktober 2025

Petersilie-Orgel erklingt im Eichsfeld

Nun klingt in Streitholz bei Heiligenstadt das Instrument der Instrumente wieder: Die Petersilie-Orgel aus dem Jahr 1886 war zehn Monate lang ausgiebig in der Kur.  Damit steht ein wirklich einmaliges Instrument wieder für Konzerte zur Verfügung.

Bekannt ist die Konstruktion von Friedrich Erdmann Petersilie für seinen besonders warmen, vollen Klang. Die Kegellade-Orgel bietet 640 Pfeifen und zehn klingende Register.  
Foto & Text: kahbox.de
Ein eigens gegründeter gemeinnütziger Verein hat die Restaurierung mehrere Jahre vorbereitet und umgesetzt. Die Kosten von rund 120.000 Euro wurden mit EU-Mitteln und Spenden gestemmt.
Vergrößern?  Fotos anklicken!
Zu erleben ist die Orgel in der katholischen Kirche St. Johannes der Evangelist https://pfarrei-siemerode.de/ in Streitholz.


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Freitag, 24. Oktober 2025

Thüringer Moore: Schatzkammer der Natur und touristische Highlights

In der Vergangenheit galten Moore als furchteinflößende Orte. Die oft nebelverhangene Umgebung in Moorgebieten und die besondere Stille förderte die Vorstellung, dass dort Geister, Irrlichter, Elfen oder andere unheimliche Wesen lebten. Die Angst, im Moor zu versinken, war weit verbreitet. Obwohl ein vollständiges Versinken auf Grund der Dichte des Torfs unmöglich ist.
Das Schwarze Moor in der bayrischen Rhön am Dreiländereck zu Hessen und Thüringen. Es ist ein wichtiges Naturschutzgebiet und als Kernzone des Biosphärenreservats Rhön streng geschützt.
Die Mythen um Moorlandschaften spielen heute keine Rolle mehr. Unser Blick hat sich verändert.

Moorlandschaften sind vor allem Lebensräume für zahlreiche bedrohte Tiere und Pflanzen. Und auch das wissen wir: Moorlandschaften tragen erheblich zur Klimaregulierung bei. Ein Hektar Moor speichert 700 Tonnen CO2.

Moore sind Feuchtgebiete, in denen dauerhaft Wasser steht und abgestorbene Pflanzen kaum verrotten - so entsteht Torf.

In Deutschland bedecken Moore heute nur noch fünf Prozent der Landfläche, ursprünglich waren es rund zehn Prozent.

Man unterscheidet Hochmoore (nur vom Regenwasser gespeist) und Niedermoore (vom Grund- oder Flusswasser beeinflusst).

Viele ehemalige Moore wurden entwässert und landwirtschaftlich genutzt. Heute versucht man vielerorts, Moore wieder zu vernässen, um sie als wertvolle Kohlenstoffsenker und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten.
In Thüringen sind Moore eher selten, aber sie kommen vor und bedecken etwa 1200 Hektar. Die wichtigsten und bekanntesten Moore Thüringens sind: das Vessertalmoor bei Schmiedefeld am Rennsteig, das Große und Kleine Rinntalmoor bei Oberhof, das Rote Moor und das Schwarze Moor in der Rhön sowie Moorgebiete bei Frauenwald und Neustadt am Rennsteig. Sehenswert sind alle diese Moorlandschaften, die man auf Holzstegen und Lehrpfaden erkunden kann.

Fotos: kahbox.de
Die Fotos entstanden im Schwarzen Moor.  Es ist heute eines der größten und besterhaltensten Hochmoore Mitteleuropas.
Schwarzes Moor:  66 ha groß, entstand nach der letzten Eiszeit.
Für Besucher ist das Schwarze Moor über einen 2,5 Kilometer langen Rundweg erschlossen. Viele Informationstafeln erklären die Entstehung und die Tier- und Pflanzenwelt. Vom Aussichtsturm kann man die Moorfläche gut überblicken. Jährlich zählt diese bedeutende Moorlandschaft zirka 140 000 Besucher.


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Sonntag, 21. September 2025

Im Thüringer Zoopark Erfurt kann man seinem Lieblingstier ganz nah sein

Begleitet durch das Tierpflegerteam kann man jetzt mit seinem Lieblingstier im Thüringer Zoopark Erfurt auf Tuchfühlung gehen. Einige Tiere dürfen gefüttert werden, bei anderen ist man beim Training dabei, und manche darf man sogar streicheln.
Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Es geht hinter die Kulissen bzw. auf die Anlage. Da die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihre Tiere am besten kennen – ihre Lebensweise, Bedürfnisse, Fressgewohnheiten, aber auch charakterliche Merkmale, – erfährt man spannende Fakten sowie individuelle Informationen aus erster Hand.

Je nach Tierart dauert die Begegnung zwischen 20 und 30 Minuten. Bis zu vier Personen - je nach Tierart - können daran teilnehmen. Die Preise variieren zwischen 50 und 120 Euro.

Es wird eine Anmeldung mindestens vier Wochen im Voraus empfohlen. Interessierte können sich direkt telefonisch unter 
0361 655 4161 melden oder eine Mail an zooschule@erfurt.de senden.

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Samstag, 20. September 2025

Archäologisches Freiluftmuseum im Norden Thüringens: Funkenburg in Westgreußen

Die Funkenburg Westgreußen ist ein archäologisches Freilichtmuseum und rekonstruierte eine germanische Wehrsiedlung. Die Siedlung wurde in den 1960er Jahren am Ostrand des Dorfes Westgreußen entdeckt.

Von 1974 bis etwa 1980 wurden systematische Ausgrabungen durchgeführt, bei denen zahlreiche Gebäude, Gruben, Speicher, Öfen, Wälle, Palisaden und Gräben dokumentiert wurden. Insgesamt dürfte das Siedlungsgebiet etwa 2,5 Hektar groß gewesen sein.

Die ursprüngliche Besiedlung erfolgte in der vorrömischen Eisenzeit etwa ab dem 3. Jahrhundert vor Chr. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass das Gebiet möglicherweise schon viel früher genutzt wurde. Die ältesten Funde gehören zur Jungsteinzeit (4. Jahrtausend v.Chr.).

Man findet auch Grubenhäuser,
Backöfen, Gärten und  Felder im 
Freilichtmuseum
Links: Wehrturm. Diente Rundumsicht und
Verteidigung.

Mitte: Langhaus. 14 Meter x 8 Meter, war das
 Zentralgebäude in der Gründungsphase der
Funkenburg. Es diente als Wohnsitz.

Rechts: Stelzenspeicher. Die erhöhte Lagerung
 bot Schutz vor äußeren Einflüssen wie Tierfraß
In den 1990er Jahren erfolgte auf Initiative eines örtlichen Vereins und in Zusammenarbeit mit archäologoschen Denkmalbehörden eine Rekonstruktion der Anlage. Diese umfasste Vorburg und Hauptburg mit Wehrwällen, Gräben, Palisaden und Türmen sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Das Gelände ist von Ostern bis Oktober geöffnet. Es gibt Führungen, einen Audioguide, Veranstaltungen, wie historische Handwerkerwochen, und Feste. 

Die rekonstruierte germanische Wehrsiedlung bietet Schulklassen spannende Einblicke in das Leben der Eiszeit. Die Objektleitung bietet auch Mitmachaktionen an wie Getreide mahlen, Brot backen, Töpfern, Weben, Feuer entfachen. Perfekt für Projekttage und praxisnahes Lernen. Weitere Infos und Buchung gibt es hier!



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Sonntag, 14. September 2025

Skywalk Sonnenstein: Nervenkitzel über dem Eichsfeld

Der Begriff "Skywalk", zu deutsch Himmelsgang, ist spätestens seit 2007 in aller Munde. Damals eröffnete man die hufeisenförmige, freitragende Glasplattform am Grand Canyon West. 21 Meter ragt diese "Aussichtsbühne" über den Rand des Canyons hinaus und ermöglicht so aus 1200 Metern Höhe einen atemberaubenden Panoramablick sowie den Blick auf den Canyonboden, der vom Colorado River an dieser Stelle durchzogen wird.

Aber nicht nur mit Glasböden bestückte Aussichtsplattformen, die in das Nichts hinausragen, bezeichnen wir in Deutschland als Skywalk. Auch Baumkronenpfade und Hängebrücken werden oft so genannt. 
Skywalk Sonnenstein






Wir Thüringer haben ein bisschen Grand-Canyon-Feeling, denn einen Skywalk in Miniatur kann man auf dem Sonnenstein in 486 Meter Höhe unweit der Gemeinde Holungen im Eichsfeld erleben.

Der Aussichtspunkt "Sonnenstein" erhielt 2017 mit dem Skywalk etwas ganz Besonderes. Der spektakuläre Stahl-Glas-Steg ist 14 Meter lang, von denen 9 Meter freischwebend über die Klippe hinausragen. Der Boden ist durchsichtig. Beim Blick nach unten scheint der Boden sich unter den Füßen langsam aufzulösen.

Die zwei Fußwege vom Parkplatz gehen steil oder gemächlich nach oben. Die Gehzeit beträgt je nach gewählter Route 15 bis 30 Minuten. 

Parkplatz und Skywalk können übrigens kostenlos genutzt werden.

Der Ausblick vom Skywalk Sonnenstein ist weit und bewegend:



Im Norden sieht man den Harz und den Brocken, im Osten das Kyffhäusergebirge. Im Süden kann man bis zum Ohmgebirge blicken und im Westen bis zur Goldenen Mark.
An den Wochenenden sind es recht viele, die einmal hier von oben die Natur und die weite Sicht genießen wollen. Wer mit dem Auto kommt, der sollte ins Navi folgende Adresse eingeben: Sonnenstein 2A, 37345 Holungen



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Mittwoch, 10. September 2025

Blick über Worbis in Richtung Ohmgebirge

Worbis, die rund 5000 Einwohner zählende Ortschaft im Landkreis Eichsfeld, ist ein Teil der thüringischen Mittelstadt Leinefelde-Worbis, die am 16. März 2004 aus den beiden Städten Leinefelde und Worbis entstand.

Foto: Katja Funke

Die Gemeinde liegt in einer hügligen Landschaft, im Norden begrenzt vom Ohmgebirge und im Süden vom Dün. Durch den Ort führt die Deutsche Fachwerkstraße. 

Bekannt wurde Worbis auch durch den 8,5 Hektar großen alternativen Bärenpark, der 1997 eröffnet wurde. Er bietet Wildtieren, wie Bären und Wölfen, aus schlechter Haltung ein neues, artgerechtes Zuhause in großen Freianlagen, in denen sie ihre natürlichen Instinkte ausleben können. Der Bärenpark Worbis, der erste seiner Art in Deutschland, vereint Tierschutz mit Aufklärungsarbeit, indem er Besuchern ein pädagogisches Programm zur Aufarbeitung von Tierleid und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet. Neben Bären kann man dort auch Wölfe und Luchse bestaunen.

Worbis ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Fachwerkstadt Duderstadt zu besichtigen, das Grenzlandmuseum Teistungen oder das Bergbaumuseum in Holungen zu besuchen.

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