Das Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Thüringens. Eingebettet in einen rund 160 Hektar großen Landschaftspark verbindet die Anlage auf einzigartige Weise Architektur, Natur und Gartenkunst. Der Park entstand ab dem späten 18. Jahrhundert nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten und wurde später vom renommierten Gartenkünstlern wie Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau weiterentwickelt.
Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Mittelalter zurück. Auf dem Gelände befand sich ur-sprünglich eine Burganlage. Ende des 18. Jahrhunderts ließ Her-zog Georg I.von Sachsen-Meinin-gen die Anlage zu einer Sommer-residenz ausbauen und begann mit der Gestaltung eines weitläufigen Landschaftsparks. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt das Schloss zwischen 1888 und 1890 unter Herzog Georg II.von Schsen-Meiningen. Trotz eines verheerenden Brandes im Jahre 1982 blieb das Schloss ein herausragendes Denkmal thüringi-scher Baukunst und wird seit Jahren schrittweise restauriert. (Fotos: Gisela Barth) |
Besonders bemerkenswert ist die Bepflanzung des Parks. Bis heute orientiert sich die Pflege am historischen Vorbildern, um den ursprünglichen Charakter der Anlage zu bewahren.
Ein besonderer Blickfang sind die kunstvollen Teppichbeete in Schlossnähe. Sie werden jedes Jahr nach histori-schen Pflanzplänen neu gestaltet und erinnern an die aufwendige Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. Dabei kommen zahlreiche Zier- und Blattpflanzen zum Einsatz, die die ursprünglichen Muster und Farbkombinationen orginalgetreu nachbilden.
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Besonders die jährlichen nach historischen Vorbildern gestalteten Teppichbeete zeigen, dass Gartenkunst hier nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitergeführt wird. So bleibt der Altensteiner Park ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen - ein grünes Gesamtkunstwerk, das Besucher heute ebenso fasziniert wie vor über zweihundert Jahren.



