Dienstag, 15. August 2017

Erfurter Stadtbefestigungsanlage Zitadelle Petersberg

Mitten im Erfurter Stadtzentrum, vis-à-vis des prächtigen Kirchenensembles von Dom und Severikirche, befindet sich der 231 Meter hohe Petersberg mit einer über 350 Jahre alten Zitadelle. 
Die Zitadelle Petersberg, eine barocke Festungsanlage, ist ein herausragendes Denkmal der europäischen Festungskultur und besticht im Be- sonderen durch ihre Größe und ihren guten Erhaltungszustand.

Als Zwingburg gegen die Stadt im neuitalienischen Stil errichtet. Die Festung sollte das Kurfürstentum aber auch vor Angriffen der protestantischen Mächte schützen.
Der Kern der Zitadelle wurde von 1665 bis 1707 angelegt und in Etappen bis 1868 aus- und umgebaut.
Die Mauern, welche die Festung umgeben, haben eine Gesamtlänge von 2 Kilometern und sind bis zu 21 Meter hoch.

Bis 1963 regierte hier auf dem Petersberg mit kurzen Unterbrechungen das Militär. Es waren Soldaten der Schweden, der Franzosen unter Napoleon, der Preußen, der Deutschen Wehrmacht, der Kasernierten Volkspolizei und der Nationalen Volksarmee der DDR hier untergebracht.
Heute gehört das Gelände der Öffentlichkeit. Das Land Thüringen und die Stadt Erfurt begannen 1990 mit umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Links: Lageplan der Zitadelle Petersberg. Klicken Sie auf alle Bilder zur Vergrößerung. 
Das  Panoramafoto zeigt einen Blick über das östliche Erfurt.
Peterstor. Von 1666 bis 1668 war dies das Haupttor der Zitadelle. Heute befindet sich hier eine kleine militärhistorische Ausstellung.
Auf dem Petersberg befindet sich auch ein kleiner Weinberg, der die viele Jahrhunderte währende Tradition des Weinbaus in Erfurt symbolisieren soll.
Es ist im Gespräch, im Rahmen der Bundesgartenschau 2021 eine moderne Beförderungsanlage vom Domplatz zum Petersberg zu bauen. Unter anderem könnte dies eine Seilbahn sein, aber auch an einen Fahrstuhl denken die Initiatoren. Doch bislang gibt es dazu noch keine Entscheidung.


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