Freitag, 1. August 2014

Kleinroller Schwalbe aus Suhl feierte 50. Geburtstag

Sie sieht schmuck aus, ist sparsam im Verbrauch und ausgesprochen robust. Die Rede ist von der zweisitzigen Schwalbe, dem wohl berühmtesten Kleinkraftrad der Suhler Simson-Vogelfamilie, zu der neben der flotten Schwalbe (60 km/h) auch noch Spatz, Star, Sperber und Habicht gehören.
Am 1. Februar 1964 begann im damaligen Volkseigenen Betrieb (VEB) Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl die Serienproduktion der Schwalbe. Dass dieses Gefährt eine solche Erfolgsgeschichte schrieb, ahnte  damals bestimmt keiner. 

Weit über eine Million Stück verließen bis zum Produktionsende am 31. März 1986 das Werk in Suhl-Heinrichts. Noch heute sind rund eine halbe Million Schwalben im In- und Ausland unterwegs, denn die Suhler verkauften ihr Schmuckstück in Dutzende Länder.

Die   MZA GmbH in Suhl  produziert noch Original-Ersatzteile  für Simson-Zweiräder, auch für die Schwalbe. Sogar komplette Motoren werden noch geliefert. Theoretisch könnte man mit den in diesem Betrieb produzierten Ersatzteilen jährlich 12 000 Simson-Zweiräder bauen.
Eine glückliche Familie. Ihre Schwalbe wurde als 8 711te produziert. 
1500 Schwalben und ihre Fahrer kamen zur Jubiläumsfeier nach Suhl.
Mittlerweile hat die Schwalbe Kultstatus. Es gibt Schwalbe-Fanclubs, Schwalbe-Stammtische in Ost-, West-, Nord- und Süddeutschland. Und in diesem Jahr war eine ganze Stadt im Schwalbe-Fieber: Die Suhler bereiteten zum 50. Geburtstag IHRER Schwalbe eine wunderschöne Geburtstagsfeier. Anfang Juli kamen Hunderte in die südthüringische Kreisstadt und präsentierten stolz ihre Fahrzeuge, schauten, bewunderten und fachsimpelten.

Mit viel Leidenschaft haben die Suhler Bürgerinnen und Bürger das große Fest vorbereitet. Da wurden Berichte und Anekdoten geschrieben, Fotos herausgekramt und wer noch eine Schwalbe besaß, reparierte, putzte und polierte, damit alles zum Fest und zur großen Ausfahrt die Zuschauer verzückt.

Bei so einer Erfolgsgeschichte und so viel Euphorie könnte man doch an eine Neuaufnahme der Produktion denken. Versuche, die Schwalbe wieder zu produzieren,  gab es nach der Wende. Investitionen für Produktionstechnik und strenge  technische Normen ließen das Projekt jedoch scheitern.
Auch das Thema "Elektro-Schwalbe", welches kurz im Gespräch war, ist vom Tisch. Es wäre schön gewesen, aber .....

In Suhl schaut man vorwärts. 2015 gibt es das nächste Jubiläum: Zum 60. Mal jährt sich dann der Produktionsstart des Suhler Simson-Mopeds SR 1. Das baute man, bevor die Schwalbe flügge war.


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Samstag, 26. Juli 2014

Kornhochheimer Kummelkreuz ein Ausflugsziel mit Weitblick

Hier oben auf dem Kornheimer Hügel Kummel läst es sich gut picknicken! Im Schatten des großen Baumes steht ein riesiger runder Tisch zwischen zwei Bänken.  
Kummelkreuz: ein fünf Meter hohes Eichenkreuz mit der Inschrift "Gott schütze unser Land"

Und, sollte die Gesellschaft größer sein, dann ist auch das   kein Problem,  denn rund um das fünf Meter hohe Kreuz gibt es noch eine Sitzbank.

Wer hierher kommt, der kommt bestimmt wieder, denn der Ausblick weit ins Thüringer Land ist grandios: Mühlburg, Burg Gleichen, Wachsenburg, Gustav-Freytag-Weg ja  auch den  Inselsberg kann man sehen.

Zu erreichen ist die Anhöhe "Kummel" von der A 4 kommend Richtung Neudietendorf gleich links hinter der DEA-Tankstelle, von Neudietendorf kommend durch Kornhochheim am Ortsende rechts vor der Tankstelle.
Na dann, viel Spaß beim Picknick mit Ausblick. Diese herrliche Location ist es doch mal wert, dass die ganze Familie das sonntägliche Kaffeetrinken ins Freie verlegt, oder?


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Sonntag, 22. Juni 2014

Christian Ludwig Brehm der "Vogelpastor"

Christian Ludwig Brehm wird der "Vogelpastor" genannt, weil der Pfarrer sich der heimischen Vogelwelt wie kein anderer widmete. Die Brehm-Gedenkstädte in Renthendorf im Saale-Holzland-Kreis erinnert daran.
Und dort wird auch seiner gedacht, denn vor genau 150 Jahren, am 23. Juni 1864 verstarb der Forscher. Brehm gilt als Begründer der wissenschaftlichen Ornithologie

 Er gab auch die erste Fachzeitschrift auf dem Gebiet heraus und hat in rund 50 Jahren die wohl vollständigste Sammlung zur heimischen Vogelwelt zusammen getragen. 

Tausende seiner Exponate werden beispielsweise stolz in New York aufbewahrt.

Gemeinde, Politik und Wissenschaft hatten schon am Sonntag zu einer Gedenk- veranstaltung in die Kirche nach Renthendorf eingeladen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht bezeichnet die Gedenkstätte als "Juwel von Weltrang" und sicherte Unter- stützung des Landes zu.
Derzeit wird die, neben der Kirche gelegne, heutige Gedenkstätte saniert. Zu sehen sind in dem einstigen Wohnhaus der Familie Brehm beispiels- weise Reisetagebücher und eine Bibliothek mit 13.000 Bänden.

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Samstag, 14. Juni 2014

Wohnen über der Stadt im denkmalgeschützten Turm

Egal ob mit Zug oder Auto, wer sich von Erfurt kommend der über 1300-jährigen Kreisstadt nähert, wird schon Kilometer vor seinem Ziel vom Arnstädter Wasserturm auf dem Arnsberg begrüßt. Er, der denkmalgeschützte Turm, ist wohl seit vielen Jahren das heimliche Wahrzeichen von Arnstadt.
130 000 Reichsmark kostete der Wasserturmbau 1926
85 Jahre lang erfüllte der dicke rote Turm seine Aufgabe, war Vorrats- und Ausgleichsbehälter für die Arnstädter Trinkwasser-Versorgung, bis 2002 für ihn das Aus kam. Manch einer befürch- tete damals schon das Schlimmste, doch der Turm wurde zum technischen Einzeldenkmal gekürt und 2008 begannen die Sanierungsar- beiten.

Man baute ein Treppenhaus mit Aufzug an den Turm und füllte das Innere mit sieben wunderschönen Etagenwohnungen, die eine Größe von 125 bis 161 Quadratmetern Wohn- fläche haben.

1,5 Millionen Euro investierten die Bauherren in das Vorhaben. Dass sich Geld und Aufwand gelohnt haben, beweisen die Bewohner des einstigen Wasserturms, die den fantastischen Ausblick preisen und die ruhige Lage ihres Zuhauses schätzen.
Steckbrief: 27,5 Meter hoch, 17 Meter im Durchmesser, fast einst eine Million Liter Wasser
Klicken Sie auf die Bücher. 

Video von den Bau- arbeiten und schöne Aus- blicke auf die Bach-Stadt.

Bücher von Arnstadts berühmter Schriftstellerin E. Marlitt. Klick!
Interessante Links:

1. Die Stadt Arnstadt    2. Johann Sebastian Bach in Arnstadt   3. Arnstädter Ansichten   4.Viele Infos, schöne Bilder für Arnstadt-Besucher


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Donnerstag, 12. Juni 2014

Dichter Wieland hatte in Oßmannstedt ein Gut

In Oßmannstedt (ca. 8 Kilometer von Weimar/Tiefurt entfernt) findet man  das einst von Christoph Martin Wieland (Dichter der deutschen Aufklärung von 1797 bis 1804) genutzte Gut. 

Im angrenzenden Park sind die Gräber von Wieland und seiner Ehefrau Sophie Brentano.

Mehr über Wieland erfährt man hier.

Mehr über das Gut des Dichters in Oßmannstedt hier


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Dienstag, 10. Juni 2014

Mühlhäuser baute die Brooklyn Bridge in New York

Auf dem Mühlhäuser Untermarkt steht heute ein Denkmal vom berühmten Sohn der Stadt John August Roebling. John August Roebling (eigentlich Johann August Röbling; * 12. Juni 1806 in Mühlhausen; † 22. Juli 1869 in New York, N.Y.) war ein deutsch-amerikanischer Ingenieur und Brückenbauer.

Weltbekannt wurde er als Konstrukteur der Brooklyn Bridge in New York. 1865 begann Roebling mit den Planungen für die Brooklyn Bridge, die den East River in New York überspannen und die Stadtteile Brooklyn und Manhattan verbinden sollte. 

Während Vermessungsarbeiten für einen Brückenpfeiler hatte er am 6. Juli 1869 einen Unfall, in dessen Folge er sechzehn Tage später an einer Tetanusinfektion starb. Am 25. Juli wurde John August Roebling unter Anteilnahme Tausender in Trenton beerdigt. 

Sein Sohn, Washington Roebling, setzte die Arbeit fort, erkrankte aber drei Jahre später und wurde teilweise gelähmt. Dessen Frau Emily Warren Roebling übernahm die Bauleitung und vollendete das Werk.  Am 24. Mai 1883 überquerte sie als erster Mensch die Brücke.  

Seine Berühmtheit verschaffte ihm die Ehre, zu seinem 200. Geburtstag im Jahre 2006 auf einer 1,45 EUR Sonderbriefmarke der Deutschen Post zu erscheinen.


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Sonntag, 8. Juni 2014

Thüringens Nationalpark Hainich

Der Nationalpark Hanisch, das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, im Norden von Thüringen liegt in Deutschlands Mitte im Dreieck der Städte Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza.

Jetzt, wo man die letzten Nadelbäume ausgeholzt hat, überlässt man den Wald seinem Schicksal. Der Boden ist üppig mit Bärlauch bedeckt und an zahlreichen Stellen findet man Totholz.



Eine besondere Attraktion des Naturparks Hainich  ist sein Baumkronenpfad, der sich in 44 Meter Höhe über die Wipfel der Laubbäume schlängelt. Insgesamt kann man zwei Schleifen begehen, die 238 Meter bzw.  308 Meter lang sind.



Seit dem 25. Juni 2011 ist der Hainich Teil der UNESCO - Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands".



Romantische Treppe im Wald
Die berühmte Betteleiche des Hainichs 
Ihlefelder Kreuz
Die Betteleiche soll 1000 Jahre alt sein. In jener Zeit war Ihlefeld ein sehr religiöser Ort. Bettelmöche hatten sich in der Klause niedergelassen und boten ihre Dienste, wie Messe lesen und Krankenflege, in den umliegen- den Ortschaften an. Menschen pilgerten zum Ihlefeld, um geistigen Beistand zu erfahren. Getreu ihres Gelübdes durften die Mönche kein Eigentum besitzen, sondern waren auf die milden Gaben angewiesen, die die Leute ihnen am Fuße dieser damals schon stattlichen Eiche darbrachten.
Um die Gaben vor Unwetter zu schützen, schlugen die Mönche eine kastenförmige Vertiefung in den Stamm des Baumes. Verwitterungen und Wachstum wirkten über die Jahrhunderte als Bildhauer weiter und gaben der Betteleiche ihre heutige beeindruckende Form. 

Das Ihlefelder Kreuz ist das älteste Flurdenkmal des Hainichs, stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt eine Bärenjagdszene.



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Dienstag, 6. Mai 2014

Gepäckboxen im Zentrum von Erfurt, nicht nur für Radtouristen

Wer mit dem Fahrrad die Landeshauptstadt Erfurt besucht, der kann ab sofort im Hof der Erfurt Tourist Information sein Rad abstellen und in einer verschließbaren Gepäckbox alles deponieren, was man zur Stadterkundung nicht braucht.

Die Lage der Boxen, am Benediktplatz, ist ideal:
Erstens kreuzen sich hier zwei bedeutende Thüringer Radwege (Radweg Thüringer Städtekette und der Geraradweg) und zweitens befindet man sich mitten in der Stadt. Quasi nur wenige Schritte entfernt von Krämerbrücke, Fischmarkt, Dom und Severi, Augustinerkloster, Rathaus und Alter Universität.

Finanziert wurden die Radgepäckboxen aus Fördermitteln der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena-Weimarer Land. In Kürze werden an drei weiteren Stadtorten entlang des Radfernweges Gepäckboxen aufgestellt: in Weimar an der Weimarhalle, in Jena am Volksbad und im Kreis Weimarer Land in Mellingen.

Tolle Sache! Da hatte doch einer mal eine gute Idee, wenn da nicht dieses Schild auf den Boxentüren zur Trübsal bläst:

Mensch Leute, was habt ihr euch dabei gedacht? Sonnabends sollen die Radtouristen um 16 Uhr die Box räumen und sonntags erwartet man dies bereits um 14 Uhr. Das ist nicht touristenfreundlich und bedarf einer Korrektur!


Bliebe noch anzumerken, dass die Gepäckboxen nicht nur Radfahrern zur Verfügung stehen. Wer seine schweren Einkäufe einschließen möchte, um unbeschwert durch Erfurt zu bummeln, der kann dies natürlich auch tun.

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