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Freitag, 12. Juni 2026

Dem Urwald aufs Dach steigen: Nationalpark Hainich

Wir Thüringer haben mit dem Hainich (160 Quadratkilometer) zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza eines der ursprünglichsten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Deutschlands. Und mittendrin Deutschlands 13. Nationalpark, den NATIONALPARK HAINICH, der seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

Thüringens einziger Nationalpark lässt erahnen, wie der Urwald zu Beginn unserer Zeitrechnung ausgesehen hat. Das Ziel der Parkverwaltung: Schutz des heimischen Buchenwaldes und die Schaffung eines mitteleuropäischen Urwaldes, in dem man der Natur freien Lauf lässt.

Fotograf: Rüdiger Biehl, Nationalpark Hainich
Fotograf: Thomas Stephan, www.thomas-stephan.com

Der Hainich-Nationalpark ist heute Thüringens beliebtestes Ausflugsziel. Gäste aus nah und fern, Familien, Gruppen, Einzelwanderer schätzen besonders im Sommer das mächtige geschlossene schattenspendende Buchen-Blätterdach. Jedes Wochenende gibt es Führungen. Kinder können klettern, rutschen, balancieren, erfahren Spannendes über Tiere oder tummeln sich auf dem Abenteuerspielplatz. 

Die Mitmachschautafeln laden alle ein, ihr Wissen zu überprüfen bzw. zu mehren. Ja, und wer jetzt schon Lust auf solche Entdeckungen bekommen hat, der sollte sich die Webseite des Naturparks ansehen (Rote Schrift oben!)
Wildkatze auf dem Sprung 
Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com
Schwarzspechtfamilie im Nationalpark Hainich. Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com
Luchs, Wildkatzendorf Hutscheroda.
Fotograf: Johannes Husch
www.johanneshulsch.de
Bei einer Führung oder auch auf eigene Faust mit leisen Sohlen kann man viele Tiere entdecken: Europäische Wildkatzen, 15 Fledermausarten, 7 Spechtarten, mehr als 500 Käferarten, Graukaninchen, Dachse, Waschbären... und vieles mehr.

Fotograf: Edward Santoso Muchlis
Der Baumkronenpfad, 44 Meter hoch und 546 Meter lang, ist ein Highlight im Nationalpark Hainich. Der barrierefreie Höhenweg offenbart ein 360-Grad-Panorama über das Thüringer Becken und den Hainich.

Etwa 20 solcher Baumwipfelwege gibt es in Deutschland. Viele Kenner von Baumkronenwegen nennen den hier im Hainich als einen der schönsten.

Der Baumkronenpfad liegt an der Thiemsburg im Nationalpark etwa 10 Kilometer von Bad Langensalza entfernt. 


Fotograf: Thomas Stephan,
www.thomas-stephan.com


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Mittwoch, 3. September 2025

Geburtstagsfeier im Nationalpark Hainich

Foto: Edward Santoso Muchlis
Ende August 2025 wurde im Thüringer Nationalpark Hainich der 20. Geburtstag des Baumkronenpfades gefeiert.

Der Pfad in 24 Metern Höhe ist der höchste Baumkronenpfad in Deutschland. Seine Länge beträgt 546 Meter. 

In den zurückliegenden 20 Jahren besuchten das touristische Aushängeschild im Freistaat Thüringen mehr als 3,5 Millionen Menschen aus Deutschland und dem Ausland.

Interessant auch die Tatsache, dass die Fundamente des Baumkronenpfades rund 100 Meter in die Tiefe reichen.

Der Hainich ist übrigens ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas".
Hier kann man sich noch ein Video ansehen. Klicken Sie!

Sonntag, 8. Juni 2014

Thüringens Nationalpark Hainich

Der Nationalpark Hanisch, das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, im Norden von Thüringen liegt in Deutschlands Mitte im Dreieck der Städte Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza.

Jetzt, wo man die letzten Nadelbäume ausgeholzt hat, überlässt man den Wald seinem Schicksal. Der Boden ist üppig mit Bärlauch bedeckt und an zahlreichen Stellen findet man Totholz.



Eine besondere Attraktion des Naturparks Hainich  ist sein Baumkronenpfad, der sich in 44 Meter Höhe über die Wipfel der Laubbäume schlängelt. Insgesamt kann man zwei Schleifen begehen, die 238 Meter bzw.  308 Meter lang sind.



Seit dem 25. Juni 2011 ist der Hainich Teil der UNESCO - Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands".



Romantische Treppe im Wald
Die berühmte Betteleiche des Hainichs 
Ihlefelder Kreuz
Die Betteleiche soll 1000 Jahre alt sein. In jener Zeit war Ihlefeld ein sehr religiöser Ort. Bettelmöche hatten sich in der Klause niedergelassen und boten ihre Dienste, wie Messe lesen und Krankenflege, in den umliegen- den Ortschaften an. Menschen pilgerten zum Ihlefeld, um geistigen Beistand zu erfahren. Getreu ihres Gelübdes durften die Mönche kein Eigentum besitzen, sondern waren auf die milden Gaben angewiesen, die die Leute ihnen am Fuße dieser damals schon stattlichen Eiche darbrachten.
Um die Gaben vor Unwetter zu schützen, schlugen die Mönche eine kastenförmige Vertiefung in den Stamm des Baumes. Verwitterungen und Wachstum wirkten über die Jahrhunderte als Bildhauer weiter und gaben der Betteleiche ihre heutige beeindruckende Form. 

Das Ihlefelder Kreuz ist das älteste Flurdenkmal des Hainichs, stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt eine Bärenjagdszene.



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