Freitag, 15. Mai 2026

Zeitreise durchs alte Thüringen:
Das Besondere am Freilichtmuseum Hohenfelden

Wie lebten Bauernfamilien vor 300 Jahren? Wie sah Schule aus, bevor es Hefte, Tablets oder Zentralheizung gab? Und wie funktioniert eigentlich eine Windmühle ganz ohne Strom? Antworten darauf gibt das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden - eines der spannendsten Ausflugsziele rund um Erfurt und Weimar.
Auf dem weitläufigen Gelände wurden historische Gebäude aus ganz Thüringen originalgetreu wieder aufgebaut. Statt eines klassischen Museums mit Vitrinen entsteht hier der Eindruck eines echten Dorfes vergangener Jahrhunderte: Fachwerkhäuser, Ställe, Werkstätten, Scheunen und Bauerngärten vermitteln anschaulich, wie das Leben auf dem Land vom 17. bis 20. Jahrhundert aussah. Viele Gebäude wurden aus anderen Orten umgesetzt, restauriert und original eingerichtet. Insgesamt gibt es rund 30 historische Gebäude auf dem Gelände "Am Eichenberg".
Besonders eindrucksvoll die historische Einklassenschule. Enge Holzbänke, Schiefertafeln und ein alter Kanonenofen lassen sofort erahnen, wie streng und einfach der Schulalltag einst war. Viele Besucher bleiben hier besonders lange stehen, weil der Raum Geschichte unmittelbar erlebbar macht.
Technisches Denkmal aus 
Großmehlra
Ein weiteres Highlight ist die imposamte Bockwindmühle von 1720. Das technische Denkmal wurde orginalgetreu umgesetzt und zeigt, wie raffiniert die Mühlentechnik schon vor Jahhunderten funktionierte.

Auch der alte Pfarrhof zählt zu den schön-sten Gebäuden des Museums und vermit-telt einen Eindruck davon, wie wohlha-bende Familien auf dem La
nde lebten.

Spannend sind die vielen Werkstätten und Alltagsbereiche:
Die gute Stube im Wohnstallhaus von 1772, welches in
Eichelborn erbaut wurde und nun im Museumsdorf steht.
Schmiede, Schusterwerkstatt, Schäferei oder historische Landwirtschaft zeigen nicht nur Gebäude, sondern echtes Arbeitsleben vergangener Zeiten. Gerade dadurch wirkt das Museum lebendig und nicht wie eine reine Ausstellung.
Thüringer Barthühner - werden seit Anfang des
18. Jahrhunderts in Thüringen gezüchtet.
Was viele Besucher mögen: Das Museum wirkt nicht steril. Es gibt Tiere, alte Obstwiesen, Koppeln und oft Vorführungen oder Themenfeste. Besonders beliebt sind Handwerkstage, Schäfertage oder der Käsemarkt.

Das Museum ist ziemlich weitläufig. Zwei bis vier Stunden für einen Besuch sollte man realistischerweise einplanen. Festes Schuhwerk lohnt sich.

Übrigens: Neben der Architektur erzählt das Museum auch Thüringer Geschichte. Neuere Ausstellungen beschäftigen sich etwa mit traditionellen Bauweisen oder mit der Zwangsaussiedlung im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet.

Das Freilichtmuseum Hohenfelden ist deshalb weit mehr als ein Museumsbesuch. Es ist eine kleine Zeitreise durch das alte Thüringen - ruhig, anschaulich und überraschend vielseitig.
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Donnerstag, 7. Mai 2026

Im Wald versteckt - Rhododendrongarten Bad Berka


Seit zirka 300 Jahren kennt man in Europa die farbenprächtig blühenden Rhododendron-Sträucher aus der Familie der Heidegewächse, die humusreichen sauren Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit zum Wachsen und Blühen benötigen.
Klicken Sie auf die Bilder und erleben Sie die ganze Farbenpracht im Großformat!
Rhododendron-Arten sind Bestandteile vieler Garten- und Parkanlagen. Mehr als 1000 Arten in einer Vielzahl von Sortengruppen gibt es, die sich durch ihre Blüten, Blütenfarben, Wuchshöhen und Wuchsbreiten unterscheiden.
In Thüringen gibt es zwei große Rhododendrongärten. Zum einen jener am Rande des Kneippkurortes Bad Tabarz und zum anderen die große Sammlung von Rhododendrons und Azaleen im Schlosspark Tannenfeld nahe Altenburg.
Etwas weniger bekannt ist wohl der Rhododendrongarten in Bad Berka (hier entstanden unsere Fotos), der zwischen 1957 und 1960 von der Weimarer Gärtnerei Gramm zur Stecklingsgewinnung angelegt wurde. Mittlerweile stehen hier neben stattlichen Rhododendronpflanzen auch Magnolien, Lavendelheide und Freilandazaleen.
Rhododendrongarten Bad Berka KLICK!
Ach ja, wenn Sie die Blütenpracht erleben möchten, dann ist es egal, wohin Sie reisen.  In jedem Rhododendrongarten ist es in diesen Tagen wunderschön, aber leider ist die Blütenpracht nicht ewig. In einigen Tagen ist alles schon wieder vorbei.


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Samstag, 2. Mai 2026

Im Tal der Orchideen: Leutratal bei Jena

Im Leutratal bei Jena gibt es noch sehr viele Arten von Orchideen sowie Wiesen, die bunt geschmückt mit Blumen sind. Das Leutratal ist ein zirka 118 Hektar großes Naturschutzgebiet.







Wiesensalbei
Weiße Waldhyazinthe (Orchidee)
Knabenkraut (Orchidee)

Das Leutratal  ist eines der bedeutendsten Orchideengebiete in Deutschland. 27 von deutschlandweit rund 60 Orchideenarten kommen hier vor.

Die gelb blühenden Blumen (rechts) nennt 
man Alant. Wer hier klickt, der kann weitere Orchideen sehen.




Freitag, 1. Mai 2026

Thüringen ist reich an Orchideen

Rund 50 der 60 in Deutschland beheimateten Orchideen-Arten wachsen in Thüringen. Damit ist das Bundesland in der  Mitte  Deutschlands   gerade in diesen  Tagen ein beliebtes Reiseziel für Freunde dieser prachtvollen Pflanzen mit den außergewöhnlichen farben- und formenreichen Blüten.
Leutratal bei Jena
Die kleinsten Orchideenblüten sind nur einige Millimeter groß, die größten können bis zu 20 Zentimeter werden.

Ob klein, ob groß - die Orchidee begeistert die Betrachter, fasziniert auf Grund ihrer Selten- heit und Einzigartigkeit und wird liebevoll als die „Königin der Blumen“ bezeichnet. (Bild rechts: Weiße Waldhyazinthe im Leutratal)
Jedes Jahr sind es Hunderte, die mit und ohne Wanderführer auf vorgeschriebenen Pfaden in den  Thüringer Orchideen-Gebieten unterwegs sind. Beispielsweise in Kleinbreitenbach im Ilmkreis, wo der Frauenschuh eine ganze Wiese bedeckt, am Mühlberg in Günserode im Kyffhäuserkreis, im Thüringer Burgenland „Drei Gleichen“, wo 18 verschiedene Orchideen-Arten auf den kalkhaltigen Böden gedeihen, und im Leutratal bei Jena, wo die Natur verschwenderisch auf engstem Raum 27 Orchideen-Arten blühen lässt. Das Leutratal bei Jena wurde wegen seines Orchideen-Reichtums schon 1937 unter Schutz gestellt. Die Thüringer Landesregierung hat das schutzwürdige Gebiet noch einmal vergrößert. 
Eine Wiese mit Frauenschuh-Orchideen gibt es in Kleinbreitenbach


Wenn die Orchideen blühen, kommen nicht nur aus Deutschland Besucher - auch in den Niederlanden hat das Leutratal einen guten Ruf. 

Großer Beliebtheit erfreuen sich die fachkundigen Führungen. Orchideenführungen finden im Leutratal im gesamten Mai und Juni jeweils um 10 und um 14 Uhr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen statt. 

Knabenkraut. Fotografiert im Leutratal.
In Leutra bei Jena befindet sich auch das NABU-Zentrum Leutratal, das über die Orchideenregion informiert. Das NABU-Informationszentrum in der Gemeinde Leutra ist der Treffpunkt für Orchideenwanderungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bliebe noch anzumerken: Das Stibitzen von Orchideenpflanzen ist verboten. Orchideen stehen unter Naturschutz!  Darüberhinaus  benötigen sie zum Wachsen bestimmte Bodenpilze - wo diese „Helfer“ fehlen, können sie nicht gedeihen. Erfreuen wir uns doch weiterhin gemeinsam an diesen Schönheiten der Natur. Vielleicht sind Sie ja mal dabei, wenn es auf eine Orchideen-Wanderung irgendwo in Deutschland geht.
In der Nähe von Haarhausen in Richtung Arnstadt gibt es ein herrlich blühendes großes Wiesenstück mit wilden Orchideen.
Hier auf den Bergen gegenüber der Wachsenburg blüht
eine Orchideen-Gattung, die im Volksmund als  Knabenkraut bezeichnet wird.  
Osterluzei im Leutratal
Helmknabenkraut
Bocksriemenzunge
Purpurknabenkraut
Vogelnestwurz

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Mittwoch, 29. April 2026

Residenzschloss Weimar - historische Darstellung

 

Residenzschloss Weimar mit Wallgraben und Holzbrücke, nach 1730 und vor dem Brand am 6. Mai 1774

Das Aquarell stammt von einem unbekannten Künstler und ist im Wielandgut in Oßmannstedt zu sehen.

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Freitag, 17. April 2026

Christoph Martin Wieland:
Rückzug ins Idyll von Oßmannstedt

Christoph Martin Wieland (1733-1813), einer der prägendenAutoren der deutschen Aufklärung, zählte zu den vielseitigsten Schriftstellern seiner Zeit.
Als Dichter, Übersetzer und Herausgeber beeinflusste er maßgeblich die Entwicklung der deutschen Literatur.
Mit Werken wie dem Bildungsroman "Agathon" und dem Versepos "Oberon" sowie seinen Shakes-peares-Übersetzungen trug er zur Öffnung der deutschen Literatur für europäische Einflüsse bei.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Wieland ab 1797 auf seinem Gut in Oßmannstedt bei Weimar. Dort zog er sich bewusst aus dem öffentlichen Leben zurück und fand in ländlicher Ruhe eine neue Form des Schaffens.
Statt literarischem Ruhm stand nun Reflexion, philosophische Betrachtung und familiäres Zusammenleben im Mittelpunkt. Das Gut wurde zu einem Ort der Besinnung: Wieland schrieb weiterhin, jedoch in einem ruhigeren, reiferen Ton.

Christoph Martin Wieland
1805 
Gemälde von Ferdinand
Carl Christian Jagemann
Die Natur, das einfache Leben und die Nähe zur Familie prägten diese Phase nachhaltig.
Oßmannstedt steht damit exemplarisch für einen späten Lebensabschnitt, der weniger von Öffentlichkeit als von innerer Ausgeglichenheit bestimmt war.

Heute erinnert das Wielandgut als Museum an diese Zeit und bewahrt das Andenken an einen Autor, der zwischen Aufklärung und Klassik eine eigenständige Stimme fand.

Einige Tipps für Besucher:

Das Wielandgut in Oßmannstedt ist vom 21. März bis 1. November Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die Anlagen einschließlich Museum können kostenlos besichtigt werden. Man kann dort Getränke kaufen. Die DB-Station ist 500 Meter entfernt.
Der Brunnen im Gutspark,
wurde durch das Nymphen-
bad des Dresdner Zwingers
beeinflusst.

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Montag, 6. April 2026

Rockoper vor historischer Kulisse: "Jesus Christ Superstar" auf den Erfurter Domstufen

Im Sommer verwandeln sich die Erfurter Domstufen erneut in eine eindrucksvolle Open-Air Bühne. Bei den DomStufen-Festspielen 2026 wird die weltbekannte Rockoper "Jesus Christ Superstar" aufgeführt. Geplant sind 21 Vorstellungen mit einer Spieldauer von 2,5 Stunden vom 7. bis 30. August.

Quelle: KI-generierte Illustration mit ChatGPT (OpenAl), 2026


Das Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice zählt seit seiner Uraufführung 1971 zu den Klassikern des Genres. 

Erzählt werden die letzten Tage im Leben Jesu - jedoch aus einer modernen, gesellschafts-kritischen Perspektive. Themen wie Macht, Zweifel und Verrat stehen dabei im Mittelpunkt. 

Die Erfurter Inszenierung setzt auf eine spektakuläre Verbindung aus historischer Kulisse und moderner Bühnentechnik. Vor dem imposanten Hintergrund von Dom und Severi-kirche entsteht ein einzigartiges Ambiente, das durch Projektionen, eine zusätzliche Rockband und ein aufwendiges Bühnenbild verstärkt wird.
Sieben große Bilderrahmen greifen symbolisch Motive des Kreuzwegs auf und verleihen der Inszenierung eine besondere visuelle Tiefe.Das Publikum erwartet ein intensives Erlebnis zwischen Konzert, Theater und Show. Die 70 Domstufen werden dabei selbst Teil der Inszenierung und schaffen eine Atmosphäre, die weit über eine klassische Musicalaufführung hinausgeht. Karten und weitere Infos. BITTE HIER KLICKEN!!!

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Samstag, 4. April 2026

Kammmolch und Knoblauchkröte werden getragen

Sobald es nachts über 4 Grad Celsius misst und schön feucht ist, beginnt das Hüpfen und Kriechen. Viele freiwillige Helfer errichten deshalb an vielen Thüringer Straßen wieder kleine Schutzzäune. 
Hier im Rotehofbachtal im Saale-Holzland-Kreis zwischen Tröbnitz und Trockenborn-Wolfersdorf erstrecken sich die grünen Netze auf rund zwei Kilometern Länge. In den nächsten Wochen werden hier um die 10.000 Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern erwartet - Kammmolche, Knoblauchkröten, Teichfrösche und Fadenmolche.
Die Amphibien sammeln sich an den Schutzzäunen und in den eingegrabenen Eimern. Helfer sammeln sie täglich ein und tragen sie über die für die Tiere todbringende Straße. Im Juni wandern dann zehntausende Jungtiere in die andere Richtung zum Wald. Fotos: www.thueringen-suchmaschine.de

Weitere Infos? Klicken Sie hier!








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Donnerstag, 2. April 2026

MDR-Wanderwege laden ganzjährig zum Entdecken ein

Der  Osterspaziergang  von MDR THÜRINGEN  zieht seit  Mitte der 90er Jahre  stets  tausende  Wanderfreunde an.

Viele wollen die Routen aber auch außerhalb des jeweils einmaligen Feiertagsevents erkunden. Das ist nun möglich:

20 Rundwege werden nun schrittweise von den Gemeinden als MDR-Wanderwege ausgeschildert. Die Details jeder Strecke gibt es online (Klicken Sie!und als gedrucktes Büchlein.

Klicken Sie hier! Schauen Sie sich die MDR-Wanderbücher an.  Buch 1  / Buch 2.




  Bereits vorgestellt   wurden unter anderem 
der   Gierstädter   Obstwanderweg, eine Tour   
um Bad Liebenstein und der Weg 
rund um Heldburg (Foto) zur Veste.
 Letzterer Rundweg misst neun Kilometer.


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