Samstag, 24. April 2021

BUGA 2021: So schön ist der Ausstellungsstandort Petersberg geworden

Der Petersberg (231 m hoch) im Zentrum der thüringischen Landeshauptstadt  beherbergt eine der größten barocken Stadtbefestigungsanlagen Mitteleuropas. Im Inneren der Zitadelle Petersberg kann man nun auch mit der Peterskirche die einst größte romanische Klosterkirche Thüringens besichtigen. 

Doch in diesem Jahr lockt die Besucher wohl auch die Blütenpracht auf den Petersberg, der offiziell das zweite BUGA-Ausstellungsgelände in Erfurt ist.

Montag, 19. April 2021

Erfurter Zootiere nutzen Lockdown für Familienplanung

Der Thüringer Zoopark Erfurt ist in freudiger Erwartung. Denn die derzeitige Lockdownphase wird bei den Zootieren rege genutzt, um Nachkommen zu zeugen. Jetzt, wo der Zoo seine Pforten wieder öffnen darf, kann man das eine oder andere Jungtier auch schon begutachten. 
Das Zebrafohlen Amani erblickte im Dezember 2020 das Licht der Welt. Zeit zum Einleben hatte auch Nashornbulle und waschechte Puffbohne Tayo, der im November 2020 geboren ist. Unsere Augustkinder Elefantenkalb Ayoka und die jungen Löwen Saba, Zuri und Jasuri kennen hingegen schon den alltäglichen Publikumsverkehr, wenn nicht gerade pandemiebedingt der Zoo zu hat.
Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Nahezu immer auf dem Sprung und ständig trächtig sind die Kängurus. Gleich zwei Bennett-Kängurus tragen einen Joey im Beutel – so heißen die blinden, unbehaarten Kängurujungen im Fachjargon. Bei den Kängurus entwickeln sich die Embryos im Beutel und somit außerhalb des mütterlichen Körpers. Mit sechs Monaten wagen sie einen ersten Blick über den Beutelrand. Entspringt ein Jungtier, weil es vollständig entwickelt ist, macht sich auch schon der nächste Nachwuchs für die Entwicklung bereit. Auch bei Riesenkänguru Filou raschelt es im Beutel – wer der Vater ist, kann jedoch nicht genau gesagt werden. Vaterschaftstests werden hier nicht gemacht. Vier Jahre lang wollte die Zeugung von Joeys nicht klappen. Woran es lag, weiß niemand. Um dem Glück auf die Sprünge zu helfen, sind gleich zwei neue Böcke in den Erfurter Zoo gezogen, keiner von beiden konnte oder wollte Filou decken – mit Ruhe und Geduld hat es schlussendlich doch geklappt. 

 

Auch auf dem Bauernhof ist gerade Tragzeit. Demnächst werden dort Zicklein, Lämmer und Kälber geworfen und wenn alles gut geht, gibt es auch im Frühsommer ein neues Eselfohlen zu bestaunen. Der Thüringer Zoopark ist ein Archehof für bedrohte Nutztierrassen. Sowohl die Thüringer Waldziegen als auch die Hinterwälder Rinder sind stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Erfreulicherweise sind gleich alle drei Hinterwälder Kühe Gerda, Hilde und Gretel tragend – sie wurden im Mai 2020 besamt.
Berberaffendame Peaches wird voraussichtlich im Mai 2021 ein Junges zur Welt bringen. Auch die Herden der Trampeltiere, Bisons und Yaks werden bis Sommer 2021 mit jeweils mindestens drei Jungtieren vergrößert. 

Falls Sie über Twitter auf diesen Artikel gekommen sind, dann klicken Sie hier!

Montag, 12. April 2021

In Weimars einziges Hochhaus zog wieder Leben ein

Der „Lange Jakob“ ist das höchste Haus der Weimarer Innenstadt am Jakobsplan 1. Das zentral gelegene Studentenwohnheim liegt gleich beim Einkaufszentrum Atrium. Jetzt wurde es komplett saniert.
Alle Zimmer sind nun barrierefrei und per Aufzug bequem erreichbar.  
Fotos: www.thueringen-suchmaschine.de

Der Komplex bietet Appartements für 350 Studenten. Sie leben dort für 264 Euro bis 333 Euro monatlich, inklu- sive Heizung, Strom und Internet sowie atemberaubender Aussicht. Klicken Sie!
Der DDR-Plattenbau wurde 1972 errichtet, damals für sagenhafte 1.000 Studenten. Bei der Sanierung stellte sich heraus, dass vielfach mangelhaft gebaut worden war. Die Erneuerung wurde deshalb deutlich aufwändiger und teurer. Letztlich zahlten das Studierendenwerk Thüringen und das Land Thüringen fast 20 Millionen Euro.




Falls Sie über Twitter auf diesen Artikel gekommen sind, dann klicken Sie hier!

Dienstag, 6. April 2021

Die Wildpferde von Nohra

Ein Freund nahm mich kürzlich mit nach Nohra, wollte mir die Wildpferde zeigen, die dort im 160 Hektar großen Landschaftspark leben, welcher bis zur Wende den sowjetischen Streitkräften in der DDR als Hubschrauberbasis diente. 

Vom Parkplatz des kleinen Hotels am Landschaftspark waren es nur ein paar Schritte bis zur riesigen Koppel,  auf der die wilden Pferde (Konik-Ponys) seit vielen Jahren ganzjährig leben. Ein paar Möhren lockte eine ganze Schar von ihnen in unsere Nähe. So konnten wir schöne Bilder von diesen robusten, menschenfreundlichen Ponys machen.
Fotos: bahnhof-erfurt.de
In der einschlägigen Literatur erfährt man, dass es wohl echte ursprüngliche Wildpferde gar nicht mehr gibt. Die auf der Welt freilebenden Pferde teilen sich ihre DNA mit verschiedenen Hauspferderassen und gelten daher als verwilderte oder ausgewilderte Hauspferde. Selbst bei den lange Zeit als "echte" Wildpferde gehandelten PRZEWALSKI-Pferden in der Mongolei wurde nun eine Verbindung zu Hauspferden nachgewiesen.

Die Konik-Ponys im Nohraer Landschaftspark sind hervorragende Landschaftspfleger. Neben dem Beweiden der Grasflächen schätzen die Parkwächter auch die Verbisse an Hecken und Sträuchern.

Vielerorts in Thüringen werden neben Kühen und Schafen auch wilde Pferde zur Landschaftspflege auf nicht bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen mit Erfolg eingesetzt. Eines der größten Gebiete dieser Art befindet sich in der Nähe von Crawinkel.




Falls Sie über Twitter auf diesen Artikel gekommen sind, dann klicken Sie hier!

Mehr aus und über Thüringen:

Jetzt  DerErfurter.de  lesen!