Wer an das Eichsfeld denkt, kommt an einer kulinarischen Besonderheit nicht vorbei: der Eichsfelder Wurst. Diese traditionelle Rohwurst genießt weit über die Grenzen des thüringisch-niedersächisch-hessischen Dreiländerecks hinaus einen legendären Ruf. Ihr unverwechselbares Aroma verdankt sie einer jahrhundertealten Handwerks-tradition, die bis heute streng gehütet und gepflegt wird.
| Das entscheidende Qualitätsmerkmal der echten Eichsfelder Wurst ist die Warm-fleischverarbeitung. Das Fleisch von schweren, regionalen Schweinen wird noch schlachtwarm verarbeitet. Zusammen mit Salz, Pfeffer, Naturgewürzen und oft mit frischem Knoblauch entsteht so eine Bindung, die ganz ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt. Ihre Reifezeit verbringen die Würste traditionell in speziellen gut belüfteten Lehmkammern, wo sie über Monate hinweg ihren mildsäuerlichen, hocharoma-tischen Geschmack entwickeln. Der Eichsfelder Feldkieker: Die Königin der Rohwürste (Foto links!) | |
Der Eichsfelder Feldkieker oder Feldgieker gilt als das absolute Prunkstück der Eichsfelder Wurstmacherkunst. Er fällt sofort durch seine charakteristische, leicht birnenförmige Gestalt auf. Diese entsteht, weil das feine Wurstbrät traditionell in den Mastdarm oder eine Kalbsblase gefüllt wird.
Früher hängten die Hausschlachter die Wurst so in die Kammer auf, dass sie symbolisch aus dem Fenster "ins Feld kiekte" (schaute).
Auf Grund seines enormen Volumens benötigt der Feldkieker viel Geduld. Er reift zwischen sechs und zwölf Monate, bis er sein volles Aroma entfaltet. HIER KLICKEN!








