Freitag, 8. September 2017

Bad Langensalza: Vom Hotel direkt in die Therme

Die Kurgeschichte Bad Langensalzas blickt auf eine 200jährige Tradition zurück. Seit 1999 gibt es im Heilbad Bad Langensalza die Friederiken-Therme, die heute das Herzstück des umfangreichen Kur- und Wellnessangebotes ist. Die Heilmittelanwendungen in Bad Langensalza basieren unter anderem auf ortsgebundenen Heilmitteln wie Schwefel, Sole und Trinkheilwasser.
Knapp 20 Jahre nach der Eröffnung der Therme gab es nun einige energetische Verbesserungen. Auch das Foyer der Friederiken-Therme wurde umgestaltet und das neuerbaute benachbarte Hotel & Gesundheitsresort "Santa Royale" verband man mit einem sogenannten Bademantelgang (siehe Foto).
Das vis-à-vis der Friederiken-Therme entstandene Vier-Sterne-Hotel "Santa Royale" hat 126 Zimmer und sechs Suiten. Das Video gibt einen Einblick in die Friederiken-Therme, allerdings noch mit dem Eingang vor dem Umbau.
Etwa 1,5 Millionen Euro wurden in die Bauarbeiten investiert. Weitere Veränderungen sollen folgen. Unter anderem soll der Therapiebereich erweitert und die Saunalandschaft neu gestaltet werden. Auch die Haustechnik muss in die Kur.


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Mittwoch, 6. September 2017

Erinnerung an jüdische Bürgerinnen und Bürger in Weimar

Künstler Gunter Demnig hat am 4. September 2017 in Weimar zehn so genannte Stolpersteine zur Erinnerung an Verfolgte Juden platziert. So gibt es nun in Weimar 34 Stolpersteine an ehemaligen Wohn- und Arbeitsstätten von Juden, die unter dem NS-Regime gelitten haben. Bürger und Angehörige haben die Gedenksteine finanziert. Insgesamt hat Gunter Demnig weltweit bereits rund 61.000 Stolpersteine verlegt.
Der Beginn der Verlegung begann in der Weimarer Schillerstraße 17 mit den ersten beiden Stolpersteinen für die Inhaber des dort 1899 eröffneten Kaufhauses Sachs & Berlowitz, Lucie und Israel Berlowitz.

Über ihr Schicksal wird in den Stolperstein-Geschichten berichtet:

Klicken Sie auf die Bilder und vergrößern Sie so diese.
„(Die) Familie Berlowitz bringt das Kaufhaus sicher durch die Inflationszeit, und sogar 1937, als der Einkauf bei Sachs & Berlowitz ein politisches Statement ist, beschäftigt Familie Berlowitz 73 Kaufhaus-Angestellte und macht mit dem Geschäft einen Jahresumsatz von knapp einer Million Reichsmark. Doch seit die Nazis an der Macht sind, häufen sich Aktionen wie die ‚Judenboykotte', während derer mit öffentlicher Schmähung und Abbildung in der Zeitung bedroht wird, wer jüdisch geführte Geschäfte besucht. Auch die SA marschiert vor dem Kaufhaus in der Schillerstraße auf. Die Besitzer werden gedrängt, das gut gehende Geschäft zu verkaufen. ‚Entjudung' bzw. ‚Arisierung' heißt es im NS-Jargon, wenn jüdische Eigentümer genötigt werden, ihren Besitz, ihr Geschäft und ihr Vermögen an ‚Arier' abzutreten. Der NS-Staat profitiert von der ‚Arisierungsabgabe', und die Konkurrenz freut sich über ausgeschaltete Wettbewerber." (Stolperstein Geschichten. Erinnerung gibt Leben zurück, Weimar, Ulrich Völkel (Hg.), Eckhaus Verlag 2016) 

Die Familie wurde Opfer der sogenannten Arisierung durch die Nationalsozialisten, sie konnte Deutschland verlassen. Mehr Informationen git es hier: Link 1 und Link 2

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