Wer den FriedWald Bad Berka auf dem Adelsberg betritt, spürt sofort die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Rund ein Jahrzehnt hatte die Stadt im Kreis Weimarer Land gerungen, geplant und verhandelt, bis die Idee des ersten Thüringischen Bestattungswaldes im April 2018 Realität werden konnte.
| Auf einer Gesamtfläche von rund 47 Hektar im Mittleren Ilmtal prägt ein nahezu rei-ner, majestätischer Buchen-bestand das Bild, das im Frühling von einem Teppich aus Buschwindröschen und Leberblümchen gesäumt wird. Hier übernehmen die Natur und der Kreislauf der Jahreszeiten die Rolle der Grabpflege. |
An den Wurzeln von Buchen, Eichen oder Ahornbäumen ruht die Asche der Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen. Grabsteine oder künstlicher Blumenschmuck sind im Wald nicht gestattet; stattdessen erinnert eine kleine, dezent beschriftete Tafel am Baumstamm an den Menschen.
Zentraler Anlaufpunkt für Angehörige ist der barrierefrei erreichbare Andachtsplatz. Ausgestattet mit einem Holzkreuz, Sitzbänken, einem Rednerpult und einem eigens von einem regionalen Steinmetz gefertigten Urnenstein bietet er Raum für individuelle Abschiedszermonien.
| Der Standort wird von Menschen aus der gesamten Region, von Erfurt über Weimar bis Jena, stark nachgefragt. Försterinnen und Förster begleiten Angehörige bei der Auswahl des passenden Baumes, der sowohl als Einzelplatz als auch als Familien- oder Generationsbaum für bis zu zwanzig Personen erworben werden kann. Die Preise für Plätze an Gemeinschaftsbäumen starten im unteren dreistelligen Bereich, während ganze Bäume im mittleren vierstelligen Bereich liegen. Der FriedWald Bad Berka zeigt, wie sich moderne Trauerkultur, kommunale Verantwortung und aktiver Naturschutz harmonisch miteinander verbinden lassen. Der Wald bleibt ein lebendiger, geschützter Lebensraum und gleichzeitig ein friedlicher Ort des Trostes und der Erinnerung. |




