Mittwoch, 14. Oktober 2026

Einzigartige Rembrandt-Schau in Gotha

Die Sonderausstellung "Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke" ist noch bis zum 6. Dezember 2026 im Herzoglichen Museum Gotha (gegenüber von Schloss Friedenstein) zu sehen. 
Fotos: Gisela Barth
Die Schau konzentriert sich auf ein einziges, wegweisendes Jahr im Leben des nieder-ländischen Meisters: 1632 - den Zeitraum sei-nes Umzugs von Leiden nach Amsterdam und den Beginn seines steilen Aufstiegs.

Über 90 Werke von Rembrandt und seinen Zeitgenossen (davon 44 internationale Leih-gaben aus 7 Ländern sowie eigene Bestände aus Gotha) werden gezeigt.

Neben Originalgemälden sind auch Radier-ungen aus dem Grafischen Kabinett zu sehen.
Herzogliche Museum Gotha
Ergänzend werden Werkstattarbeiten, Kopien, kunsttechnologische Analysen sowie ein rekonstruiertes Maleratelier und ein interaktives "Rembrandt-Labor" gezeigt.
Selbstporträt mit Halskrause und schwarzen Hut von Rembrandt van Rijn aus dem Jahr 1632.
Das Bild zeigt das Gruppenporträt "De Regenten van het Spinhuis" (Die Regenten des Spinhuis in Amsterdam) aus dem Jahre 1626/1628, gemalt vom niederländischen Maler Nicolas Elias Pickenoy.

Besondere Highlights sind unter anderem das "Jugendliche Selbstbildnis" (1629), das "Bildnis federschneidenden Mannes" (Leihgabe aus Kassel), das "Bildnis einer Jungen Frau" (Wien) sowie das Gemälde "Alter Mann", das nach dem spektakulären Kunstraub von 1979 nach Gotha zurückkehrte.
Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine so tiefgehende Einzelausstellung zu Rembrandt in Thüringen stattfindet. Die Ausstellung beleuchtet den Moment, in dem Rembrandt aufhörte, sich mit Herkunftsbezeichnung ("RHL") zu signieren, und fortan nur noch mit seinem Vornamen als exklusive Künstler-"Marke" auftrat - ganz nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Meister.
Die Schau entstand in enger Zusammenarbeit mit Hessen Kassel Heritage und ist in dieser Form ein einmaliges Erlebnis.


Falls Sie über Twitter auf diesen Artikel gekommen sind, dann klicken Sie hier, um die gesamte Seite zu sehen. Danke!

Mehr aus und über Thüringen:

Jetzt  DerErfurter.de  lesen!