Freitag, 24. Oktober 2025

Thüringer Moore: Schatzkammer der Natur und touristische Highlights

In der Vergangenheit galten Moore als furchteinflößende Orte. Die oft nebelverhangene Umgebung in Moorgebieten und die besondere Stille förderte die Vorstellung, dass dort Geister, Irrlichter, Elfen oder andere unheimliche Wesen lebten. Die Angst, im Moor zu versinken, war weit verbreitet. Obwohl ein vollständiges Versinken auf Grund der Dichte des Torfs unmöglich ist.
Das Schwarze Moor in der bayrischen Rhön am Dreiländereck zu Hessen und Thüringen. Es ist ein wichtiges Naturschutzgebiet und als Kernzone des Biosphärenreservats Rhön streng geschützt.
Die Mythen um Moorlandschaften spielen heute keine Rolle mehr. Unser Blick hat sich verändert.

Moorlandschaften sind vor allem Lebensräume für zahlreiche bedrohte Tiere und Pflanzen. Und auch das wissen wir: Moorlandschaften tragen erheblich zur Klimaregulierung bei. Ein Hektar Moor speichert 700 Tonnen CO2.

Moore sind Feuchtgebiete, in denen dauerhaft Wasser steht und abgestorbene Pflanzen kaum verrotten - so entsteht Torf.

In Deutschland bedecken Moore heute nur noch fünf Prozent der Landfläche, ursprünglich waren es rund zehn Prozent.

Man unterscheidet Hochmoore (nur vom Regenwasser gespeist) und Niedermoore (vom Grund- oder Flusswasser beeinflusst).

Viele ehemalige Moore wurden entwässert und landwirtschaftlich genutzt. Heute versucht man vielerorts, Moore wieder zu vernässen, um sie als wertvolle Kohlenstoffsenker und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten.
In Thüringen sind Moore eher selten, aber sie kommen vor und bedecken etwa 1200 Hektar. Die wichtigsten und bekanntesten Moore Thüringens sind: das Vessertalmoor bei Schmiedefeld am Rennsteig, das Große und Kleine Rinntalmoor bei Oberhof, das Rote Moor und das Schwarze Moor in der Rhön sowie Moorgebiete bei Frauenwald und Neustadt am Rennsteig. Sehenswert sind alle diese Moorlandschaften, die man auf Holzstegen und Lehrpfaden erkunden kann.

Fotos: kahbox.de
Die Fotos entstanden im Schwarzen Moor.  Es ist heute eines der größten und besterhaltensten Hochmoore Mitteleuropas.
Schwarzes Moor:  66 ha groß, entstand nach der letzten Eiszeit.
Für Besucher ist das Schwarze Moor über einen 2,5 Kilometer langen Rundweg erschlossen. Viele Informationstafeln erklären die Entstehung und die Tier- und Pflanzenwelt. Vom Aussichtsturm kann man die Moorfläche gut überblicken. Jährlich zählt diese bedeutende Moorlandschaft zirka 140 000 Besucher.


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Sonntag, 21. September 2025

Im Thüringer Zoopark Erfurt kann man seinem Lieblingstier ganz nah sein

Begleitet durch das Tierpflegerteam kann man jetzt mit seinem Lieblingstier im Thüringer Zoopark Erfurt auf Tuchfühlung gehen. Einige Tiere dürfen gefüttert werden, bei anderen ist man beim Training dabei, und manche darf man sogar streicheln.
Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Es geht hinter die Kulissen bzw. auf die Anlage. Da die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihre Tiere am besten kennen – ihre Lebensweise, Bedürfnisse, Fressgewohnheiten, aber auch charakterliche Merkmale, – erfährt man spannende Fakten sowie individuelle Informationen aus erster Hand.

Je nach Tierart dauert die Begegnung zwischen 20 und 30 Minuten. Bis zu vier Personen - je nach Tierart - können daran teilnehmen. Die Preise variieren zwischen 50 und 120 Euro.

Es wird eine Anmeldung mindestens vier Wochen im Voraus empfohlen. Interessierte können sich direkt telefonisch unter 
0361 655 4161 melden oder eine Mail an zooschule@erfurt.de senden.

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Samstag, 20. September 2025

Archäologisches Freiluftmuseum im Norden Thüringens: Funkenburg in Westgreußen

Die Funkenburg Westgreußen ist ein archäologisches Freilichtmuseum und rekonstruierte eine germanische Wehrsiedlung. Die Siedlung wurde in den 1960er Jahren am Ostrand des Dorfes Westgreußen entdeckt.

Von 1974 bis etwa 1980 wurden systematische Ausgrabungen durchgeführt, bei denen zahlreiche Gebäude, Gruben, Speicher, Öfen, Wälle, Palisaden und Gräben dokumentiert wurden. Insgesamt dürfte das Siedlungsgebiet etwa 2,5 Hektar groß gewesen sein.

Die ursprüngliche Besiedlung erfolgte in der vorrömischen Eisenzeit etwa ab dem 3. Jahrhundert vor Chr. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass das Gebiet möglicherweise schon viel früher genutzt wurde. Die ältesten Funde gehören zur Jungsteinzeit (4. Jahrtausend v.Chr.).

Man findet auch Grubenhäuser,
Backöfen, Gärten und  Felder im 
Freilichtmuseum
Links: Wehrturm. Diente Rundumsicht und
Verteidigung.

Mitte: Langhaus. 14 Meter x 8 Meter, war das
 Zentralgebäude in der Gründungsphase der
Funkenburg. Es diente als Wohnsitz.

Rechts: Stelzenspeicher. Die erhöhte Lagerung
 bot Schutz vor äußeren Einflüssen wie Tierfraß
In den 1990er Jahren erfolgte auf Initiative eines örtlichen Vereins und in Zusammenarbeit mit archäologoschen Denkmalbehörden eine Rekonstruktion der Anlage. Diese umfasste Vorburg und Hauptburg mit Wehrwällen, Gräben, Palisaden und Türmen sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Das Gelände ist von Ostern bis Oktober geöffnet. Es gibt Führungen, einen Audioguide, Veranstaltungen, wie historische Handwerkerwochen, und Feste. 

Die rekonstruierte germanische Wehrsiedlung bietet Schulklassen spannende Einblicke in das Leben der Eiszeit. Die Objektleitung bietet auch Mitmachaktionen an wie Getreide mahlen, Brot backen, Töpfern, Weben, Feuer entfachen. Perfekt für Projekttage und praxisnahes Lernen. Weitere Infos und Buchung gibt es hier!



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Sonntag, 14. September 2025

Skywalk Sonnenstein: Nervenkitzel über dem Eichsfeld

Der Begriff "Skywalk", zu deutsch Himmelsgang, ist spätestens seit 2007 in aller Munde. Damals eröffnete man die hufeisenförmige, freitragende Glasplattform am Grand Canyon West. 21 Meter ragt diese "Aussichtsbühne" über den Rand des Canyons hinaus und ermöglicht so aus 1200 Metern Höhe einen atemberaubenden Panoramablick sowie den Blick auf den Canyonboden, der vom Colorado River an dieser Stelle durchzogen wird.

Aber nicht nur mit Glasböden bestückte Aussichtsplattformen, die in das Nichts hinausragen, bezeichnen wir in Deutschland als Skywalk. Auch Baumkronenpfade und Hängebrücken werden oft so genannt. 
Skywalk Sonnenstein






Wir Thüringer haben ein bisschen Grand-Canyon-Feeling, denn einen Skywalk in Miniatur kann man auf dem Sonnenstein in 486 Meter Höhe unweit der Gemeinde Holungen im Eichsfeld erleben.

Der Aussichtspunkt "Sonnenstein" erhielt 2017 mit dem Skywalk etwas ganz Besonderes. Der spektakuläre Stahl-Glas-Steg ist 14 Meter lang, von denen 9 Meter freischwebend über die Klippe hinausragen. Der Boden ist durchsichtig. Beim Blick nach unten scheint der Boden sich unter den Füßen langsam aufzulösen.

Die zwei Fußwege vom Parkplatz gehen steil oder gemächlich nach oben. Die Gehzeit beträgt je nach gewählter Route 15 bis 30 Minuten. 

Parkplatz und Skywalk können übrigens kostenlos genutzt werden.

Der Ausblick vom Skywalk Sonnenstein ist weit und bewegend:



Im Norden sieht man den Harz und den Brocken, im Osten das Kyffhäusergebirge. Im Süden kann man bis zum Ohmgebirge blicken und im Westen bis zur Goldenen Mark.
An den Wochenenden sind es recht viele, die einmal hier von oben die Natur und die weite Sicht genießen wollen. Wer mit dem Auto kommt, der sollte ins Navi folgende Adresse eingeben: Sonnenstein 2A, 37345 Holungen



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Mittwoch, 10. September 2025

Blick über Worbis in Richtung Ohmgebirge

Worbis, die rund 5000 Einwohner zählende Ortschaft im Landkreis Eichsfeld, ist ein Teil der thüringischen Mittelstadt Leinefelde-Worbis, die am 16. März 2004 aus den beiden Städten Leinefelde und Worbis entstand.

Foto: Katja Funke

Die Gemeinde liegt in einer hügligen Landschaft, im Norden begrenzt vom Ohmgebirge und im Süden vom Dün. Durch den Ort führt die Deutsche Fachwerkstraße. 

Bekannt wurde Worbis auch durch den 8,5 Hektar großen alternativen Bärenpark, der 1997 eröffnet wurde. Er bietet Wildtieren, wie Bären und Wölfen, aus schlechter Haltung ein neues, artgerechtes Zuhause in großen Freianlagen, in denen sie ihre natürlichen Instinkte ausleben können. Der Bärenpark Worbis, der erste seiner Art in Deutschland, vereint Tierschutz mit Aufklärungsarbeit, indem er Besuchern ein pädagogisches Programm zur Aufarbeitung von Tierleid und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet. Neben Bären kann man dort auch Wölfe und Luchse bestaunen.

Worbis ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Fachwerkstadt Duderstadt zu besichtigen, das Grenzlandmuseum Teistungen oder das Bergbaumuseum in Holungen zu besuchen.

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Samstag, 6. September 2025

Auf nach Coburg zum Shoppen, Entdecken und Amüsieren

Mit der Erfurter Straßenbahnlinie 4 fahren Sie von Endhaltestelle zu Endhaltestelle fast genauso lange wie mit dem Zug von Erfurt nach Coburg. Die täglichen Regional-Express-Züge von Erfurt nach Franken benötigen nur 36 Minuten. Und was das Beste ist, man kann sie mit dem Deutschlandticket nutzen (Siehe auch hier!)

Coburg-Besucher erwartet einiges: eine entdeckenswerte Altstadt, mit der Veste Coburg ein sehr sehenswertes Schloss mit interessanten Ausstellungen, das Coburger Vogelschießen,  sehr interessante Museen, der Coburger Klößmarkt und vieles mehr.

Ja, und wer einkaufen will, kommt auf seine Kosten. 140 inhabergeführte Geschäfte warten auf Ihren Besuch genauso wie die Kaufhäuser und Filialketten.

Und wer Theater liebt, kann sich über ein Mehrspartentheater mit mehreren Spielstätten und interessanten Programmangeboten freuen.


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Mittwoch, 3. September 2025

Geburtstagsfeier im Nationalpark Hainich

Foto: Edward Santoso Muchlis
Ende August 2025 wurde im Thüringer Nationalpark Hainich der 20. Geburtstag des Baumkronenpfades gefeiert.

Der Pfad in 24 Metern Höhe ist der höchste Baumkronenpfad in Deutschland. Seine Länge beträgt 546 Meter. 

In den zurückliegenden 20 Jahren besuchten das touristische Aushängeschild im Freistaat Thüringen mehr als 3,5 Millionen Menschen aus Deutschland und dem Ausland.

Interessant auch die Tatsache, dass die Fundamente des Baumkronenpfades rund 100 Meter in die Tiefe reichen.

Der Hainich ist übrigens ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas".
Hier kann man sich noch ein Video ansehen. Klicken Sie!

Montag, 1. September 2025

Schloss Burgk, eines der charmantesten Schlösser in Mitteldeutschland

Hoch über den malerischen Ufern der Oberen Saale im Saale-Orla-Kreis im Thüringer Schiefergebirge und Vogtland befindet sich die beeindruckende Schlossanlage Burgk, von der man eine so fantastische Aussicht über die Flusslandschaft, die Täler und Wälder hat.
Schloss Burgk, Jahrhunderte Residenz des Fürstenhauses Reuß, präsentiert sich mit seinen historischen Wohn- und Schlafräumen, mit kostbarem Interieur bestückt, den Besuchern, die aber auch nicht weniger beeindruckt sind von der spätmittelalterlichen Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert, die das Gebäude umschließt.

Die Spezialsammlungen, Konzerte, Feste und Trauungen im mittelalterlichen Ambiente machen heute Schloss Burgk zu einem kulturellen Zentrum des Saale-Orla-Kreises.

Und weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist die Exlibris-Sammlung aus fünf Jahrhunderten von über 5000 Künstlern aus mehr als 60 Ländern.   
( Fotos: kahbox.de )

1742 baute Gottfried Silbermann eine Orgel in die Schlosskapelle ein, die heute als ein Kulturdenkmal von nationalem Rang bewertet wird.


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Schnitzeljagd Erfurt:

Stadtspiel Erfurt als Schnitzeljagd für Familien, Klassenfahrten oder Teamevents. Entdecke Erfurt auf eigene Faust – tolle Alternative zum Reiseführer Erfurt
Hier finden Sie noch viele gute Infos zu diesem Spiel, erfahren etwas zum Preis und wie Sie es oder Ihre Gruppe spielen kann. Klicken Sie!

Das Stadtspiel Schnitzeljagd gibt es mittlerweile für fast 50 Städte in Deutschland und Europa.



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Sonntag, 31. August 2025

Nachtflüge sorgen für steigende Passagierzahlen am Flughafen Erfurt-Weimar

Der Flughafen Erfurt-Weimar gehört zu den sieben Airports in Deutschland, wo auch nachts eingeschränkt Flugbewegungen möglich sind. Die Flüge zwischen 0 und 6 Uhr, insgesamt sind fünf Flugbewegungen pro Nacht möglich, haben die Airlines gut angenommen. So verzeichnet man momentan in Erfurt 33 Abflüge pro Woche.
Die meisten Flugbewegungen bringen Urlauber nach Antalya (Türkei), Mallorca (Spanien) und Hurghada (Ägypten). Besonders in den Sommerferien der Schüler verzeichnete man kräftige Zu-wächse bei den Passagierzah-len.
Auch für die  Herbstferien erwar-tet man, dass sich dieser gute Trend fortsetzt.
Schon jetzt prognostiziert die Chefin des Flughafens Erfurt-Weimar, Susanne Hermann, eine Steigerung im Passagieraufkommen für das Jahr 2025. Realistisch ist eine Passagierzahl von 250 000, das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2024, wo 170 000 Passagiere den Airport in Erfurt nutzten. Erfreulich auch die Tatsache, dass immer mehr Reisende aus Bayern den Erfurter Flughafen wählen.

Neben dem touristischen Angebot wird der Flughafen Erfurt-Weimar auch für Fracht-, Ambulanz-, Trainings- und Geschäftsflüge genutzt.


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Montag, 25. August 2025

Die Meuselbacher Kuppe - beliebt bei Ausflüglern, Wanderern und Skifahrern

Die Meuselbacher Kuppe ist ein 786,1 Meter hoher Berg des Thüringer Schiefergebirges oberhalb von Meuselbach-Schwarzmühle im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Der Berg gehört zu den markanten Höhen der Region und bietet eine weite Aussicht über das Schwarzatal und die umliegenden Mittelgebirgshöhen.

Oben angekommen erwartet die Besucher eine herrliche Fernsicht, bei gutem Wetter reicht die Aussicht bis zu 60 Kilometer weit.
Heute ist die Meuselbacher Kuppe ein wichtiger Punkt für Wanderer im Naturpark Thüringer Wald. Von hier aus gibt es verschiedene markierte Wanderwege, unter anderem zur Talsperre Leibis-Lichte oder zum Rennsteig. Im Winter lädt die verschneite Landschaft zu Skiwanderungen ein.
Der Aussichtsturm wurde 1911 gebaut.
Eine Besonderheit der Meuselbacher Kuppe ist das traditionsreiche Berg-gasthaus, das 1895 eröffnet wurde und bis heute Wanderer, Ausflügler und Urlauber anzieht.

Bereits um die Jahrhundertwende erfreute sich das Gasthaus großer Beliebtheit. Gäste kamen zu Fuß, mit der Kutsche oder später mit der Bahn bis Meuselbach-Schwarzmühle, um von dort den Aufstieg zu wagen.
Während der DDR wurde das Gasthaus in den staatlichen Tourismus integriert. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude modernisiert und weiter als Berggaststätte geführt.

Laut der Webseite der Gemeinde Meuselbach-Schwarzmühle ist die Meuselbacher Kuppe derzeit von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, und zwar von 11:30 Uhr bis 20:00 Uhr.


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Dienstag, 19. August 2025

Holzkirchen - Thüringer Baukunst in Holz

Echte Holzkirchen sind in Deutschland eher selten - sie kommen häufiger in Skandinavien, Russland, Polen oder dem Siebenbürgischen Raum vor. In Thüringen überwiegen Fachwerk- oder gemauerte Kirchen, wobei das Fachwerk oft sichtbar bleibt oder die Innenausstattung überwiegend aus Holz ist.
Stadtkirche in Neuhaus am Rennweg,
in Holzbauweise 1891 errichtet.
Die bekannteste echte Holzkirche Thüringens steht in Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg.

Sie wurde 1891 komplett aus Holz errichtet, mit Schindeldach und Turm.
Die Holzkirche von Neuhaus am Rennweg ist ein seltenes Beispiel für skandinavisch inspirierte Holzarchitektur in Thüringen.

Die Holzkirche ist heute ein ökumenisches Haus und wird sowohl von der protestantischen, als auch von der katholischen Gemeinde der Stadt genutzt.

In der Vergangenheit wurden unter anderem die Fenster erneuert, eine moderne Bankheizung eingebaut, und auch die Orgel von 1891 wurde 1974 durch einen Neubau von der Gothaer Orgelbaufirma Rudolf Bohm ersetzt.
Thüringer Kirchen, die weitgehend in Holzbauweise errichtet wurden, gibt es in Scheibe-Alsbach, Katzhütte, Gehren, Mellenbach-Glasbach, Holzthaleben, Sonneberg... Viele Kirchen in Thüringen sind geprägt von Holz in allen Elementen: Wände, Decken, Emporen, Dachstühle, Orgelprospekte und vieles andere ist mit Holz versehen. Solche sehenswerten historischen Bauten sind nicht zuletzt auch ein eindrucksvolles Zeugnis traditioneller Thüringer Handwerkskunst.

Samstag, 22. März 2025

China-Reise als Nachmittagsausflug

Wer zwischendurch eine kleine Fernreise unternehmen möchte, der sollte nach Weissensee (Landkreis Sömmerda) fahren. Direkt am Markt, wer hätte das erwartet, führt ein Tor in den „Garten des ewigen Glücks“. Auf 5.000 Quadratmetern erstreckt sich ein echter Chinesischer Garten.
Text & Fotos: kahbox.de
Die roten Pagoden, geschwungenen Mauern, Bambuspflanzen und Dekorationen scheinen dabei nicht nur authentisch, sondern wurden tatsächlich von chinesischen Handwerkern gestaltet und errichtet.

Selbst die Materialien wurden dafür im See-Container angeliefert. 
Bilder vergrößern? Auf das Bild klicken!
Der Chinesische Garten wurde einst für die Landesgartenschau 2013 angelegt. Er verbindet die Altstadt mit dem Gondelteich. China hat Weissensee zudem einige Repliken von Soldaten der berühmten Terrakotta-Armee geschenkt, die ebenfalls zu sehen sind.
Und seit dem Saison- start 2024 lädt auch wieder das Terrassen-Restaurant zum Essen, Kuchen und Kaffee ein.

Der neue Wirt hat viel vor. Zudem ist die Terrasse mit Blick über den chinesischen Garten überdacht, so dass es angenehm schattig und trocken bleibt.

Demnächst soll auch der Zugang zum Restaurant ohne Garteneintritt zah- en zu müssen, ermög- licht werden.


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Donnerstag, 20. März 2025

Bad Langensalza: Schweben im Solebecken

Die Kurgäste planschen bereits wieder: Ab sofort erfreut die Friederikentherme  in Bad Langensalza mit einem nagelneuen Außenbecken. Bei 32 Grad Celsius können die Gäste das genze Jahr im Solewasser schweben. Auch Sprudelliegen, Sprühdüsen und einen Wasserfall gibt es. (Fotos: bahnhof-erfurt.de)

Das neue Becken hat eine größere Fläche als das zuvor. Es ist außerdem eckig, damit es nachts zum Energie sparen abgedeckt werden kann. Der Außenbereich um den Pool ist mit Bodenheizung ausgerüstet, damit es im Winter nicht glatt wird. Das Salzwasser kommt übrigens aus eigenen Brunnen. Seit 2020 wird die Therme in der Rosen- und Kurstadt für rund 15 Millionen Euro umgebaut und erneuert. Demnächst soll noch ein Wasserspielplatz für die kleinsten Besucher fertig werden. Und der komplett neu und größer gestaltete Saunabereich mit Garten  wurde von den Besuchern sehr gut angenommen.


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Samstag, 21. Dezember 2024

Leckere Thüringer Souvenirs zum Verschenken

Wer Thüringen verkosten oder verschenken möchte, der hat nun eine neue Anlaufstelle:

Gleich gegenüber des Hauptbahnhofes präsentiert der Mein-Thüringen-Shop dutzende Spezialitäten und Geschenke aus Thüringer Herstellung.
Es gibt Wurstpakete und Kloßteig, Nougat, Wachtel-Eierlikör, Bier und Schnaps, Tees, Marmelade, Knabbersnacks, Kaffee, handgefertigte Seifen oder auch Plüschteddys. 
Wer will, bekommt auch Präsentkörbe mit einer Thüringer Auswahl.


Fotos und Text: bahnhof-erfurt.de
Bei allen Produkten weist eine kleine Landkarte darauf hin, von wo genau und von wem die Kreationen stammen. Der Laden verspricht ein wechselndes Sortiment, da immer nur eine Auswahl von insgesamt mehr als 200 Thüringer Produzenten gezeigt wird. Weitere Waren sind online unter https://mein-thueringen.de/ erhältlich.
Der Mein-Thüringen-Shop im einstigen geschichtsträchtigen Hotel "Erfurter Hof“ hat montags bis freitags 10-17 Uhr geöffnet. Der Laden hat die Tourist-Information der Thüringer Tourismus-Gesellschaft ersetzt, die dort viele Jahre lang über die Highlights des Freistaates informierte. 

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Samstag, 26. Oktober 2024

Thüringer Klinik eröffnet Patientenhotel

Die Zentralklinik in Bad Berka hat einen guten Ruf, der weit über die Grenzen Thüringens hinausgeht. Patienten kommen aus ganz Deutschland und dem Ausland zu einer Behandlung bzw. Operation oder um Rat zu suchen in einer der 21 Fachkliniken. 
So manch einer, der als Patient nach Bad Berka kommt, ist bereits viele Kilometer gefahren, bevor er in seiner Wunschklinik  eintrifft. Die Tage vor der Untersuchung, Behandlung bzw. Operation können Patienten ab sofort entspannt im Patientenhotel verbringen, welches auf der Station G5 der Klinik nach umfangreichen Umbaumaßnahmen eröffnet wurde. 
Das Klinik-Patientenhotel verfügt über 12 praktisch eingerichtete Einzel- und Doppelbettzimmer, die auch von mitreisenden Angehörigen des Patienten gebucht werden können. Verpflegung kann man in der Cafeteria im Foyer kaufen. Getränke, Snacks und Artikel des täglichen Bedarfs zu jeder Zeit an den aufgestellten Verkaufsautomaten erwerben. Auch besteht die Möglichkeit, die örtlichen Lieferdienste zu nutzen.

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Donnerstag, 11. Juli 2024

Reise in die Thüringer Vergangenheit


Die kleine Thüringer Gemeinde Bilzingsleben unweit von Kindelbrück im Landkreis Sömmerda lässt tiefe Einblicke in die menschliche Vergangenheit Wirklichkeit werden. Etwa 1,5 Kilometer südlich der Ortschaft am Rande des Wippertales befindet sich die außergewöhnliche Fundstelle im ehemaligen Steinbruch der Steinrinne, die bei Ausgrabungen Zeugnisse menschlichen Lebens ans Tageslicht brachten, die über 375.000 Jahre alt sind.

Die Ausgrabungsstätte frühester Menschenfunde in Mittel- und Nordwesteuropa wurde überdacht. Das ermöglicht den vielen Besuchern aus Thüringen, Deutschland und aller Welt von einer kleinen Brücke aus das zu sehen, was die Archäologen so begeisterte und noch begeistert, denn im Travertingestein sind noch heute für alle sichtbar menschliche und tierische Knochen eingeschlossen.
Erst in den Jahren 1972/73 erlebte Bilzingsleben seine archäo-logische Sensation, als Professor Dietrich Mania im alten Stein-bruch die Überreste eines Urmenschen, den "homo erectus bilzingslebenensis", fand.

Mittlerweile brachten die Ausgrabungen im Steinbruch der Steinrinne 28 Schädelstücke, einen Unterkiefer und neun Zähne der Gattung Homo erectus aus Tageslicht.

Internetseite der Ausgrabungsstätte. Klicken Sie hier!
Wir haben zwei Videos für Sie bereitgestellt. Das erste hat Informationen zur Ausgrabungsstätte Bilzingsleben. Die Fundstücke sind auch im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar und im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen. Das zweite Video zeigt weitere Thüringer Plätze menschlichen Lebens in der Vergangenheit.

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Sonntag, 2. Juni 2024

Wer "Noahs Segel" besteigt sieht die ganze Rhön

Der Aussichtsturm "Noahs Segel" im UNESCO Biosphärenreservat Rhön ist 21 Meter hoch. Wer die Plattform des Turmes über die Treppen erklommen hat, der wird mit einem fantastischen Panoramablick aus 830 Meter Höhe über dem Meeresspiegel belohnt. Vom Aussichtsturm "Noahs Segel" kann man sich die gesamte Rhön von Thüringen bis nach Bayern und Hessen ansehen.
Foto: Gisela Barth
Wer das Abenteuer liebt, der  benutzt die Rutsche und gelangt
blitzschnell wieder nach unten.
Für viele ist der Aussichtsturm ein ideales Ausflugsziel. So benötigt man von Erfurt, Würzburg oder Frankfurt/M nur ganze 1.5 Stunden mit dem Auto zu "Noahs Segel". Geöffnet ist die Aussichtsplattform übrigens täglich von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Dies und vieles mehr erfährt man HIER!


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Samstag, 1. Juni 2024

Das Suhler Fahrzeugmuseum ist ein wahres Raritätenkabinett

Was für Laien so schön aussieht, ist für Fahrzeugliebhaber "großes Kino". Da wir um die Leidenschaft wissen,  haben wir die Fotos extra groß gewählt. Doch Interessenten waren schon lange vor Ort,  haben sich alles ganz nah angesehen. Oder es steht zumindest ein Besuch des Suhler Fahrzeugmuseums in ihrem "Reiseplan".
AWO 425
Simson E 350
Simson Supra A
Die AWO 425 ist der einzige erhaltene Prototyp der AWO 425 von 1949, gewissermaßen die "Ur-AWO".

Das wahrscheinlich einzige erhaltene Exemplar eines Simson Supra Typ A Baujahr 1932, 8 Zylinder, Hubraum 4763 cm³, Leistung 90 PS, Höchstgeschwindigkeit 120 km/h. Von diesem Typ wurden nur 40 Stück gefertigt.

Prototyp der Simson E 350. Die Entwicklung der fast serienreifen Typenreihe Simson E 250 / E 350 wurde 1960 auf Weisung der zentralen DDR-Wirtschaftslenkung gegen den Widerstand des Werkes abgebrochen und die Produktion des 4-Takt Motorrades Simson (AWO) 425 S musste Anfang 1962 eingestellt werden. (Fotos: Eckhard Griebel)

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Sonntag, 16. Juli 2023

In Stützerbach wird eine alte Tradition gepflegt

Wie in alten Zeiten haben rund 30 Männer und Frauen wieder die Bergwiese oberhalb des Goethemuseums in Stützerbach abgesenst. Schon zum zehnten Mal waren Mitte Juli begeisterte Senser gekommen, um die historische Tradition am Leben zu erhalten. 
Außerdem dient das klassische Heumachen der Landschaftspflege und sichert die reiche Artenvielfalt der „Bielers Wiese“. Der Förder- und Freundeskreis Goethemuseen Ilmenau-Stützerbach und der Verein STÜBAleben hatten zur Heumahd eingeladen. Los ging es wie in früheren Zeiten 6 Uhr, noch bevor die ersten Sonnenstrahlen auf die Wiese fielen.
Tex & Fotos: kahbox.de
Die Sensen wurden zwischendurch immer wieder mit angefeuchteten Wetzsteinen nachgeschliffen. Steinschläge und Beulen wurden fachgerecht mit dem Hammer aus dem Sensenblatt gedengelt (Foto). Nach getaner Arbeit wurde in der Kulturscheune Stützerbach  beim gemeinsamen Frühstück ausgiebig gefachsimpelt.


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