Mittwoch, 30. September 2026

Letzte Ruhe unter alten Buchen

Wer den FriedWald Bad Berka auf dem Adelsberg betritt, spürt sofort die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Rund ein Jahrzehnt hatte die Stadt im Kreis Weimarer Land gerungen, geplant und verhandelt, bis die Idee des ersten Thüringischen Bestattungswaldes im April 2018 Realität werden konnte.
Auf einer Gesamtfläche von rund 47 Hektar im Mittleren Ilmtal prägt ein nahezu rei-ner, majestätischer Buchen-bestand das Bild, das im Frühling von einem Teppich aus Buschwindröschen und Leberblümchen gesäumt wird. Hier übernehmen die Natur und der Kreislauf der Jahreszeiten die Rolle der Grabpflege.
An den Wurzeln von Buchen, Eichen oder Ahornbäumen ruht die Asche der Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen. Grabsteine oder künstlicher Blumenschmuck sind im Wald nicht gestattet; stattdessen erinnert eine kleine, dezent beschriftete Tafel am Baumstamm an den Menschen.
Zentraler Anlaufpunkt für Angehörige ist der barrierefrei erreichbare Andachtsplatz. Ausgestattet mit einem Holzkreuz, Sitzbänken, einem Rednerpult und einem eigens von einem regionalen Steinmetz gefertigten Urnenstein bietet er Raum für individuelle Abschiedszermonien.
Der Standort wird von Menschen aus der gesamten Region, von Erfurt über Weimar bis Jena, stark nachgefragt. Försterinnen und Förster begleiten Angehörige bei der Auswahl des passenden Baumes, der sowohl als Einzelplatz als auch als Familien- oder Generationsbaum für bis zu zwanzig Personen erworben werden kann. Die Preise für Plätze an Gemeinschaftsbäumen starten im unteren dreistelligen Bereich, während ganze Bäume im mittleren vierstelligen Bereich liegen.

Der FriedWald Bad Berka zeigt, wie sich moderne Trauerkultur, kommunale Verantwortung und aktiver Naturschutz harmonisch miteinander verbinden lassen.

Der Wald bleibt ein lebendiger, geschützter Lebensraum und gleichzeitig ein friedlicher Ort des Trostes und der Erinnerung.


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Samstag, 26. September 2026

Paulinenturm - Wahrzeichen über Bad Berka

Hoch über Bad Berka steht auf dem 416 Meter hohen Adelsberg der 26 Meter hohe Paulinenturm, der 1884 als Aussichtsturm aus heimischem Kalkstein errichtet wurde. Die Bad Berkaer benannten ihn nach der Erbgroßherzogin Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach.
Turmschlüssel muss man in der Gaststätte bzw. in der Tourist-Information Bad Berka abholen.
Eine besondere Verbindung zur Technikgeschichte gibt es ebenfalls:
Carl Zeiss stiftete für den Turm ein Fernrohr, mit dem Besucher schon damals in die Ferne schauen konn-ten.
Heute ist der Paulinenturm ein beliebtes Ausflugsziel. Nach dem Aufstieg bietet sich ein weiter Rundblick über das Mittlere Ilmtal; am Fuß des Turmes lädt die Gaststätte zur Einkehr ein.
Karte vergrößern? Einfach darauf klicken!
Der Turm ist zugleich Teil des 26 Kilometer langen Thüringer Drei-Türme-Weges.

Der Rundwanderweg verbindet den Paulinenturm mit dem Hainturm bei Weimar und dem Carolinenturm bei Blankenhain.

Wälder, Wiesen, Ilmtal und zahlreiche Aussichtspunkte machen die Tour zu einer abwechslungsreichen Wanderung durch die Landschaft um Weimar und Bad Berka.


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Montag, 21. September 2026

Das "Thüringer Monster" - die steilste Straße Deutschlands

Wer in Deutschland nach den extremsten Straßen sucht, blickt automatisch Richtung Alpen. Doch das wahre Mekka für Steilheits-Enthusiasten und furchtlose Radsportler liegt mitten im Thüringer Schiefergebirge. Im beschaulichen Ort Deesbach (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) 
Auf einer Länge von zirka 300 Metern bezwingt die Straße mit einer Spitzen-steigung von 25.3 Prozent als steilste durchgehende Ortsstraße in Deutschland das steilste Tal des Ortes.

Die durchschnittliche Steigung liegt bei satten 17 Prozent - ein Wert, den her-kömmliche Bergpässe in Europa nur selten über weite Strecken  erreichen.

Für die Anwohner bringt dieser Rekord im Alltag echte Herausforderungen mit sich:
Wenn im thüringischen Winter Schnee und Blitzeis einsetzen, kapitulieren selbst moderne Räumfahrzeuge. Wer hier wohnt, beherrscht das Anfahren am Berg in Perfektion.

In der Radsportszene hat die Wand von Deesbach längst Kultstatus und den ehrfurchtsvollen Spitznamen "Thüringer Monster". Jedes Jahr wird die Straße Schauplatz eines der kuriosesten Sportevents der Region: dem Deesbacher Klappradrennen. Dabei versuchen Wagemutige, die brutale Steigung auf originalen, gangschaltungslosen DDR-Klapprädern zu bezwingen. Die meisten scheitern bereits nach wenigen Metern an der Schwerkraft, was dem Spektakel und der Volksfeststimmung im Ort aber keinen Abbruch tut.


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Mittwoch, 16. September 2026

Herbstliches Tauchabenteuer - Kürbisausstellung im egapark

Der egapark in Erfurt hat sich in eine faszinierende Unterwasserwelt aus zehntausenden Früchten verwandelt. Noch bis zum 31. Oktober 2026 zieht die beliebte Kürbisausstellung Besucher mit dem magischen Motto "Unter dem Meer" in ihren Bann.
Aus über 50.000 Kürbissen und rund 800 verschiedenen Sorten haben Künstler gigantische Skulpturen geschaffen. Auf der Philippswiese und rund um den Haupteingang begegnen den Gästen filigrane Meeresbewohner wie Delfine, Quallen und Seesterne, eine Meeresjungfrau, ein riesiges U-Boot und sogar die Trickfilm-Ikone Spongebob Schwammkopf.
Neben den beeindruckenden Fotomotiven laden herbstliche Kürbisspezialitäten zum Genießen und herbstliche Dekostände zum Stöbern ein.
Die Ausstellung ist jeweils von Dienstag bis Sonntag ab 9 Uhr bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Ein beson-derer Tipp für Familien: vom 13. bis 18. Oktober 2026 gibt es auf Familienkarten 20 Prozent Rabatt.

Das große Finale steigt am 31. Oktober 2026 ab 14 Uhr mit dem traditionellen KürbisErnteFest: Besucher dürfen die Kürbisse der Figuren ernten und mit nach Hause nehmen. Und ein Lampiongumzug sowie eine Halloween-Feuershow runden den Tag ab.


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Sonntag, 13. September 2026

Das Geheimnis der Eichsfelder Wurst

Wer an das Eichsfeld denkt, kommt an einer kulinarischen Besonderheit nicht vorbei: der Eichsfelder Wurst. Diese traditionelle Rohwurst genießt weit über die Grenzen des thüringisch-niedersächisch-hessischen Dreiländerecks hinaus einen legendären Ruf. Ihr unverwechselbares Aroma verdankt sie einer jahrhundertealten Handwerks-tradition, die bis heute streng gehütet und gepflegt wird.
Das entscheidende Qualitätsmerkmal der echten Eichsfelder Wurst ist die Warm-fleischverarbeitung.

Das Fleisch von schweren, regionalen Schweinen wird noch schlachtwarm verarbeitet. Zusammen mit Salz, Pfeffer, Naturgewürzen und oft mit frischem Knoblauch entsteht so eine Bindung, die ganz ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt.

Ihre Reifezeit verbringen die Würste traditionell in speziellen gut belüfteten Lehmkammern, wo sie über Monate hinweg ihren mildsäuerlichen, hocharoma-tischen Geschmack entwickeln.

Der Eichsfelder Feldkieker: Die Königin der Rohwürste (
Foto links!)
Der Eichsfelder Feldkieker oder Feldgieker gilt als das absolute Prunkstück der Eichsfelder Wurstmacherkunst. Er fällt sofort durch seine charakteristische, leicht birnenförmige Gestalt auf. Diese entsteht, weil das feine Wurstbrät traditionell in den Mastdarm oder eine Kalbsblase gefüllt wird.

Früher hängten die Hausschlachter die Wurst so in die Kammer auf, dass sie symbolisch aus dem Fenster "ins Feld kiekte" (schaute).
Auf Grund seines enormen Volumens benötigt der Feldkieker viel Geduld. Er reift zwischen sechs und zwölf Monate, bis er sein volles Aroma entfaltet. HIER KLICKEN!


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Donnerstag, 10. September 2026

Interessantes und Wissenswertes rund um Kaffee, Tee und Eis

Das erste europäische Kaffeehaus, das "Virginia Coffee House", wurde 1652 in London eröffnet. 

Auch Voltaire und Beethoven waren leidenschaftliche Kaffeetrinken. Der französische Philosoph trank täglich bis zu 72 Tassen Kaffee. Der Komponist soll für eine Tasse Kaffee gar 60 Bohnen genommen haben.

Der "Five o'clock Tea" - die Teestunde der Briten - ist der geselligste und beliebteste Teil des Tages. Seine Erfindung schreibt man der Queen Victoria zu.

Der Kaffeestrauch wird 3 Meter hoch und hat eine kirschähnliche Frucht mit zwei Samen. 

Hochlandkaffee hat ein kräftiges Aroma und ist sehr ergiebig. Tieflandkaffee hat dagegen wenig Aroma und ist nicht ergiebig.

Bereits 3.000 Jahre v. Chr. wurde Eis in China und Griechenland hergestellt. Der Arzt Hippokrates schätzte Eis und lobte seine heilende Wirkung.



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