Freitag, 3. Juli 2026

Thüringens höchster Wasserfall ist eine Attraktion

Jährlich kommen 80 000 Touristen nach Brotterode-Trusetal, um Thüringens höchsten Wasserfall zu sehen. Die künstlich angelegte Attraktion entstand 1865.  Ein einheimischer Unternehmer finanzierte damals das Projekt.

Von April bis Oktober stürzt sich ein Teil des Trusewassers mit tösendem Geräusch über drei Kaskaden 58 Meter in die Tiefe, um sich dann wieder mit dem Rest des kleinen Flüsschens Truse zu vereinen.
Im Winter stellen die Thüringer ihren Wasserfall ab, um Frostschäden zu vermeiden.
Wer sich die Anlage des Wasserfalls genauer ansehen möchte, dem sei ein kleiner Rundweg empfohlen, der mit 228 Stufen beginnt und insgesamt 3,8 Kilometer lang ist.




Foto & Video: Edward Santoso Muchlis
Jährlich  gibt es am Trusetaler Wasserfall das Wasserfallfest.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Meiningen erleben - was sonst!

Meiningen ist eine Stadt, die man nicht einfach nur besichtigt, sondern erlebt. Ein Spaziergang durch die Altstadt, ein Besuch im Schloss, ein Abstecher zum Theater und ein gemütlicher Ausklang in einem Café zeigen die vielen Facetten der Stadt. Ob Kulturinteressierte, Naturfreunde oder Familie - Meiningen bietet überraschend viele Erlebnisse und ist ein lohnendes Ziel für einen Ausflug oder ein entspanntes Wochenende in Thüringen.
Meiningen besitzt eine Reihe besonders wertvoller, denkmalgeschützter Fachwerkhäuser, die sich vor allem in der historischen Altstadt konzentrieren. Sie entstanden zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert. Es sind reichverzierte Bürgerhäuser in fränkischer bzw. henneberg-fränkischer Fachwerkbauweise. Typisch für das Meininger Fachwerk: vorragende Obergeschosse, kunstvoll geschnitzte Balken, geschnitzte Fächerrosetten, kräftige Farben.
Kaum eine andere Kleinstadt ist so eng mit dem Theater verbunden wie Meiningen. Das Staatstheater Meiningen machte die Stadt im 19. Jahrhundert weit über die Region hinaus bekannt. Hier können heute Besu-cher Oper, Schauspiel und Konzerte erleben oder bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen. 
Im Theatermuseum wird die faszinierende Welt der Bühne lebendig. Historische Büh-nenbilder, Kostüme und Exponate zeigen, warum Meiningen einst ein Mittelpunkt der europäischen Theaterlandschaft war.
Das Herzstück Meiningens ist das beeindruckende Schloss Elisabethenburg. Die barocke Residenz erzählt die Geschichte der herzoglichen Vergangenheit und beherbergt heute die Meininger Museen. Besucher können prunk-volle Räume, historische Sammlungen und spannende Ausstellungen entdecken sowie im schönsten Barockcafé Europas fürstlich genießen.
Direkt an der Werra liegt der wun-derschöne Schlosspark: alte Bäu-me, historische Bauwerke, roman-tische Spazierwege. Besonders schön der Blick über Meiningen vom Aussichtspunkt Diezhäuschen.

Vier große historische Parkanlagen und zahlreiche Grünanlagen prägen das Stadtbild. Mit 46 % Waldanteil im  Stadtgebiet und in den Parks gilt Meiningen als eine der grünsten Städte Thüringens.
Ein außergewöhnliches Erlebnis wartet unter der Stadt: Die Goetz-Höhle gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Europas. Sie ist die einzige begehbare Kluft- und Spaltenhöhle Europas. Sie wurde zufällig 1915 entdeckt. 420 Meter lang ist der Höhlenspaziergang, der 45 Minuten dauert und einen Höhenunterschied von 33 Metern überwindet.
Auch Eisenbahnfans kommen in Meiningen auf ihre Kosten. Das Dampflokwerk Meiningen bietet faszinierende Einblicke in die Restau-rierung und Instandhaltung von historischen Dampflokomotiven. Hier trifft technische Tra-dition auf echte Handwerkskunst.

Wer einmal in Meiningen gewesen ist, kommt aus dem Schwärmen  nicht mehr heraus.
Oder, um es mit den Worten Richard Wagners zu sagen, der 1877 über die Stadt schrieb: "Es gibt viele Meinungen, aber nur ein Meiningen". Ein Satz, der bis heute treffend beschreibt, was diese besondere Stadt im Herzen Südthüringens so einzigartig macht.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Henningshof - ein Geheimtipp als Ausflugsziel

Der historische Henningshof mitten in Wandersleben ist fast noch ein Geheimtipp als Ausflugsziel. Erst vor kurzem hat das Team von FlowerArt das Kulturdenkmal erworben und lässt es neu erblühen. Gerade zeigen die Floristen, die lange einen Blumenladen im Erfurter Hauptbahnhof betrieben, ihre Frühlingsausstellung in der Scheune und geben so Inspiration für manch eigene Gestaltung.
Außerdem lässt sich im Hof ganz wunderbar bei Kaffee und Kuchen entspannen. Geöffnet ist immer dienstags bis samstags von 12 - 17 Uhr. 
In Zukunft sollen noch Caféräume in einem der Gebäude eingerichtet werden. Das Haupthaus mit seinen Fachwerkwänden ist ganz der Präsentation von Blumen, Gestecken, Keramik, Pflanzpötten und Dekoartikeln gewidmet. 
Die Verkaufsschau muss man gesehen haben, sie ist in zahlreichen historischen Räumen - teils mit aufwendigen Stuckdecken- und urigen Gewölben untergebracht und gleicht selbst einer Ausstellung. 
Jeder Raum ist ganz unterschiedlich eingerichtet und gestaltet. Perspektivisch soll der Henningshof  auch zur Eventlocation für Feiern und Hochzeiten werden. Ideen hat das Team viele.
Text & Fotos: kahbox.de


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Dienstag, 16. Juni 2026

Das teuerste Gewürz der Welt wächst auch in Thüringen

Auf rund 2.000 Quadratmetern werden in Altenburg die violettfarbenen Krokusse, aus denen das exotische sehr teure Gewürz Safran gewonnen wird, angebaut. Der Anbau und die Gewinnung von Safrangewürz ist in Deutschland noch eine Seltenheit.
Foto: Cornelia Müller
Aber immerhin befindet sich in Thüringen ein Viertel der gegenwärtigen deutschen Safran-Produktion.

Weltweit gesehen spielt die Thüringer Ernte keine bedeutende Rolle, der Hauptproduzent von Safran ist mit 180 Tonnen pro Jahr (das sind 90 Prozent der Welt-produktion) der Iran.

Die Gewinnung von Safran ist mühevoll und aufwändig.

Etwa 200 Blüten müssen von Hand geerntet werden, um ein Gramm des Luxus-Gewürzes zu gewinnen. 
Denn Safran ist ein Bestandteil der Blüten. Das eigentliche Gewürz befindet sich nämlich in den orange-roten Blütenfäden, die ebenfalls von Hand aus jeder geernteten Blüte herausgezogen und getrocknet  werden. 

Bei soviel Handarbeit wundert man sich sicherlich nicht, dass ein Kilo Safran je nach Qualität zwischen 3.000 bis 14.000 Euro kostet.

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Montag, 15. Juni 2026

Die Mühlburg - älteste Burg der Drei Gleichen

 Hoch über dem Ort Mühlberg zwischen Erfurt und Arnstadt liegt die Mühlburg, eine der drei Burgen des Thüringer Burgenensembles "Drei Gleichen".  Zusammen mit der Burg Gleichen und der Veste Wachsenburg prägt sie seit Jahrhunderten das Landschaftsbild der Region.

Der Turm hat eine Höhe von 22 Meter. Zur Burg gehört auch ein 56 m tiefer Brunnen.  +++++  Foto: Eckhard Griebel, Suhl
Die Mühlburg gilt als die älteste der drei Burgen. Ihre Ursprünge reichen in das frühe Mittelalter zurück, erstmals urkund-lich erwähnt wurde sie im Jahr 704 als "Castello Muhlenberge".

Durch ihre erhöhte Lage hatte sie eine wichtige strategische Bedeutung und diente der Kontrolle der Handelswege zwischen Erfurt und dem Thüringer Raum.

Im Mittelalter wurde die Anlage mehrfach erweitert. Ais einer frühen Befestigung entstand eine wehrhafte Höhenburg mit Ringmauer, Vorburg, Wirtschaftsgebäuden und einem mächtigen Bergfried.
Innerhalb der Burg befanden sich Wohnbereiche, eine Kapelle und Gebäude für die Versorgung der Bewohner.
Die Verbindung zu den "Drei Gleichen" entstand durch eine bekannte Sage:
Im Jahr 1231 sollen nach einem gewaltigen Gewitter alle drei Burgen gleichzeitig von Blitzen getroffen worden sein und wie brennende Fackeln geleuchtet haben. Historisch belegt ist diese Ereignis nicht, doch die Geschichte machte die drei Burgen weithin bekannt.

Ihre Bedeutung verlor die Mühlburg nach dem Mittelalter. Besonders der Dreißigjährige Krieg und die veränderten militärischen Bedingungen führten dazu, dass die Burg nicht mehr Dauerhalt genutzt wurde. Sie verfiel nach und nach und wurde zur Ruine.

Im 20. Jahrhundert begannen Sicherungen der Anlage. Der Bergfried wurde restauriert und als Aussichtsturm zugänglich gemacht. Heute ist die Mühlburg ein bedeutendes Denkmal Rhüringens und ein beliebtes Ausflugsziel.



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Samstag, 13. Juni 2026

Burgruine Gleichen - Erfurter Vorposten im Drei-Gleichen-Gebiet

Die weit über die Grenzen des Bundeslandes Thüringen hinaus bekannten "Drei Gleichen" (Mühlburg, Wachsenburg, Burg Gleichen) locken jedes Jahr viele hundert Touristen in die Mitte des Städtedreiecks Erfurt, Arnstadt und Gotha.
Nur wenige wissen, dass die Burgruine Gleichen der Stadt Erfurt in der Vergangenheit einmal geschenkt wurde. Noch heute, wo die Anlage von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übernommen wurde, ist die Burg Gleichen ein Teil des Erfurter Naturkundemuseums.
Die mittelalterliche Burg wurde 1034 erstmals erwähnt. 1631 stirbt der letzte Gleichgraf. Die Burg wird nicht mehr als Wohnstätte genutzt und verfällt.
Wer den Wehrturm besteigt, kann weit ins Umland schauen. Im Wehrturm gibt es auch eine kleine Aus-stellung zur Geschichte der Burg.
Modell der  Burg Gleichen
Die Burg steht auf einem 370 Meter hohen Hügel. Das markanteste Bauwerk der Burg-anlage ist wohl der Burgturm (Bergfried), der 1897 mit der Touristen-Erschließung der Burg eine Aussichtsplattform mit Brüstung erhielt.
Allerdings sucht man hier auf der Burg eine Quelle bzw. einen Brunnen vergebens. Große Wasserfässer und Zisternen in den Kellern sicherten eine ausreichende Wasserversorgung. Für Kinder ist es immer wieder ein Erlebnis, die vorhandenen Keller der Burganlage zu entdecken.
Fotos: Frank & Marlene Peuckert, Weimar

Sie wollen die Bilder groß sehen? Dann klicken Sie auf das jeweilige Bild!

TIPP: Erkunden Sie am besten alle drei Burgen zu Fuß. Reisen Sie zum Bahnhof Wandersleben. Von dort aus können Sie bequem zur Burg Gleichen und zur Mühlburg wandern und weiter über einen schönen Kammweg zur Wachsenburg. Zurück fahren Sie dann mit dem Zug von Haarhausen. (Für diese Wanderung werden Hoppertickets angeboten!) +++ Hier ein Tipp für Autoreisende: Klicken Sie! +++ Ein anderer Wandervorschlag, um die Drei Gleichen zu erkunden: Klicken Sie!

Schauen Sie sich doch einmal diese Internetseite an! Sie, aber auch Ihre Kinder, werden dort viel Interessantes rund um die Drei Gleichen entdecken!


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Freitag, 12. Juni 2026

Dem Urwald aufs Dach steigen: Nationalpark Hainich

Wir Thüringer haben mit dem Hainich (160 Quadratkilometer) zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza eines der ursprünglichsten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Deutschlands. Und mittendrin Deutschlands 13. Nationalpark, den NATIONALPARK HAINICH, der seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

Thüringens einziger Nationalpark lässt erahnen, wie der Urwald zu Beginn unserer Zeitrechnung ausgesehen hat. Das Ziel der Parkverwaltung: Schutz des heimischen Buchenwaldes und die Schaffung eines mitteleuropäischen Urwaldes, in dem man der Natur freien Lauf lässt.

Fotograf: Rüdiger Biehl, Nationalpark Hainich
Fotograf: Thomas Stephan, www.thomas-stephan.com

Der Hainich-Nationalpark ist heute Thüringens beliebtestes Ausflugsziel. Gäste aus nah und fern, Familien, Gruppen, Einzelwanderer schätzen besonders im Sommer das mächtige geschlossene schattenspendende Buchen-Blätterdach. Jedes Wochenende gibt es Führungen. Kinder können klettern, rutschen, balancieren, erfahren Spannendes über Tiere oder tummeln sich auf dem Abenteuerspielplatz. 

Die Mitmachschautafeln laden alle ein, ihr Wissen zu überprüfen bzw. zu mehren. Ja, und wer jetzt schon Lust auf solche Entdeckungen bekommen hat, der sollte sich die Webseite des Naturparks ansehen (Rote Schrift oben!)
Wildkatze auf dem Sprung 
Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com
Schwarzspechtfamilie im Nationalpark Hainich. Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com
Luchs, Wildkatzendorf Hutscheroda.
Fotograf: Johannes Husch
www.johanneshulsch.de
Bei einer Führung oder auch auf eigene Faust mit leisen Sohlen kann man viele Tiere entdecken: Europäische Wildkatzen, 15 Fledermausarten, 7 Spechtarten, mehr als 500 Käferarten, Graukaninchen, Dachse, Waschbären... und vieles mehr.

Fotograf: Edward Santoso Muchlis
Der Baumkronenpfad, 44 Meter hoch und 546 Meter lang, ist ein Highlight im Nationalpark Hainich. Der barrierefreie Höhenweg offenbart ein 360-Grad-Panorama über das Thüringer Becken und den Hainich.

Etwa 20 solcher Baumwipfelwege gibt es in Deutschland. Viele Kenner von Baumkronenwegen nennen den hier im Hainich als einen der schönsten.

Der Baumkronenpfad liegt an der Thiemsburg im Nationalpark etwa 10 Kilometer von Bad Langensalza entfernt. 


Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com


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Samstag, 6. Juni 2026

Dornburger Schlösser locken ins Gartenparadies

Gründonnerstag geht es wieder offiziell los, dann startet in Dornburg über dem Saaletal die Schlosssaison. Die Gärten der berühmten Dornburger Schlösser https://www.thueringerschloesser.de/objekt/dornburg/ erblühen bereits frühlingshaft in vielen Farben.
Text & Fotos: www.kahbox.de


Und im Dachgeschoss des Renaissance-Schlosses erfreut eine Sonderausstellung mit Aquarell-Naturmotiven und passenden Gedichten. In das Schloss sind auch der Museumsshop und die Kasse eingezogen, da das benachbarte Rokoko-Schloss geschlossen ist. Es wird für mehrere Jahre umfangreich saniert. Dennoch werden wie in den Vorjahren rund 16.000 Museumsbesucher in der Saison erwartet und natürlich noch wesentlich mehr Ausflügler, die durch die malerischen Gärten spazieren. Das Durchstreifen der hübschen Anlage ist kostenfrei. Nebenan lockt außerdem die Bauhaus-Keramikwerkstatt https://www.bauhaus-keramik.de zum Besuch.
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Freitag, 5. Juni 2026

Sport, Spaß und Freude am und auf dem Thüringer Meer

Deutschlands größter Stausee liegt in Thüringen: die Bleilochtalsperre. Diese Talsperre im Saale-Orla-Kreis staut die Saale an. Sie wurde von 1926 bis 1932 erbaut zum Schutz vor Hochwasser und zur Energieerzeugung. Sie ist Teil der fast 80 Kilometer langen, fünffach gestuften Saalekaskade, welche die Anwohner gern das "Thüringer Meer" nennen.

Die Bleilochtalsperre ist der vom Fassungsvermögen größte Stausee in Deutschland.  Sie ist 28 Kilometer lang und staut 215 Millionen
 Kubikmeter Saalewasser. Der Stausee hat eine Fläche
von 9,2 Quadratkilometer.
Klicken Sie auf die Bilder und sehen Sie alles groß!
65 Meter hoch und 205 Meter lang ist die Staumauer. Das 
Wasserkraftwerk hat eine Leistung von 80 Megawatt.
Das Thüringer Meer liegt im Herzen des Naturparks "Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale". Tausende von Menschen aus dem In- und Ausland kommen jedes Jahr hierher, um sich bei Sport, Spiel und Spaß an der frischen Luft zu erholen.
Das linke Foto entstand am Hohenwarte-Stausee in Ziegenbück. Abgebildet sind die Bootsstation, das Hotel am Schlossberg und Ober auf dem Berg ein kleines privates Schlösschen. Auch der Hohenwarte-Stausee entstand in den 1930er Jahren durch Anstauung der Saale.
Man kann tauchen, schwimmen, sich Motor-  und
 Ruderboote leihen, Wasserski und Kanu fahren,
 angeln bzw.  ganz bequem mit einem  Fahr- 
gastschiff den See bei Kaffee & Kuchen entdecken.
Wer auf den vielen Wanderwegen rund um die Bleilochtalsperre und den anderen Staustufen des Thüringer Meeres zu Fuß oder per Rad unterwegs ist, wird viel entdecken. Man sieht Gleitschirmflieger, die von den Hängen herab gesegelt kommen, oder kreisende Segelflieger auf der Suche nach der besten Thermik. Traumhafte Landschaft kann man genießen, aber auch Pilze und Beeren sammeln. Eine Fahrt mit der einzigen Autofähre Deutschlands an der Hohenwarte-Talsperre kann auch ein Erlebnis sein. Das waldreiche Tal der Saale ist eben noch so ein richtiges idyllisches Fleckchen im "Grünen Herzen" Deutschlands.
Veranstaltung-Highlights wie "Stausee in Flammen" am 3. Wochenende im Juli und das Stauseefest an der malerischen Uferpromenade in Ziegenrück am ersten Wochenende im August sind ein Muss für jedermann.
VIDEO BLEILOCHTALSPERRE LINKE ABBILDUNG!
 Der Stausee fast 182 Kubikmeter Wasser und hat eine Gewässeroberfläche von 7,3 Quadratkilometern. 63 Megawatt beträgt die Leistung der Turbine zur Elektrizitätserzeugung. Über den Stausee verkehrt auch Thüringens einzige Auto- fähre.
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Donnerstag, 4. Juni 2026

Schwimmen zwischen Seerosen im Naturschwimmbad Heldrungen

Eine der idyllischsten Badeoasen in Thüringen ist das Naturschwimmbad Heldrungen im Kyffhäuserkreis. Die Anlage an einer einstigen Kiesgrube bietet einen Sandstrand, eine kleine Promenade mit Sitzbänken und Badestege. Ein Stück weiter gibt es einen separaten FKK-Bereich. Geradezu ein Wahrzeichen ist der Sprungturm mit mehreren Plattformen, den der Förderverein erst wieder in Schuss gebracht hat.
Und im 22 Grad warmen Wasser (Stand Anfang Juni) können die Schwimmer sogar blühende Seerosen aus der Nähe erkunden. 
Die Liegewiese ist herrlich grün und es gibt große Bäume. Geöffnet ist Mo-Fr 14-19 Uhr und Sa/So 11-19 Uhr. In den Sommerferien ist täglich ab 11 Uhr geöffnet. 
Erwachsene zahlen 3,50 Euro Tageseintritt, Kinder bis 14 Jahre 1,50 Euro und alle die Anspruch auf Ermäßigung haben 2,50 Euro. Das Bad ist auch ein Tipp für Radfahrer, denn es liegt direkt am beliebten Unstrut-Radweg. Zudem ist das Bad gut über die A71 etwa von Erfurt aus erreichbar.                        Fotos: kahbox.de

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Bad Liebenstein: Schloss Altenstein und sein Park

Das Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Thüringens. Eingebettet in einen rund 160 Hektar großen Landschaftspark verbindet die Anlage auf einzigartige Weise Architektur, Natur und Gartenkunst. Der Park entstand ab dem späten 18. Jahrhundert nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten und wurde später vom renommierten Gartenkünstlern wie Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau weiterentwickelt.

Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Mittelalter zurück. Auf dem Gelände befand sich ur-sprünglich eine Burganlage.

Ende des 18. Jahrhunderts ließ Her-zog Georg I.von Sachsen-Meinin-gen die Anlage zu einer Sommer-residenz ausbauen und begann mit der Gestaltung eines weitläufigen Landschaftsparks. 
Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt das Schloss zwischen 1888 und 1890 unter Herzog Georg II.von Schsen-Meiningen. 

Trotz eines verheerenden Brandes im Jahre 1982 blieb das Schloss ein herausragendes Denkmal thüringi-scher Baukunst und wird seit Jahren schrittweise restauriert. 
(Fotos: Gisela Barth)
Besonders bemerkenswert ist die Bepflanzung des Parks. Bis heute orientiert sich die Pflege am historischen Vorbildern, um den ursprünglichen Charakter der Anlage zu bewahren. 

Ein besonderer Blickfang sind die kunstvollen Teppichbeete in Schlossnähe. Sie werden jedes Jahr nach histori-schen Pflanzplänen neu gestaltet und erinnern an die aufwendige Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. Dabei kommen zahlreiche Zier- und Blattpflanzen zum Einsatz, die die ursprünglichen Muster und Farbkombinationen orginalgetreu nachbilden.
Als wir fotografierten  wurden die Beete
gerade bepflanzt.
Besonders die jährlichen nach historischen Vorbildern gestalteten Teppichbeete zeigen, dass Gartenkunst hier nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitergeführt wird. So bleibt der Altensteiner Park ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen - ein grünes Gesamtkunstwerk, das Besucher heute ebenso fasziniert wie vor über zweihundert Jahren.


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Freitag, 29. Mai 2026

Der Kulm: Hausberg der Saalfelder und Rudolstädter

Genau 481,9 Meter hoch ist der Kulm, der Berg, der quasi vor den Toren der Thüringer Städte Saalfeld und Rudolstadt liegt. Vom Kulm hat man einen herrlichen Rundblick über die Täler von Saale und Rinne, die Orlasenke und das Thüringer Schiefergebirge.

Foto: F&M Peuckert

Von der großen Terrasse des Kulmberghauses (Hotel und Restaurant) hat man einen schönen Ausblick auf die Feengrottenstadt Saalfeld. Übrigens feierte die Ausflugsgaststätte, die 2021 tiefgreifend umgebaut und erweitert wurde, am 10. August 2025 ihren 100. Geburtstag.
Der 20 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Kulm ist denkmalgeschützt. Dieser 1884 erbaute Turm ist einer der ältesten Stahlfachwerktürme Deutschlands. Wer die 18 Meter hohe Aussichtsplattform des Kulmbergturmes besteigt, der hat genau auf 500 Meter Höhe einen einmalig schönen weiten Blick ins Thüringer Land. Auf der höchsten Erhebung des Saalekessels befindet sich auch die Ausflugs-gaststätte Kulmberghaus.
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