Donnerstag, 15. Dezember 2022

Nein, meine Suppe ess ich nicht!

Natürlich kennen Sie diesen Ausspruch vom Suppenkasper aus dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann. Der Arzt, der ein Kinderbuch für seinen Sohn zu Weihnachten anfertigte, weil er nichts Passendes in den Geschäften fand, zeichnete und schrieb Geschichten 1844, in denen Kinder nach unvorsichtigem Verhalten drastisch bestraft wurden.

Struwwelpeter-Figur aus dem Märchenpark in Bad Tabarz
Friedrich, der Tiere quälte, wurde von einem großen Hund ins Bein gebissen.

Paulichen spielte trotz des Verbotes ihres Vaters  mit Streichhölzern, als die Eltern fortgingen, und verbrannte mit Haut und Haar.

Drei Knaben verspotteten einen Mohren (veraltete deutschsprachige Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe) wegen seiner schwarzen Haut. Zur Strafe wurden sie in ein Tintenfass gesteckt und waren danach schwärzer als der Verspottete.

In der Geschichte vom Jäger wird der Jäger vom Hasen überrumpelt und stürzt in einen Brunnen.

Daumenlutscher Konrad lutscht trotz des Verbotes der Mutter am Daumen, bis schließlich der Schneider mit einer riesigen Schere kommt und beide Daumen abschneidet.
          
Erinnern Sie sich an diese Geschichten, die wohl fast alle Kinder gehört haben? Sicherlich fallen Ihnen dann auch noch diese ein: Die Geschichte vom Suppenkasper, die Geschichte vom Zappelphilipp, die Geschichte vom fliegenden Robert und die Geschichte vom Hans-guck-in-die-Luft.
Im Struwwelpeter-Park in Bad Tabarz gibt es zu allen Geschichten des Buches farbige, aus Eichenholz geschnitzte Reliefbilder.
Und warum gibt es gerade in Bad Tabarz einen solchen Park? Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Arzt, Dichter und Zeichner Heinrich Hoffmann verbrachte mit seiner Familie von 1884 bis 1894 jährlich seinen Sommerurlaub in Tabarz. Für die Bürger dieses Thüringer Ferienortes Grund genug, ihren berühmten Gast mit einem Struwwelpeter-Park zu ehren. Aber nicht nur das: Einen Gedenkstein hat man auch im Städtchen errichtet, wo es auch einen Struwwelpeter-Brunnen gibt, und natürlich wurde auch eine Straße nach Heinrich Hoffmann benannt.
Übrigens wurden von 1994 bis 1996 die Struwwelpeter-Figuren vom Bad Tabarzer Künstler Günter Gehrke geschaffen. Mit dem Ende des Winters werden sie wieder im Märchenpark aufgestellt zur Freude der Kurgäste und Tagesbesucher.

Klicken Sie auf die Abbildungen und erfahren Sie mehr!


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Mittwoch, 14. Dezember 2022

Weimarer Friedhof erhielt muslimisches Grabfeld

Auf dem Hauptfriedhof in Weimar wurde nun ein muslimisches Grabfeld eingerichtet. Es ist nach Mekka ausgerichtet und verfügt über einen Steinquader zum Aufbahren der Toten.  Fotos: bahnhof-erfurt.de
Eine gepflasterte Linie weist die Richtung nach Mekka. Auch ein Gießbrunnen und Sitzbänke gehören zur Anlage. Die Pläne für das muslimische Grabfeld reichen bis 2018 zurück.

Auf dem Weimarer Friedhof gibt es auch ein jüdisches und ein russisch-orthodoxes Grabfeld. Auch in Erfurt, Jena und Gera sind muslimische Bestattungen auf separaten Gräberfeldern möglich.


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Montag, 12. Dezember 2022

Eine schöne Tradition: EIN BAUM ZUR ERINNERUNG

Es ist mittlerweile in Bad Langensalza zu einer schönen Tradition geworden, einen Baum zur Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis zu pflanzen. Die Spender leisten damit einen aktiven Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt und tragen maßgeblich zur Verschönerung der Kurstadt Bad Langensalza bei.
Stadtverwaltung und Bund für Umwelt und Naturschutz riefen diese Aktion 1999 ins Leben. Von Anfang an war der Zuspruch groß, denn so manches Ereignis gewinnt durch so ein  bleibendes Geschenk.
Im Kurpark von Bad Langensalza
Fotos: Ursula Heuke

Die Palette der Ereignisse ist groß: Hochzeitsjubiläen, zu Ehren der gefallenen Söhne, Geburtstage, Konfirmationen, zum erfolgreich bestandenen Abitur, und, und, und ....

Bisher sponserten die Bad Langensalzaer und ihre Gäs- te rund 580 große und kleine Bäume für die Grünanlagen der Kur- und Rosenstadt, die 2021 mit ihren sehr sehens- werten Themengärten ein Au- ßenstandort der Bundes- gartenschau in Erfurt waren.
Wer gern auch solch ein Geschenk für seine Lieben machen möchte oder wer in Erinnerung an ein wichtiges Ereignis etwas viele Jahrzehnte Bleibendes hinterlassen möchte, dem sei gesagt, dass man bereits ab 150 Euro einen ganz schönen, stattlichen Baum samt Pflanzplatz sowie viel Hilfe im Fachbereich Gartenbau im Bad Langensalza bekommen kann. (Stadtverwaltung Bad Langensalza, Fachbereich IV, Gartenbau, Ingo Günther, Illebener Weg 11c, Telefon: 03603 891368)

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Donnerstag, 8. Dezember 2022

Kostenlos in die Weimarer Museen

Künftig können Besucher jeden dritten Sonntag im Monat die Häuser der Klassikstiftung Weimar ab 14 Uhr ohne Eintritt betreten. Das gilt auch für Sonderausstellungen.
Das Stadtschloss (Foto links) beherbergt das Schlossmuseum mit dem Ausstellungsschwerpunkt Malerei von 1500 bis 1900. Zwischen 1835 und 1847 richtete Großherzogin Maria Pawlowna im Schloss die sogenannten Dichter-zimmer ein. Das sind Memorialräume zu Ehren von Wieland, Herder, Schiller und Goethe.


Seit 1998 gehört Goethes Gartenhaus (Foto rechts)  als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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Montag, 7. November 2022

Bauhaus-Keramik-Museum auf dem Gelände der Dornburger Schlösser

Hoch über dem Saaletal bei den Dornburger Schlössern ruft nun auch das Bauhaus. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum wurde das lang geplante Keramik-Museum im Marstall fertig.
Zu sehen ist die originale Werkstatt, die Walter Gropius 1920 als Außenstandort dort eingerichtet hatte. Gewirkt haben dort unter anderem Otto Lindig, Max Krehahn und das Ehepaar Heiner-Hans Körting und Gerda Körting.
Für das Museum ist zudem für rund 1,3 Millionen Euro ein Anbau entstanden, in dem wichtige Bauhaus-Keramiken zu sehen sind. Die Ausstellung haben maßgeblich der Förderkreis des Keramik-Museums Bürgel und der Dornburger Keramik-Werkstatt e.V. umgesetzt.
Alle Bilder lassen sich vergrößern! Klicken Sie auf die Bilder!
Fotos: thueringen-suchmaschine.de  (Klicken Sie den Link!)


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Mittwoch, 26. Oktober 2022

Haarhausen feiert den neuen Turmknopf mit einem Fest

Viele Schaulustige kamen am 26. Oktober zur Haarhäuser Sankt-Nikolai-Kirche, als dem altehrwürdigen Kirchenturm ein neuer Turmknopf aufgesetzt wurde, denn der Zahn der Zeit hatte der bisherigen Turmzier aus dem Jahre 1853 stark zugesetzt. (Fotos: Gisela Barth, Haarhausen)
Zu Ehren dieses Ereignisses wird es am Sonntag, dem 30. Oktober 2022, ein Fest in Haarhausen geben. Interessenten sollten um 17 Uhr da sein. Dann kann man viel Geschichten und Geschichte über die aus dem 12. Jahrhundert erbaute St.-Nikolai-Kirche erfahren, die u.a. durch eine Brandstiftung schwer beschädigt wurde und eine wertvolle Orgel verlor. Übrigens gibt es am 30. Oktober auch ein Konzert mit der bekannten Kirchenband "Musicfriends".



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Donnerstag, 6. Oktober 2022

Die Wildpferde von Nohra

Ein Freund nahm mich kürzlich mit nach Nohra, wollte mir die Wildpferde zeigen, die dort im 160 Hektar großen Landschaftspark leben, welcher bis zur Wende den sowjetischen Streitkräften in der DDR als Hubschrauberbasis diente. 

Vom Parkplatz des kleinen Hotels am Landschaftspark waren es nur ein paar Schritte bis zur riesigen Koppel,  auf der die wilden Pferde (Konik-Ponys) seit vielen Jahren ganzjährig leben. Ein paar Möhren lockte eine ganze Schar von ihnen in unsere Nähe. So konnten wir schöne Bilder von diesen robusten, menschenfreundlichen Ponys machen.
Fotos: bahnhof-erfurt.de
In der einschlägigen Literatur erfährt man, dass es wohl echte ursprüngliche Wildpferde gar nicht mehr gibt. Die auf der Welt freilebenden Pferde teilen sich ihre DNA mit verschiedenen Hauspferderassen und gelten daher als verwilderte oder ausgewilderte Hauspferde. Selbst bei den lange Zeit als "echte" Wildpferde gehandelten PRZEWALSKI-Pferden in der Mongolei wurde nun eine Verbindung zu Hauspferden nachgewiesen.

Die Konik-Ponys im Nohraer Landschaftspark sind hervorragende Landschaftspfleger. Neben dem Beweiden der Grasflächen schätzen die Parkwächter auch die Verbisse an Hecken und Sträuchern.

Vielerorts in Thüringen werden neben Kühen und Schafen auch wilde Pferde zur Landschaftspflege auf nicht bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen mit Erfolg eingesetzt. Eines der größten Gebiete dieser Art befindet sich in der Nähe von Crawinkel.




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Donnerstag, 11. August 2022

Der stärkste Mann der Welt lebte in Thüringen

Das Eisenberger Mühltal, zwischen Weißenborn und Kursdorf, ist eines der reizvollsten Täler in Thüringen. Tausende Besucher sind es, die das acht Kilometer lange waldreiche Tal entlang der schnell fließenden, plätschernden Rauda zu Fuß oder mit dem Fahrrad jährlich durchqueren. 
Hier, in dem schönen Mühltal, baute sich 1960 Milo Barus (bürgerlicher Name: Emil Bahr), der stärkste Mann der Welt, sein Wohnhaus im schweizerischen Stil gegenüber der Meuschkensmühle.
Milo Barus, der startende Autos festhielt, tonnenschwere Gegenstände verschob oder Pferde die Treppe hinauf trug, bereiste die ganze Welt. In Luxemburg, Paris, Kairo, New York oder Kalkutta versetzte der weniger als 100 Kilogramm wiegende Kraftsportler seine Zuschauer ins Staunen.
1976 verließ Milo Barus die DDR und siedelte in die Bundesrepublik über. Seine Requisiten ließ er allerdings hier. Gegenstände, Fotos und Dokumente kann man sich nun in einer Ausstellung in der Meuschkensmühle ansehen. Auch in der Naupoldsmühle befinden sich Fotos, die die legendären Kraftakte Milo Barus zeigen.


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Dienstag, 9. August 2022

Bad Berka - Die Kurstadt zwischen Erfurt und Weimar

Bad Berka, die Kleinstadt an der Ilm, ist 26 Kilometer von der Landes- hauptstadt Erfurt entfernt und elf Kilometer von der Kulturstadt Weimar.

Also ein idealer Ausgangspunkt, um die beiden Thüringer Städte zu bereisen und zu entdecken. (Klicken Sie auf die Fotos, um alles groß zu sehen.)
Die rund 7500 Einwohner zählende Kleinstadt Bad Berka ist schön, weil die Bürger aus ihrer Stadt etwas machen. Wer einige Tage in Bad Berka verweilt, dem wird nicht langweilig. Hier kann man viele Geschichten und Geschichte erfahren. 
So etwa, dass Goethe - ein Förderer des Berkaer Kurwesens - hier mehrfach weilte. Aber auch die Mondphasen-Uhr am Rathaus will bewundert sein. Und die Frage, warum trägt die Kirchturmspitze von St. Marien einen springenden Hirsch, wird beantwortet werden.  Und ...........
Im Verborgenen an der Ilm eine weitere Rarität: ein Urwelt-Mammutbaum. Von dem man bis 1941 dachte, er sei ausgestorben, aber dann fand man in chinesischen Bergen solche lebenden Fossilien.
Die Urwelt-Mammutbäume erreichen eine Wuchshöhe von 35 Metern mit einem unteren Stammumfang von bis zu 2,20 Meter.

Der Baum in Bad Berka wurde 1956 durch einen Steckling vermehrt. Die Pflanzung erfolgte am jetzigen Standort 1961 bei einer Höhe von 1,70 Meter. 

Jährlich verzeichnet der Baum einen Zuwachs von bis zu einem Meter.
Goethe-Brunnen (Klicken Sie! 
Erfahren Sie mehr.)
Viele tragen das gesunde Wasser 
nach Hause.

Ein Wahrzeichen der Stadt: Paulinenturm 
Klicken Sie auf das Bild.
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