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Montag, 3. November 2025

DerThüringer war auf Reisen und besuchte Mitteldeutschlands höchsten Berg

Der Volksmund nennt ihn Blocksberg und will wohl darauf anspielen, dass sich hier immer noch Hexen herumtreiben. Der Brocken (1141,2 m) im Hochharz im Nationalpark Harz gelegen, unweit von Wernigerode, ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Der Ort extremer Wetterbedingungen liegt oberhalb der natürlichen Waldgrenze. Sein Klima entspricht den alpinen Lagen in 1600 bis 2200 Meter Höhe. 
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Bei guten Sichtbedingungen kann man vom Brocken aus weit ins Land schauen.

Unter anderem sieht man den Petersberg bei Halle/Sa., den Großen Inselsberg im Thüringer Wald, das Rothaargebirge, die Rhön, das Weser- bergland und den Fichtelberg.

Aber wer das sehen will, der muss Glück haben, denn im Durchschnitt gibt es 306 Nebeltage auf dem Brocken. Der Brocken gilt als der nebelreichste Ort Europas. So ein Erlebnis muss wohl auch der Dichter Heinrich Heine gehabt haben, der angeblich 1824 ins Brocken-Gipfelbuch geschrieben haben soll: "Viele Steine, müde Beine, Aussichten keine, Heinrich Heine." Klingt lustig, aber belegt ist es nicht. Belegt ist allerdings, dass der Brocken mit jährlich zwei Millionen Besuchern Sachsen-Anhalts größter Touristenmagnet ist.
Als Student durchwanderte 1824 Heinrich Heine den Harz. Von Göttingen aus über den Brocken nach Isenburg führte sein Weg. Seine Eindrücke von dieser Tour schrieb er in seinem Buch "Die Harzreise".

Goethe besuchte erstmals am 10. Dezember 1777 den Brocken. Drei Mal war er insgesamt auf dem Berg, der auch sein Meisterwerk "Faust" (Walpurgisfeier auf dem Brocken) prägte.

Die mit Dampfloks betriebene Brockenbahn ist zweifelsfrei ein Highlight für die vielen Brockenbesucher. Am 23. März 1899 fuhr der erste Zug von Schierke aus zum Brocken. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde allerdings der Personenverkehr eingestellt. Im Brockenbahnhof wurden Grenzsoldaten untergebracht und die Bergkuppe, von einer 3-Meter-Betonmauer umgeben,  galt als Sperrgebiet.
Sowjetische Soldaten und Stasi-Leute betrieben auf dem Brocken riesige Abhöranlagen, die in den Westen gerichtet waren. Erst nach der Wende wurde der Brocken wieder für jedermann zugänglich und die beliebte Brockenbahn nahm nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten am 1. Juni 1992 wieder ihren Betrieb auf.
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Wetterstation, Hotel, botanischer Garten, Gaststätte, den Bahnhof der Schalspurbahn, Sendeanlagen, ein Museum sowie eine riesige Sonnenuhr findet man heute auf dem höchsten Berg Mitteldeutschlands.

Webcam zum höchsten Punkt des Brockens.  +++++  Webcam zum Bahnhof Brocken.

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Samstag, 13. Juni 2015

Auf dem Possen kann man viel bestaunen und erleben

Der Possen ist heute ein beliebtes Ausflugsziel in Nordthüringen. Vor allem die Einrichtungen des Freizeit- und Erholungsparks locken Familien hier her. Etwa 120 000 bis 150 000 Besucher werden pro Jahr gezählt.
Der Possenturm ist etwas ganz besonderes auf dem 431 Meter hohen Berg der Hainleite. Immerhin gilt der 42 Meter hohe Turm als der älteste und höchste in Fachwerk errichtete Aussichtsturm in Europa.

1781 wurde der achteckige, achtgeschossige Fachwerkbau in nur 11 Monaten errichtet. Je- des seiner Stockwerke hat vier Fenster, die jeweils nach den Himmelsrichtungen zeigen. Wer einen Euro zahlt und 214 Stufen erklimmt kann den herrlichen Blick von der Aussichts- plattform des Possenturmes genießen.

Das Wanderer vom Brocken, dem höchsten Berg des Harzes, den Possenturm sahen ist niedergeschrieben. Vielleicht sieht man ja vom Possentrum aus auch den Brocken. Probieren Sie es aus!
Gleich neben dem Possenturm das Jagdschloss, welches einst die Herren von Schwarzburg-Sondershausen mit ihren Gästen nutzen. Die Anfänge dieses Gebäudes gehen über 350 Jahre in die Geschichte zurück. Die Dekoration entstand um 1890. Die Vierflügelanlage aus verputztem Fachwerk trägt über dem Eingang eine Wappentafel, eine Sonnenuhr und Trophäenplastiken. 
Auf den Possen gibt es seit 1867 einen Bärenzwinger. Gegenwärtig leben in der großzügig angelegten Anlage drei Braunbären. 

Die Betreiber der Possenanlage haben darüberhinaus noch einen Streichelzoo und ein Wildtiergehege hinzugefügt.

Sehenswert auch der 38 Meter tiefe alte Brunnen von 1761, den man 1976 wieder entdeckte und rekonstruierte.

Vor allem die Freizeitaktivitäten locken heute die Besucher hier hoch auf den Berg: da gibt es einen Hochseilgarten, einen Kleinkinderkletterwald, Deutschlands größtes Hüpfkissen, es werden für Schulklassen Wandertage und Klassenfahrten gestaltet und viele mehr.

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