Freitag, 17. April 2026

Christoph Martin Wieland:
Rückzug ins Idyll von Oßmannstedt

Christoph Martin Wieland (1733-1813), einer der prägendenAutoren der deutschen Aufklärung, zählte zu den vielseitigsten Schriftstellern seiner Zeit.
Als Dichter, Übersetzer und Herausgeber beeinflusste er maßgeblich die Entwicklung der deutschen Literatur.
Mit Werken wie dem Bildungsroman "Agathon" und dem Versepos "Oberon" sowie seinen Shakes-peares-Übersetzungen trug er zur Öffnung der deutschen Literatur für europäische Einflüsse bei.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Wieland ab 1797 auf seinem Gut in Oßmannstedt bei Weimar. Dort zog er sich bewusst aus dem öffentlichen Leben zurück und fand in ländlicher Ruhe eine neue Form des Schaffens.
Statt literarischem Ruhm stand nun Reflexion, philosophische Betrachtung und familiäres Zusammenleben im Mittelpunkt. Das Gut wurde zu einem Ort der Besinnung: Wieland schrieb weiterhin, jedoch in einem ruhigeren, reiferen Ton.

Christoph Martin Wieland
1805 
Gemälde von Ferdinand
Carl Christian Jagemann
Die Natur, das einfache Leben und die Nähe zur Familie prägten diese Phase nachhaltig.
Oßmannstedt steht damit exemplarisch für einen späten Lebensabschnitt, der weniger von Öffentlichkeit als von innerer Ausgeglichenheit bestimmt war.

Heute erinnert das Wielandgut als Museum an diese Zeit und bewahrt das Andenken an einen Autor, der zwischen Aufklärung und Klassik eine eigenständige Stimme fand.

Einige Tipps für Besucher:

Das Wielandgut in Oßmannstedt ist vom 21. März bis 1. November Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die Anlagen einschließlich Museum können kostenlos besichtigt werden. Man kann dort Getränke kaufen. Die DB-Station ist 500 Meter entfernt.
Der Brunnen im Gutspark,
wurde durch das Nymphen-
bad des Dresdner Zwingers
beeinflusst.

Falls Sie über Twitter auf diesen Artikel gekommen sind, dann klicken Sie hier, um die gesamte Seite zu sehen. Danke!

Mehr aus und über Thüringen:

Jetzt  DerErfurter.de  lesen!