Freitag, 1. Mai 2026

Thüringen ist reich an Orchideen

Rund 50 der 60 in Deutschland beheimateten Orchideen-Arten wachsen in Thüringen. Damit ist das Bundesland in der  Mitte  Deutschlands   gerade in diesen  Tagen ein beliebtes Reiseziel für Freunde dieser prachtvollen Pflanzen mit den außergewöhnlichen farben- und formenreichen Blüten.
Leutratal bei Jena
Die kleinsten Orchideenblüten sind nur einige Millimeter groß, die größten können bis zu 20 Zentimeter werden.

Ob klein, ob groß - die Orchidee begeistert die Betrachter, fasziniert auf Grund ihrer Selten- heit und Einzigartigkeit und wird liebevoll als die „Königin der Blumen“ bezeichnet. (Bild rechts: Weiße Waldhyazinthe im Leutratal)
Jedes Jahr sind es Hunderte, die mit und ohne Wanderführer auf vorgeschriebenen Pfaden in den  Thüringer Orchideen-Gebieten unterwegs sind. Beispielsweise in Kleinbreitenbach im Ilmkreis, wo der Frauenschuh eine ganze Wiese bedeckt, am Mühlberg in Günserode im Kyffhäuserkreis, im Thüringer Burgenland „Drei Gleichen“, wo 18 verschiedene Orchideen-Arten auf den kalkhaltigen Böden gedeihen, und im Leutratal bei Jena, wo die Natur verschwenderisch auf engstem Raum 27 Orchideen-Arten blühen lässt. Das Leutratal bei Jena wurde wegen seines Orchideen-Reichtums schon 1937 unter Schutz gestellt. Die Thüringer Landesregierung hat das schutzwürdige Gebiet noch einmal vergrößert. 
Eine Wiese mit Frauenschuh-Orchideen gibt es in Kleinbreitenbach


Wenn die Orchideen blühen, kommen nicht nur aus Deutschland Besucher - auch in den Niederlanden hat das Leutratal einen guten Ruf. 

Großer Beliebtheit erfreuen sich die fachkundigen Führungen. Orchideenführungen finden im Leutratal im gesamten Mai und Juni jeweils um 10 und um 14 Uhr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen statt. 

Knabenkraut. Fotografiert im Leutratal.
In Leutra bei Jena befindet sich auch das NABU-Zentrum Leutratal, das über die Orchideenregion informiert. Das NABU-Informationszentrum in der Gemeinde Leutra ist der Treffpunkt für Orchideenwanderungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bliebe noch anzumerken: Das Stibitzen von Orchideenpflanzen ist verboten. Orchideen stehen unter Naturschutz!  Darüberhinaus  benötigen sie zum Wachsen bestimmte Bodenpilze - wo diese „Helfer“ fehlen, können sie nicht gedeihen. Erfreuen wir uns doch weiterhin gemeinsam an diesen Schönheiten der Natur. Vielleicht sind Sie ja mal dabei, wenn es auf eine Orchideen-Wanderung irgendwo in Deutschland geht.
In der Nähe von Haarhausen in Richtung Arnstadt gibt es ein herrlich blühendes großes Wiesenstück mit wilden Orchideen.
Hier auf den Bergen gegenüber der Wachsenburg blüht
eine Orchideen-Gattung, die im Volksmund als  Knabenkraut bezeichnet wird.  
Osterluzei im Leutratal
Helmknabenkraut
Bocksriemenzunge
Purpurknabenkraut
Vogelnestwurz

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Mittwoch, 29. April 2026

Residenzschloss Weimar - historische Darstellung

 

Residenzschloss Weimar mit Wallgraben und Holzbrücke, nach 1730 und vor dem Brand am 6. Mai 1774

Das Aquarell stammt von einem unbekannten Künstler und ist im Wielandgut in Oßmannstedt zu sehen.

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Freitag, 17. April 2026

Christoph Martin Wieland:
Rückzug ins Idyll von Oßmannstedt

Christoph Martin Wieland (1733-1813), einer der prägendenAutoren der deutschen Aufklärung, zählte zu den vielseitigsten Schriftstellern seiner Zeit.
Als Dichter, Übersetzer und Herausgeber beeinflusste er maßgeblich die Entwicklung der deutschen Literatur.
Mit Werken wie dem Bildungsroman "Agathon" und dem Versepos "Oberon" sowie seinen Shakes-peares-Übersetzungen trug er zur Öffnung der deutschen Literatur für europäische Einflüsse bei.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Wieland ab 1797 auf seinem Gut in Oßmannstedt bei Weimar. Dort zog er sich bewusst aus dem öffentlichen Leben zurück und fand in ländlicher Ruhe eine neue Form des Schaffens.
Statt literarischem Ruhm stand nun Reflexion, philosophische Betrachtung und familiäres Zusammenleben im Mittelpunkt. Das Gut wurde zu einem Ort der Besinnung: Wieland schrieb weiterhin, jedoch in einem ruhigeren, reiferen Ton.

Christoph Martin Wieland
1805 
Gemälde von Ferdinand
Carl Christian Jagemann
Die Natur, das einfache Leben und die Nähe zur Familie prägten diese Phase nachhaltig.
Oßmannstedt steht damit exemplarisch für einen späten Lebensabschnitt, der weniger von Öffentlichkeit als von innerer Ausgeglichenheit bestimmt war.

Heute erinnert das Wielandgut als Museum an diese Zeit und bewahrt das Andenken an einen Autor, der zwischen Aufklärung und Klassik eine eigenständige Stimme fand.

Einige Tipps für Besucher:

Das Wielandgut in Oßmannstedt ist vom 21. März bis 1. November Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die Anlagen einschließlich Museum können kostenlos besichtigt werden. Man kann dort Getränke kaufen. Die DB-Station ist 500 Meter entfernt.
Der Brunnen im Gutspark,
wurde durch das Nymphen-
bad des Dresdner Zwingers
beeinflusst.

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Montag, 6. April 2026

Rockoper vor historischer Kulisse: "Jesus Christ Superstar" auf den Erfurter Domstufen

Im Sommer verwandeln sich die Erfurter Domstufen erneut in eine eindrucksvolle Open-Air Bühne. Bei den DomStufen-Festspielen 2026 wird die weltbekannte Rockoper "Jesus Christ Superstar" aufgeführt. Geplant sind 21 Vorstellungen mit einer Spieldauer von 2,5 Stunden vom 7. bis 30. August.

Quelle: KI-generierte Illustration mit ChatGPT (OpenAl), 2026


Das Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice zählt seit seiner Uraufführung 1971 zu den Klassikern des Genres. 

Erzählt werden die letzten Tage im Leben Jesu - jedoch aus einer modernen, gesellschafts-kritischen Perspektive. Themen wie Macht, Zweifel und Verrat stehen dabei im Mittelpunkt. 

Die Erfurter Inszenierung setzt auf eine spektakuläre Verbindung aus historischer Kulisse und moderner Bühnentechnik. Vor dem imposanten Hintergrund von Dom und Severi-kirche entsteht ein einzigartiges Ambiente, das durch Projektionen, eine zusätzliche Rockband und ein aufwendiges Bühnenbild verstärkt wird.
Sieben große Bilderrahmen greifen symbolisch Motive des Kreuzwegs auf und verleihen der Inszenierung eine besondere visuelle Tiefe.Das Publikum erwartet ein intensives Erlebnis zwischen Konzert, Theater und Show. Die 70 Domstufen werden dabei selbst Teil der Inszenierung und schaffen eine Atmosphäre, die weit über eine klassische Musicalaufführung hinausgeht. Karten und weitere Infos. BITTE HIER KLICKEN!!!

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Samstag, 4. April 2026

Kammmolch und Knoblauchkröte werden getragen

Sobald es nachts über 4 Grad Celsius misst und schön feucht ist, beginnt das Hüpfen und Kriechen. Viele freiwillige Helfer errichten deshalb an vielen Thüringer Straßen wieder kleine Schutzzäune. 
Hier im Rotehofbachtal im Saale-Holzland-Kreis zwischen Tröbnitz und Trockenborn-Wolfersdorf erstrecken sich die grünen Netze auf rund zwei Kilometern Länge. In den nächsten Wochen werden hier um die 10.000 Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern erwartet - Kammmolche, Knoblauchkröten, Teichfrösche und Fadenmolche.
Die Amphibien sammeln sich an den Schutzzäunen und in den eingegrabenen Eimern. Helfer sammeln sie täglich ein und tragen sie über die für die Tiere todbringende Straße. Im Juni wandern dann zehntausende Jungtiere in die andere Richtung zum Wald. Fotos: www.thueringen-suchmaschine.de

Weitere Infos? Klicken Sie hier!








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Donnerstag, 2. April 2026

MDR-Wanderwege laden ganzjährig zum Entdecken ein

Der  Osterspaziergang  von MDR THÜRINGEN  zieht seit  Mitte der 90er Jahre  stets  tausende  Wanderfreunde an.

Viele wollen die Routen aber auch außerhalb des jeweils einmaligen Feiertagsevents erkunden. Das ist nun möglich:

20 Rundwege werden nun schrittweise von den Gemeinden als MDR-Wanderwege ausgeschildert. Die Details jeder Strecke gibt es online (Klicken Sie!) und als gedrucktes Büchlein.

Klicken Sie hier! Schauen Sie sich die MDR-Wanderbücher an.  Buch 1  / Buch 2.




  Bereits vorgestellt   wurden unter anderem 
der   Gierstädter   Obstwanderweg, eine Tour   
um Bad Liebenstein und der Weg 
rund um Heldburg (Foto) zur Veste.
 Letzterer Rundweg misst neun Kilometer.


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Donnerstag, 19. Februar 2026

Wie wäre es mit einem Ausflug in den Thüringer Wald?

 



Der Thüringer Wald ist zu jeder Jahreszeit schön, aber im Winter, da ist er was ganz Besonderes. Viele kommen dann mit Skibrettern und Rodelschlitten, genießen den Schnee und die schöne Aussicht auf umliegende Dörfer und Erhebungen mit Türmen und Hütten. Auch so manches Tier sieht man im Winter durch den Wald huschen. Unsere Fotografen Veronika und Eckhard Griebel suchten sich ihre schönen Motive in den Wäldern nahe Suhl.


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Dienstag, 17. Februar 2026

Bauden prägen den Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist reich an traditionsreichen Bauden - eine genaue Zahl gibt es zwar nicht, doch es sind mehrere Dutzend im gesamten Waldgebiet. Entlang bekannter Wege wie dem Rennsteig dienen sie Wanderern und Ausflüglern als beliebte Einkehr- und Rastorte.

Eine sehr schöne Baude befindet sich unweit von Suhl: Die Hütte am Rimbachbrunnen. Vom Bahnhof Suhl bis zur Hütte läuft man etwa 1,5 Stunden. Es erwartet den Wanderer ein nettes Plätzchen zum Rasten, es gibt einen schönen Ausblick von hier oben, und herzhafte Kleinigkeiten halten die Gastgeber auch bereit.  (Fotos: Veronika und Eckhard Griebel, Suhl)
Foto: kahbox.de
Auch eine wunderschöne vereinsgeführte Baude auf dem 866 Meter hohen Ruppberg bei Zella-Mehlis, aber lesen Sie selbst. Bitte klicken Sie! 

Viele Bauden bieten regionale Küche, manche auch einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Darüberhinaus sind sie Treffpuunkte für Einheimische und Gäste - und damit ein fester Bestandteil der lebendigen Kultur in Thüringen.


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Montag, 5. Januar 2026

Schönes Thüringen: Schneekopf, Wielandgut, Schloss Kromsdorf, Veste Wachsenburg

Thüringens höchster Berg im Thüringer Wald war zu DDR-Zeiten nicht zugänglich.
Militärisches Sperrgebiet!
Dank des Turmes misst der Schneekopf im Thüringer Wald 1001 Meter und ist somit Thüringens einziger Tausender.
In dem Ort Oßmann-stedt bei Weimar be-findet sich das einst von Christoph Martin Wiel-and (Dichter der deut-schen Aufklärung) von 1797 bis 1804 genutzte Gut.
Im angrenzenden Park sind die Gräber von Wie-land und seiner Ehefrau Sophie Brentano.
Vor Wieland (von 1762 bis 1775) nutzten die Herzogin Anna Amalia und ihre Söhne das Anwesen als Sommersitz.
Von Ende März bis Ende Oktober können die
Räumlichkeiten täglich außer dienstags von 10
bis 18 Uhr besichtigt werden.
Christoph Martin Wieland (1733 bis 1813) zählt zu den erfolg- reichsten Schriftstellern des 18. Jahrhunderts und erwarb sich bleibende Verdienste.
Steinbüsten von Herzögen, Königen und Kaisern vergangener Zeiten zieren viele Nischen der Schlossbegrenzung des Kromsdorfer Schlosses.

Die Veste Wachsenburg ist eine der Drei Gleichen. Die Burg, die seit 1966 ein Hotel beherbergt,  ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Burg hat man einen einzigartigen Rundblick über das Thüringer Becken. 1651 baute man für die Burg einen 93 Meter tiefen Brunnen.

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Dienstag, 25. November 2025

Rote Bank mahnt in Meiningen

Mancher blickt vielleicht verwundert: In der Meininger Georgstraße steht eine knallrote Sitzbank. Die Stadt beteilgt sich damit an der weltweiten UN-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
So steht auf der Bank auch „Hier ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen“. Ein QR-Code leitet zur Website der Gleichstellungsbeauftragten mit Hilfsangeboten.
Auch Altenburg, Heiligenstadt, Jena und viele Städte in ganz Europa haben bereits rote Bänke aufgestellt. Die Hingucker sollen das Thema häusliche Gewalt sichtbar machen.
Die erste rote Bank wurde 2016 in Italien aufgestellt. Von dort hat sich das Symbol weltweit verbreitet. Foto: kahbox.de


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Dienstag, 4. November 2025

DerThüringer war auf Reisen und entdeckte Deutschlands letzte regelmäßige Postkutschenlinie

Ja, es gibt sie noch,  die gute alte Postkutsche, die Reisende von einem Ort zum anderen bringt. In Bad Kissingen startet vier Mal wöchentlich solch eine große gelbe Kutsche, die von vier kräftigen Pferden gezogen wird,  auf der letzten regelmäßig befahrenen Postkutschenlinie der Deutschen Post.
Zwei Ziele werden angefahren:  Sonntags geht es nach Bad Bocklet und donnerstags, freitags und sonnabends steht das Schloss Aschach im Fahrplan. 

Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 25 Euro. 

Die romantische Fahrt durch das Tal der fränkischen Saale dauert immer eine Stunde. Mit dem Auto allerdings benötigt man gerade mal 15 Minuten. 

Aber der Reiz einer Postkutschenfahrt liegt wohl im gemächlichen Reisen durch Wälder, Wiesen, Auen und Dörfer. Und wenn dann auch noch der Postillion in sein Horn bläst, dann kehrt man in Gedanken ein bisschen in die Vergangenheit zurück.

Manch einer summte da auch schon mal "Hoch auf dem gelben Wagen", jenes Lied, das der Thüringer Rudolf Baumbach 1879 schrieb und das Deutschlands Bundespräsident Walter Scheel  so erfolgreich sang.


Neun Personen haben in der geräumigen Postkutsche Platz. 
Übrigens hatte diese Postkutschenlinie 1939 ihre Jungfernfahrt.

Der Krieg führte zur Einstellung des Linienverkehrs, bis 1950 die erste Kutsche wieder rollte.

Klar, die offizielle Postkutschenzeit ist mittlerweile längst vorbei, aber als touristische Attraktion ist der vierspännige gelbe Wagen mit Kutscher und Postillion unschlagbar.

Falls Sie mehr erfahren wollen oder auch mal eine Reise per Kutsche mögen, dann klicken Sie HIER.


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Montag, 3. November 2025

DerThüringer war auf Reisen und besuchte Mitteldeutschlands höchsten Berg

Der Volksmund nennt ihn Blocksberg und will wohl darauf anspielen, dass sich hier immer noch Hexen herumtreiben. Der Brocken (1141,2 m) im Hochharz im Nationalpark Harz gelegen, unweit von Wernigerode, ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Der Ort extremer Wetterbedingungen liegt oberhalb der natürlichen Waldgrenze. Sein Klima entspricht den alpinen Lagen in 1600 bis 2200 Meter Höhe. 
Klicken Sie auf das Panorama-Bild und erleben Sie alles viel größer!
Bei guten Sichtbedingungen kann man vom Brocken aus weit ins Land schauen.

Unter anderem sieht man den Petersberg bei Halle/Sa., den Großen Inselsberg im Thüringer Wald, das Rothaargebirge, die Rhön, das Weser- bergland und den Fichtelberg.

Aber wer das sehen will, der muss Glück haben, denn im Durchschnitt gibt es 306 Nebeltage auf dem Brocken. Der Brocken gilt als der nebelreichste Ort Europas. So ein Erlebnis muss wohl auch der Dichter Heinrich Heine gehabt haben, der angeblich 1824 ins Brocken-Gipfelbuch geschrieben haben soll: "Viele Steine, müde Beine, Aussichten keine, Heinrich Heine." Klingt lustig, aber belegt ist es nicht. Belegt ist allerdings, dass der Brocken mit jährlich zwei Millionen Besuchern Sachsen-Anhalts größter Touristenmagnet ist.
Als Student durchwanderte 1824 Heinrich Heine den Harz. Von Göttingen aus über den Brocken nach Isenburg führte sein Weg. Seine Eindrücke von dieser Tour schrieb er in seinem Buch "Die Harzreise".

Goethe besuchte erstmals am 10. Dezember 1777 den Brocken. Drei Mal war er insgesamt auf dem Berg, der auch sein Meisterwerk "Faust" (Walpurgisfeier auf dem Brocken) prägte.

Die mit Dampfloks betriebene Brockenbahn ist zweifelsfrei ein Highlight für die vielen Brockenbesucher. Am 23. März 1899 fuhr der erste Zug von Schierke aus zum Brocken. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde allerdings der Personenverkehr eingestellt. Im Brockenbahnhof wurden Grenzsoldaten untergebracht und die Bergkuppe, von einer 3-Meter-Betonmauer umgeben,  galt als Sperrgebiet.
Sowjetische Soldaten und Stasi-Leute betrieben auf dem Brocken riesige Abhöranlagen, die in den Westen gerichtet waren. Erst nach der Wende wurde der Brocken wieder für jedermann zugänglich und die beliebte Brockenbahn nahm nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten am 1. Juni 1992 wieder ihren Betrieb auf.
Klicken Sie auf das Foto um es zu vergrößern.
                                              


Wetterstation, Hotel, botanischer Garten, Gaststätte, den Bahnhof der Schalspurbahn, Sendeanlagen, ein Museum sowie eine riesige Sonnenuhr findet man heute auf dem höchsten Berg Mitteldeutschlands.

Webcam zum höchsten Punkt des Brockens.  +++++  Webcam zum Bahnhof Brocken.

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Sonntag, 2. November 2025

Wanderziel Salzquelle in Sülzenbrücken

Thüringen ist schön! Thüringen ist ideal zum Wandern und Radfahren. Im Thüringer Land gibt es steile Berge und sanfte Hügel, viel Wald, saftige blühende Wiesen, viele Burgen und Schlösser und natürlich viele Tiere von groß bis klein. Kurzum, wer nach Thüringen kommt, der kann was erleben und das egal, wie prall sein Geldbeutel gefüllt ist. 

Vor allem die Erfurter und jene, die noch näher dran sind, lieben das Drei-Gleichen-Gebiet mit seinen imposanten drei Burgen und dem gemütlichen Weg auf einem Höhenzug (Gustav-Freytag-Weg), der zwei der Burgen verbindet.
Neben den bekannten drei Burgen und ihrem ganzen sehenswerten Drum und Dran sind es wohl auch die "Kleinigkeiten", die so manchen Wanderer oder Rad- fahrer hierher locken.

Die bunten Wiesen mit zahl- reichen Orchideenarten, die Karstquelle Spring in Mühlberg oder die unweit von Sülzen- brücken plätschernde nun schon über 1500 Jahren alte Salz- quelle, die man hunderte von Jahren zur Salzgewinnung in der Region  nutzte.
Warum da salzhaltiges Wasser viele Jahre aus der Erde kam, ist auf einer Schautafel beschrieben. Grund- und Quellwasser haben wohl Salzlager ausgewaschen und es an die Oberfläche gebracht. Heute, so auf der Schautafel zu lesen, fördert die Quelle nur noch Süßwasser. Mögliche Ursachen werden für Wissbegierige erklärt.
2018 haben Heimatfreunde das Gebiet rund um die Quelle hübsch gemacht.

Pflanzen wie Seggen, Saugrasgewächse, Salzbinsen finden in den Salzwiesen günstige Lebensbedingungen.

Aber auch eine reichhaltige Fauna kann hier beobachtet werden:

131 Vogelarten, 41 Schneckenarten und 121 Laufkäferarten und viele Insekte
n wurden hier von Naturkundlern bereits entdeckt.
Vielleicht ist ja die Salzquelle in Sülzenbrücken Ihr nächstes Wanderziel? Nehmen Sie sich einen Picknick-Korb mit! An der Quelle ist es schattig und man findet einen bequemen Sitzplatz am rauschenden Wasser.


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Donnerstag, 30. Oktober 2025

Petersilie-Orgel erklingt im Eichsfeld

Nun klingt in Streitholz bei Heiligenstadt das Instrument der Instrumente wieder: Die Petersilie-Orgel aus dem Jahr 1886 war zehn Monate lang ausgiebig in der Kur.  Damit steht ein wirklich einmaliges Instrument wieder für Konzerte zur Verfügung.

Bekannt ist die Konstruktion von Friedrich Erdmann Petersilie für seinen besonders warmen, vollen Klang. Die Kegellade-Orgel bietet 640 Pfeifen und zehn klingende Register.  
Foto & Text: kahbox.de
Ein eigens gegründeter gemeinnütziger Verein hat die Restaurierung mehrere Jahre vorbereitet und umgesetzt. Die Kosten von rund 120.000 Euro wurden mit EU-Mitteln und Spenden gestemmt.
Vergrößern?  Fotos anklicken!
Zu erleben ist die Orgel in der katholischen Kirche St. Johannes der Evangelist https://pfarrei-siemerode.de/ in Streitholz.


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